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Kann man nach 15 Jahren gekündigt werden?

Gefragt von: Herr Dr. Gunnar Brand  |  Letzte Aktualisierung: 29. Oktober 2026
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Nach 15 Jahren Betriebszugehörigkeit haben Arbeitnehmer einen erhöhten Kündigungsschutz, der sich vor allem in längeren Kündigungsfristen (gesetzlich 6 Monate für den Arbeitgeber) und bei bestimmten Gruppen (z.B. öffentlicher Dienst) zu Unkündbarkeit entwickeln kann, was eine Kündigung nur noch bei Vorliegen schwerwiegender Gründe oder bei Vorliegen spezieller Ausnahmen (z.B. Insolvenz) erlaubt. Wichtig ist auch die Sozialauswahl bei betriebsbedingten Kündigungen, bei der die Betriebstreue stark ins Gewicht fällt.

Kann man nach 15 Jahren Betriebszugehörigkeit gekündigt werden?

Nach 15 Jahren Betriebszugehörigkeit haben Arbeitnehmer einen erheblich gestärkten Kündigungsschutz; die gesetzliche Kündigungsfrist verlängert sich auf sechs Monate zum Monatsende (§ 622 Abs. 2 BGB), und es muss bei einer Kündigung ein sozial bedürftigerer Grund vorliegen, was die Chancen auf eine Abfindung erhöht, besonders bei betriebsbedingten Kündigungen. Im öffentlichen Dienst (TVöD) kann sogar eine faktische Unkündbarkeit eintreten, wenn das 40. Lebensjahr vollendet ist und mehr als 15 Jahre Betriebszugehörigkeit besteht. 

Wie hoch ist die Abfindung nach 15 Jahren?

Nach 15 Jahren Betriebszugehörigkeit liegt die Regelabfindung meist bei 7,5 bis 15 Bruttomonatsgehältern (0,5 Gehälter pro Jahr), oft aber auch höher, da sie individuell verhandelt wird und von Alter, Verhandlungsposition und Unternehmenslage abhängt; ältere Arbeitnehmer (50+) erhalten oft bis zu 15 Monatsgehälter. Bei einem Bruttogehalt von 3.000 € wären das etwa 22.500 € (Regel) bis über 45.000 € (hohe Verhandlung).
 

Welche Mitarbeiter sind unkündbar?

Nicht nur öffentlicher Dienst: Unkündbar können auch andere Personen sein

  • Betriebsratsmitglieder.
  • Auszubildende.
  • Arbeitnehmer in der Elternzeit.
  • Mitarbeitervertretung.
  • Schwangere Arbeitnehmerinnen.
  • Schwerbehinderte Beschäftigte.

Wie ist der Kündigungsschutz für langjährige Mitarbeiter?

Langjährige Mitarbeiter genießen durch längere gesetzliche Kündigungsfristen (§ 622 BGB) erhöhten Schutz, der mit der Betriebszugehörigkeit steigt (z.B. 7 Monate ab 20 Jahren), sowie durch Tarifverträge (z.B. TVöD, IG Metall), die oft eine faktische Unkündbarkeit ab einem bestimmten Alter (z.B. 55) und Betriebstreue (z.B. 15 Jahre) vorsehen, was das Risiko für den Arbeitgeber bei Kündigungen erhöht und zu höheren Abfindungen führen kann, aber eine Kündigung bei Betriebsschließung oder außerordentliche Kündigungen nicht vollständig ausschließt. Es gibt keinen allgemeinen gesetzlichen Kündigungsschutz nur wegen des Alters, sondern eine Kombination aus Betriebszugehörigkeit und Alter. 

So hoch sollte die Abfindung nach der Kündigung mindestens sein

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Welche Rechte haben ältere Arbeitnehmer?

Für ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer kann sich eine Reihe von Vergünstigungen aus den tariflichen Regelungen ergeben. Dazu zählen beispielsweise die Anpassung der Gehaltshöhe an Altersstufen, die Anzahl der Urlaubstage und verbesserter Kündigungsschutz.

Wie kündige ich langjährige Mitarbeiter?

Einen langjährigen Mitarbeiter zu kündigen erfordert die Einhaltung strenger rechtlicher Vorgaben, insbesondere der gesetzlichen, verlängerten Kündigungsfristen (§ 622 BGB), die mit der Betriebszugehörigkeit steigen (z.B. 4 Monate bei 10 Jahren), eine schriftliche Kündigung mit eigenhändiger Unterschrift, sowie oft einen sozial gerechtfertigten Grund (betriebsbedingt, verhaltensbedingt, krankheitsbedingt), wobei bei älteren Mitarbeitern besonderer Kündigungsschutz gilt und oft eine höhere Abfindung verhandelt wird, eventuell über einen Aufhebungsvertrag. Die Kündigung muss klar formuliert sein und dem Betriebsrat muss vorab angehört werden. 

Wann darf man nicht gekündigt werden?

Der allgemeine Kündigungsschutz gilt für alle Arbeitnehmer, die länger als sechs Monate in einem Unternehmen beschäftigt sind. Darüber hinaus gibt es noch den besonderen Kündigungsschutz. Dieser gilt für besonders schutzwürdige Arbeitnehmer, wie zum Beispiel Schwangere, Betriebsratsmitglieder oder Schwerbehinderte.

Bin ich nach 20 Jahren unkündbar?

Die Frage, ob man nach 20 Jahren Betriebszugehörigkeit überhaupt gekündigt werden kann, beschäftigt viele langjährige Mitarbeiter. Die ehrliche Antwort eines Anwalts für Arbeitsrecht lautet: Ja, grundsätzlich kann man auch nach 20 Jahren im Unternehmen gekündigt werden.

Bei welcher Krankheit ist man unkündbar?

War der Beschäftigte in drei Jahren immer mehr als 30 Tage krank, so droht eine Kündigung. Hier spricht man von häufigen Kurzerkrankungen. Mit einer Kündigung rechnen muss man außerdem, wenn eine dauerhafte oder lang anhaltende Arbeitsunfähigkeit vorliegt.

Wie viel Steuern bei 30.000 € Abfindung?

Eine Abfindung von 30.000 € ist steuerpflichtig, aber keine Sozialabgaben fallen an; die Hauptsteuerlast entsteht durch die Steuerprogression, weshalb die Fünftelregelung (jetzt optional in der Steuererklärung) hilft, indem sie die Abfindung auf 5 Jahre verteilt, was den Steuersatz senkt und oft eine Ersparnis bringt, die je nach individuellem Einkommen und Anwendung der Regelung zwischen 7.000 € und 12.000 € Steuerlast bedeuten kann. 

Welche Kündigungsfrist habe ich als Arbeitnehmer nach 15 Jahren?

Nach 15 Jahren Betriebszugehörigkeit beträgt die gesetzliche Kündigungsfrist für Arbeitnehmer 6 Monate zum Ende des Kalendermonats, wenn der Arbeitgeber kündigt; für Arbeitnehmerkündigungen gilt jedoch weiterhin die reguläre Frist von vier Wochen, es sei denn, Vertrag oder Tarifvertrag sehen eine längere Frist vor.
 

Bei welcher Kündigung gibt es Abfindung?

Eine Abfindung bei Kündigung gibt es nicht automatisch, sondern meist als Ergebnis einer Verhandlung, oft im Rahmen eines Kündigungsschutzprozesses (Vergleich oder Auflösungsurteil), bei Betriebsänderungen über einen Sozialplan, in Tarif- oder Arbeitsverträgen oder durch einen Aufhebungsvertrag. Ein gesetzlicher Anspruch besteht nur unter bestimmten Voraussetzungen, etwa durch das Kündigungsschutzgesetz (§ 1a KSchG) bei betriebsbedingter Kündigung, wenn der Arbeitnehmer auf die Klage verzichtet. 

Was steht mir nach 15 Jahren Betriebszugehörigkeit zu?

Grundsätzlich gilt auch bei einer Abfindung nach 15 Jahren Betriebszugehörigkeit gemäß § 1a Kündigungsschutzgesetz (KSchG) erst einmal die Rechnung, dass für jedes Betriebsjahr ein halbes Monatsgehalt gezahlt wird. Erhalten Sie Ihre Kündigung nach 15 Jahren, beträgt Ihre Abfindung also insgesamt 7,5 Monatsgehälter.

Ist es möglich, einfach so gekündigt zu werden?

Nein, eine Kündigung "einfach so" ist in Deutschland meist nicht möglich, da es gesetzliche Vorgaben gibt, aber es gibt Ausnahmen: In der Probezeit (bis 6 Monate) oder in Kleinbetrieben (bis 10 Mitarbeiter) kann der Arbeitgeber oft ohne Angabe eines spezifischen Grundes kündigen, solange die Kündigung nicht diskriminierend oder sittenwidrig ist und die Fristen eingehalten werden. Ansonsten muss eine ordentliche Kündigung sozial gerechtfertigt sein (personen-, verhaltens-, betriebsbedingt) und eine außerordentliche (fristlose) Kündigung einen wichtigen Grund haben (z.B. Diebstahl). 

Was bedeutet es, wenn ein Arbeitnehmer unkündbar ist?

Arbeitnehmer, die unkündbar sind, können ordentlich gar nicht mehr gekündigt werden, sondern nur noch außerordentlich, d.h. bei Vorliegen eines wichtigen Grundes im Sinne von § 626 Abs. 1 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB).

Ist man ab 15 Jahren unkündbar?

gesetzlichen Regelungen ergeben. Üblicherweise gelten folgende Mitarbeiter als weitgehend unkündbar: Beschäftigte im öffentlichen Dienst, wenn sie dem Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes (TVöD) unterliegen. Für sie gilt eine Unkündbarkeit nach 15 Jahren Beschäftigungszeit, wenn sie mindestens 40 Jahre alt sind.

Wann muss der Arbeitgeber keine Abfindung zahlen?

Ein Arbeitgeber muss keine Abfindung zahlen, wenn die Kündigung rechtlich wirksam ist (z.B. wegen verhaltens-, personen- oder betriebsbedingten Gründen ohne Sozialplan), der Arbeitnehmer die 3-Wochen-Frist für eine Kündigungsschutzklage versäumt, er selbst kündigt oder der Arbeitsvertrag befristet ausläuft, da ein gesetzlicher Anspruch auf Abfindung generell nicht besteht, sondern sie meist Verhandlungssache ist. Abfindungen sind oft nur durch Sozialpläne, Tarifverträge oder ein Angebot nach § 1a KSchG bei betriebsbedingten Kündigungen die Folge.
 

Was ist ein Warnsignal, das zur Kündigung eines Jobs führen sollte?

Die deutlichsten Anzeichen dafür, dass Sie kündigen sollten, sind anhaltend toxisches Verhalten, keinerlei Aufstiegschancen, egal was Sie versuchen, Arbeit, die Ihre körperliche oder geistige Gesundheit aktiv beeinträchtigt, Situationen, in denen Sie aufgefordert werden, Ihre Werte zu kompromittieren, und eine Bezahlung, die weit unter dem Marktniveau liegt und für die es keine wirkliche Möglichkeit gibt, dies zu verbessern.

Was sind die 3 Kündigungsgründe?

Die drei Hauptgründe für eine Kündigung nach dem deutschen Arbeitsrecht sind personenbedingt (z.B. Krankheit), verhaltensbedingt (z.B. Arbeitsverweigerung, Pflichtverletzung) und betriebsbedingt (z.B. Auftragsrückgang, Umstrukturierung), wobei diese drei auch die „ordentlichen“ Kündigungsgründe darstellen, die eine soziale Rechtfertigung erfordern. Arbeitnehmer kündigen oft aus Stress, mangelnder Wertschätzung oder fehlenden Aufstiegschancen, während Arbeitgeber rechtlich die drei oben genannten Gründe benötigen. 

Ist lästern über den Chef ein Kündigungsgrund?

Ja, Lästern über den Chef kann ein Kündigungsgrund sein, vor allem wenn es sich um ehrverletzende Äußerungen, Schmähkritik oder Verleumdungen handelt, die das Betriebsklima nachhaltig stören oder den Ruf schädigen; während harmloser Klatsch in vertraulichen Gesprächen oft toleriert wird, führen öffentliche Lästereien oder solche in sozialen Medien schnell zu Abmahnung oder Kündigung, da sie eine erhebliche Pflichtverletzung darstellen. 

Wann bin ich als Arbeitnehmer unkündbar?

Demnach liegt die Unkündbarkeit nach 15 Jahren Betriebszugehörigkeit vor. Es bestehen des Weiteren Regelungen, die festlegen, dass Mitarbeiter ab 55 Jahre unkündbar sind. Ab 55 ist ein Mitarbeiter jedoch nur unkündbar, wenn er vorher bereits mindestens 20 Jahre im Unternehmen tätig ist.

Wann ist ein Mitarbeiter nicht mehr tragbar?

Die personenbedingte Kündigung

Die Mitarbeiterin oder der Mitarbeiter erbringt Leistungen, die den Anforderungen nicht gerecht werden, und es besteht keine Aussicht auf Besserung. Die oder der Beschäftigte fällt krankheitsbedingt immer wieder lange aus und ist damit für das Unternehmen nicht mehr tragbar.

Wie wird man langjährige Mitarbeiter los?

angemessene Kündigungsfrist

Eine weitere Möglichkeit, problematische Mitarbeiter rechtmäßig zu eliminieren, abgesehen davon, sie zum Anbieten eines freiwilligen Abfindungspakets zu bewegen, besteht darin, ihr Arbeitsverhältnis aus Gründen zu beenden, die tatsächlich nichts mit ihrem Alter zu tun haben.

Wie hoch ist die Abfindung nach 20 Jahren?

Nach 20 Jahren Betriebszugehörigkeit liegt die Regelabfindung oft bei 10 Bruttomonatsgehältern, berechnet nach der Formel: Bruttogehalt x 0,5 x Jahre der Betriebszugehörigkeit (z.B. 4.000 € x 0,5 x 20 = 40.000 €), aber die Höhe variiert stark je nach Verhandlung, Alter und Sozialplan, wobei auch höhere Faktoren möglich sind. Ältere Arbeitnehmer (ab 55) können sogar bis zu 18 Monatsgehälter erhalten. 

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