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Kann man Polypen mehrmals bekommen?

Gefragt von: Maik Hentschel  |  Letzte Aktualisierung: 4. Mai 2026
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Ja, Polypen können mehrmals auftreten oder nachwachsen, insbesondere bei Kindern (Rachenmandeln) und auch bei Erwachsenen (Nasenpolypen), da die zugrundeliegende Ursache wie eine chronische Entzündung oder Allergie oft nicht vollständig geheilt wird. Es ist möglich, dass sie nach einer Operation oder medikamentösen Behandlung erneut entstehen (Rezidive), weshalb regelmäßige Kontrollen beim HNO-Arzt wichtig sind.

Warum kommen Polypen immer wieder?

Allerdings bilden sich manchmal im Laufe der Zeit wieder neue Polypen. Das passiert insbesondere bei Menschen, die an Allergien, Asthma, Schmerzmittelunverträglichkeit oder Mukoviszidose leiden. Für sie ist das Risiko eines Rückfalls (Rezidiv) mit bis zu 50 Prozent deutlich erhöht.

Können Nasenpolypen wieder nachwachsen?

Ja, Nasenpolypen können definitiv nachwachsen, da eine Operation oft nur die Symptome entfernt, aber nicht die zugrundeliegende chronische Entzündung heilt, was zu einem hohen Rezidivrisiko führt, insbesondere bei Allergien, Asthma oder Mukoviszidose. Daher sind oft langfristige Behandlungen wie Nasensprays oder Nasenspülungen nötig, und bei schweren Fällen kommen auch Biologika-Therapien in Betracht, um ein Wiederauftreten zu verhindern. 

Wie schnell kommen Nasenpolypen wieder?

Oft kommt es dann nach der Operation zunächst zu einer Besserung des Befindens. Allerdings kommt es im Verlauf bei vielen Patienten erneut zu Nasenpolypen, oft auch schon kurz nach der OP. Warum die Nasenpolypen oft immer wieder kommen, ist nicht bekannt.

Wie schnell kann ein Polyp nachwachsen?

Polypen wachsen unterschiedlich schnell: Darmpolypen entwickeln sich meist langsam über Jahre, während Nasenpolypen oft schneller wiederkehren (manche Patienten schon innerhalb von 1-2 Jahren nach OP), weil die Entzündung bestehen bleibt, aber moderne OP-Techniken das Nachwachsen bei Kindern deutlich reduzieren; Rachenmandeln (Kinderpolypen) können nach Entfernung oft nach 2-6 Jahren nachwachsen. Das Nachwachsen hängt stark von der Ursache (Entzündung) und dem Typ ab.
 

Nasenpolypen: Häufigkeit, Risiken, Begleiterkrankungen Symptome

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Wie schnell können Polypen nachwachsen?

Studien zeigen, dass bis zu 60 Prozent der Polypen innerhalb von drei Jahren wieder auftreten können . Außerdem entwickeln etwa 30 Prozent der Patienten, denen Polypen entfernt wurden, neue. Daher ist es wichtig, innerhalb von fünf Jahren nach der Polypenentfernung mit dem Behandlungsteam über Nachsorgeuntersuchungen zu sprechen.

Wie oft zur Darmspiegelung nach Polypenentfernung?

Nach der Entfernung von Darmpolypen richtet sich die Häufigkeit der Nachsorge-Darmspiegelungen nach Anzahl, Größe und Art der Polypen; typischerweise sind die Intervalle kürzer als die 10 Jahre bei unauffälligem Befund, oft 3 bis 5 Jahre bei mehreren oder größeren Polypen, oder sogar nur 1 bis 3 Jahre bei vielen oder hochgradigen Polypen, während einzelne kleine Polypen 5–10 Jahre Pause erlauben können, wobei individuelle Empfehlungen des Arztes entscheidend sind.
 

Was verursacht wiederkehrende Nasenpolypen?

Infektionen, Allergien oder Erkrankungen, die zu chronischen Entzündungen in Nase oder Nebenhöhlen führen, können das Risiko für Nasenpolypen erhöhen. Häufig mit Nasenpolypen in Verbindung gebrachte Erkrankungen sind: Asthma und Aspirinunverträglichkeit.

Was fördert Polypen in der Nase?

Ursachen für Polypen in der Nase

Die genaue Ursache für die Polypenbildung ist noch unklar. Als wichtigster Risikofaktor gilt eine wiederkehrende Schleimhautentzündung in Nase oder Nasennebenhöhlen durch Infekte oder Allergien. Auslöser können zum Beispiel Allergene sein, die die Schleimhaut ständig reizen.

Können Polypen nach der Entfernung erneut auftreten?

Polypen wachsen nach ihrer Entfernung selten wieder nach (kehren zurück) . Sollte dies dennoch der Fall sein, kann Ihnen Ihr Arzt Behandlungsmethoden empfehlen.

Was lässt Nasenpolypen schrumpfen?

Behandlung von Nasenpolypen

Steroide in Form von Nasensprays (sowie in Form anderer spezieller Produkte zur Verabreichung von Medikamenten) oder Tabletten zum Einnehmen können Polypen schrumpfen lassen oder ganz beseitigen.

Welche Symptome sind typisch für Nasennebenhöhlenpolypen?

Nasennebenhöhlenpolypen verursachen oft eine dauerhaft verstopfte Nase, erschwerte Nasenatmung, näselnde Stimme, Schnarchen und einen Verlust des Geruchssinns (Anosmie). Weitere Symptome sind Schleimfluss in den Rachen (Postnasal-Drip), Kopfschmerzen, Druck im Gesicht, häufige Nasennebenhöhlenentzündungen und Niesen, was die Lebensqualität stark beeinträchtigen kann.
 

Was passiert, wenn man Polypen in der Nase nicht entfernen lässt?

Werden Nasenpolypen nicht behandelt, können sie sich ungehindert ausdehnen und schlimmstenfalls durch den entstehenden Druck das Nasengerüst auftreiben und sogar zu einer Vergrößerung des Augenabstandes führen.

Welche Nachteile hat die Entfernung von Nasenpolypen?

Die Entfernung von Nasenpolypen (Polypektomie) ist meist risikoarm, aber Nachteile können vorübergehende Nachblutungen, Schwellungen, Verkrustungen und Geruchsstörungen sein, und der größte Nachteil ist die hohe Rückfallquote, da Polypen oft wiederkehren, weil die Entzündung nicht geheilt wird, was zu erneuten Operationen oder Medikamenten führen kann. Selten sind auch Schleimhautschäden, Blutergüsse oder Läsionen am Riechnerv möglich.
 

Welche Hausmittel helfen gegen Nasenpolypen?

Hausmittel wie Salzwasserspülungen (Nasendusche) und Dampfinhalationen (z.B. mit Kamille/Fenchel) können helfen, die Nasenschleimhäute zu befeuchten, Schleim zu lösen und Schwellungen zu reduzieren. Auch eine entzündungshemmende Ernährung mit viel Wasser, Kräutertees, gesunden Fetten und wenig Alkohol sowie der Verzicht auf Rauchen unterstützen die Nasengesundheit und können bei Polypen lindernd wirken. Wichtig: Hausmittel lindern Symptome, ersetzen aber bei starken Polypen keinen Arztbesuch.
 

Was sind die Ursachen für wiederkehrende Polypen in der Nase?

Nasenpolypen sind die Bezeichnung für gutartige Wucherungen der Nasenschleimhaut. Sie können auf eine chronische Erkrankung hinweisen, wenn sie dauerhaft oder wiederkehrend auftreten. Beispielsweise sind sie ein Teil der chronischen Rhinosinusitis mit Nasenpolypen (CRSwNP).

Wie fühlt es sich an, wenn man Polypen in der Nase hat?

Nasenpolypen fühlen sich an wie eine dauerhaft verstopfte Nase, die das Atmen erschwert, oft verbunden mit Schnarchen, Mundgeruch, Nasel-Sprechen und einem eingeschränkten Geruchs- und Geschmackssinn (weil Gerüche nicht mehr gut wahrgenommen werden können). Sie können auch zu einem Druckgefühl im Gesicht, Kopfschmerzen, viel Schleimfluss in den Rachen und häufigen Nebenhöhlenentzündungen führen, obwohl die Polypen selbst meist schmerzlos sind.
 

Was bedeutet brauner, zäher Nasenschleim?

Brauner oder oranger Schleim weist auf getrocknetes Blut hin, z.B. durch das Ablösen kleiner Borken in der Nase. Manchmal ist auch das Einatmen von Rauch oder Staub daran schuld. Bleibt der Nasenschleim länger von dieser Farbe, könnte eine anhaltende Entzündung oder Reizung dahinterstecken.

Was mögen Polypen nicht?

Die Ernährung bei Nasenpolypen sollte entzündungsfördernde Lebensmittel gar nicht oder nur in geringen Mengen enthalten. Das betrifft unter anderem diese Nahrungsmittel: Fettreiches Fleisch, insbesondere Schweinefleisch und Wurstwaren. Zucker.

Können Polypen durch Stress entstehen?

Außerdem wird davon ausgegangen, dass Entzündungen im Bereich der Gebärmutter sowie der Scheide, wie auch übermäßiger Stress und Immundefizite das Auftreten von Polypen begünstigen.

Wie werde ich Nasenpolypen los?

Nasenpolypen werden oft medikamentös (z.B. mit Kortison-Nasensprays) behandelt, aber bei ausbleibendem Erfolg oder großen Polypen erfolgt eine endoskopische Operation (FESS), minimal-invasiv über die Nase, um sie mit speziellen Instrumenten zu entfernen und Nebenhöhlen zu sanieren. Kleinere Polypen können ambulant unter lokaler Betäubung mit einer Schlinge oder Laser entfernt werden, größere Eingriffe finden stationär unter Vollnarkose statt. Wichtig ist die Behandlung der Ursache (Allergie, Asthma), da Polypen nachwachsen können, wobei Biologika eine neue Therapieoption darstellen.
 

Warum immer wieder Polypen?

Nasenpolypen bilden sich meist als Folge einer chronischen Entzündung entweder der Nasenschleimhaut oder der Nasennebenhöhlen (chronische Sinusitis). Außerdem scheint eine individuelle Veranlagung eine gewisse Rolle zu spielen. Der genaue Entstehungsmechanismus ist allerdings nicht abschließend geklärt.

Wie werden Nasenpolypen entfernt?

Die Entfernung von Polypen (Polypektomie) hängt vom Ort ab: Nasenpolypen werden oft endoskopisch mit Schlinge oder Laser entfernt, manchmal kombiniert mit Nasennebenhöhlen-OP; Darmpolypen werden während einer Darmspiegelung mit Zange, Schlinge oder speziellen Techniken wie EMR (Mukosaresektion) entfernt; Kinderpolypen (Rachenmandeln) werden meist in Vollnarkose ambulant operiert (Adenotomie). Die Verfahren sind minimal-invasiv, zielen auf vollständige Entfernung und Vorbeugung von Rückfällen ab, wobei Nachsorge wichtig ist.
 

Warum nach 3 Jahren wieder Darmspiegelung?

Wurden Krebsvorstufen (Polypen) erkannt, sollte die Darmspiegelung nach 3 bis 5 Jahren wiederholt werden. Ein kürzerer Zeitabstand gilt auch für Menschen mit familiär erhöhtem und erblichem Darmkrebsrisiko, da Tumore und Polypen bei ihnen schneller wachsen. 9.

Wie lange dauert die Erholung nach einer Polypenentfernung?

Die Besserung nach einer Polypen-OP (meist Rachenmandel-OP bei Kindern) tritt oft schon nach wenigen Tagen ein, die erste große Besserung der Symptome wie Schnarchen kann nach 1-2 Wochen spürbar sein, aber die vollständige Heilung der Schleimhaut dauert ca. 4-6 Wochen, mit möglichen Restbeschwerden wie Krusten, leichten Blutbeimischungen und einem vorübergehend verstopften Gefühl. In den ersten 2-3 Wochen ist körperliche Schonung und das Vermeiden von Sport wichtig, um Nachblutungen zu verhindern. 

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