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Kann man einen Tumor am Kopf ertasten?

Gefragt von: Claus-Peter Kruse  |  Letzte Aktualisierung: 26. Februar 2026
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Nein, einen Tumor im Kopf kann man in der Regel nicht direkt „spüren“ wie eine Beule, da er unter der Schädeldecke wächst; stattdessen äußert er sich durch vielfältige Symptome wie starke, neuartige Kopfschmerzen (besonders morgens), Übelkeit, Erbrechen, Sehstörungen, Sprach-, Seh- oder Bewegungsstörungen, Schwindel, epileptische Anfälle, Konzentrationsprobleme, Vergesslichkeit oder Persönlichkeitsveränderungen, weil der Tumor auf das Gehirn drückt oder es schädigt.

Kann man einen Tumor am Kopf fühlen?

Ja, man kann einen Tumor im Kopf oft nicht direkt "spüren", aber er verursacht Symptome wie starke, neuartige Kopfschmerzen (oft morgens schlimmer), Übelkeit, Erbrechen, Schwindel, Sehstörungen, Sprachprobleme, Lähmungen, Krampfanfälle oder Persönlichkeitsveränderungen, die auf ein Problem hinweisen; diese Symptome entstehen durch den wachsenden Druck und die Beeinträchtigung von Hirnarealen und müssen ärztlich abgeklärt werden. 

Kann eine Beule am Kopf ein Tumor sein?

Normalerweise ist eine Beule am Kopf kein Symptom eines Hirntumors, da Tumore unterhalb der Schädeldecke wachsen und diese nicht verdrängen können. Trotzdem sollten beulenartige Veränderungen ohne erkennbare Ursache medizinisch abgeklärt werden, um schwerwiegende Probleme auszuschliessen.

Kann man einen Tumor ertasten?

Ja, Tumore können sich durch verschiedene Empfindungen bemerkbar machen, oft als tastbare Knoten, Verhärtungen oder Schwellungen unter der Haut, aber auch durch anhaltende Schmerzen, Druck oder neurologische Symptome wie Kribbeln, wenn sie auf Nerven drücken; allerdings verursachen viele Tumore, besonders in frühen Stadien, oft gar keine Beschwerden, weshalb Selbstbeobachtung und Früherkennung wichtig sind. 

Wie findet man heraus, ob man einen Tumor im Kopf hat?

Man erkennt einen Hirntumor an unspezifischen, aber oft wiederkehrenden Symptomen wie neuen, starken Kopfschmerzen (besonders nachts), Übelkeit/Erbrechen, epileptischen Anfällen sowie neurologischen Ausfällen (Lähmungen, Sprach- und Sehstörungen, Schwindel, Vergesslichkeit) und Persönlichkeitsveränderungen. Da diese Anzeichen auch andere Ursachen haben können, ist bei Verdacht immer ein Arztbesuch zur genauen Diagnose mittels bildgebender Verfahren wie MRT oder CT nötig.
 

Plötzlich hatte ich einen Tumor im Kopf - Meine Patientengeschichte | Asklepios

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Was sind Symptome eines Tumors im Kopf?

Die Kopfschmerzen können zusätzlich von Übelkeit und Erbrechen begleitet sein. Weitere Anzeichen für einen Gehirntumor können Lähmungserscheinungen, Sehstörungen, Gefühlsstörungen, sowie Sprach-​ und Sprechstörungen, Koordinationsstörungen und Beeinträchtigungen des Reaktionsvermögens sein.

Wie lange kann ein Tumor im Kopf unbemerkt bleiben?

Ein Hirntumor kann über Monate oder sogar Jahre unbemerkt bleiben, insbesondere wenn er langsam wächst und anfangs keine oder nur unspezifische Symptome verursacht. Gutartige Tumoren oder niedriggradige Gliome werden oft erst zufällig bei Untersuchungen entdeckt.

Sind Krebsknoten hart oder weich?

Es handelt sich in der Regel um einen festen oder weichen Knoten mit einer normal glatten Oberfläche, einige Zentimeter im Durchmesser. Die meisten sind asymptomatisch und zeichnen sich durch eine Fettablagerung unter der Haut aus.

Welche Symptome treten bei Kopfkrebs auf?

Krebs im Kopfbereich umfasst verschiedene Tumoren (Hirntumore, Kopf-Hals-Tumore), die in Mundhöhle, Rachen, Kehlkopf oder Gehirn entstehen können und sich durch Symptome wie anhaltende Schmerzen, Heiserkeit, Schluckbeschwerden oder starke Kopfschmerzen äußern können. Risikofaktoren sind oft Rauchen, Alkoholkonsum und Infektionen (HPV), während Diagnose und Behandlung (OP, Strahlung, Chemo) von Spezialisten durchgeführt werden, um die spezifische Tumorart zu bekämpfen. Prävention umfasst den Verzicht auf Rauchen und gesunde Lebensweise.
 

Ist ein Tumor druckempfindlich?

Ja, ein Tumor kann wehtun, wenn man draufdrückt, aber oft entsteht der Schmerz nicht durch den Tumor selbst, sondern durch Druck auf umliegendes Gewebe, Nerven oder Knochen; das Druckgefühl kann dumpf, ziehend oder stechend sein und ist ein wichtigstes Symptom, das von einem Arzt abgeklärt werden muss. 

Was ist ein Knubbel am Kopf?

Ein Knubbel auf dem Kopf hat oft harmlose Ursachen wie Atherome (Grützbeutel) (verstopfte Talgdrüsen), die häufig auf der Kopfhaut vorkommen, oder Lipome (Fettgewebsknoten), die ebenfalls oft im Kopfbereich entstehen, aber auch durch Stöße verursachte Blutergüsse/Beulen. Selten können auch Entzündungen oder Tumore dahinterstecken, weshalb eine ärztliche Abklärung ratsam ist, besonders wenn der Knubbel wächst, schmerzt oder sich entzündet.
 

Was bedeutet es, wenn eine Beule am Kopf weich ist?

Eine weiche Beule am Kopf, besonders nach einem Sturz, kann ein Zeichen für einen Bluterguss (Hämatom) sein, der meist harmlos ist und mit Kühlen behandelt wird; ABER eine «schwappende», eindrückbare Beule ist ein Warnsignal für eine ernstere Verletzung, wie einen Schädelbruch, und erfordert sofort einen Arztbesuch oder Krankenhausbesuch, da auch innere Blutungen oder eine Gehirnerschütterung möglich sind. Kühlen Sie bei leichten Beulen sofort die Stelle, aber bei Unsicherheit oder zusätzlichen Symptomen (Erbrechen, Schläfrigkeit, Bewusstlosigkeit) immer medizinische Hilfe suchen. 

Wie macht sich Hautkrebs am Kopf bemerkbar?

Hautkrebs auf der Kopfhaut äußert sich oft als nicht heilende Wunden, schuppige oder verkrustete Stellen, glänzende Knötchen, rote Flecken oder dunkle Flecken mit unregelmäßigen Rändern, die jucken, bluten oder sich verändern können, wobei sich Basaliome oft als perlmuttartige Knoten und Melanome als dunkle Flecken zeigen, die wachsen und ungleichmäßig gefärbt sind. Da die Kopfhaut schwer selbst zu untersuchen ist, sind regelmäßige Kontrollen beim Arzt oder sogar durch den Friseur wichtig. 

Ist eine Beule am Kopf ein Symptom eines Hirntumors?

Eine sichtbare Beule am Kopf ist normalerweise keine direkte Folge eines Hirntumors, da Hirntumore im Schädelinneren wachsen und Druck auf das Gehirn ausüben, was zu Symptomen wie Kopfschmerzen, Sehstörungen oder Anfällen führt, während eine Beule meist durch Verletzungen (Bluterguss) entsteht. Seltene Ausnahmen können gutartige Meningeome sein, die aus der Hirnhaut wachsen und manchmal eine tastbare Schwellung bilden, wenn sie groß genug sind, aber auch andere Tumore können Schwellungen verursachen. Wichtig ist: Jede unerklärliche Schwellung oder neue neurologische Symptome sollten ärztlich abgeklärt werden, da die Ursachen vielfältig sind, aber eine echte Beule am Kopf meist harmloser ist als ein Tumor im Gehirn. 

Kann man einen Tumor fühlen?

Ja, Tumore können sich durch verschiedene Empfindungen bemerkbar machen, oft als tastbare Knoten, Verhärtungen oder Schwellungen unter der Haut, aber auch durch anhaltende Schmerzen, Druck oder neurologische Symptome wie Kribbeln, wenn sie auf Nerven drücken; allerdings verursachen viele Tumore, besonders in frühen Stadien, oft gar keine Beschwerden, weshalb Selbstbeobachtung und Früherkennung wichtig sind. 

Wie lange dauert eine Tumor-OP am Kopf?

Eine Hirntumor-OP dauert meistens zwischen 3 und 7 Stunden, kann aber je nach Tumorgröße, -lage und Komplexität auch deutlich länger dauern, da tiefsitzende Tumore oder solche in der Nähe wichtiger Gehirnstrukturen mehr Zeit benötigen. Während manche Eingriffe vier Stunden dauern, können andere, insbesondere komplexere Fälle, acht Stunden oder mehr in Anspruch nehmen.
 

Wie merke ich, ob ich einen Tumor im Kopf habe?

Hirntumor-Symptome sind vielfältig und hängen von Lage und Größe ab, umfassen aber oft neuartige, starke Kopfschmerzen (besonders morgens), Übelkeit, Erbrechen, Schwindel, Sehstörungen, Sprach- oder Bewegungsstörungen (Lähmungen), epileptische Anfälle sowie Persönlichkeits- oder kognitive Veränderungen wie Vergesslichkeit, Konzentrationsschwäche oder Verwirrung; neu auftretende neurologische Probleme sollten immer ärztlich abgeklärt werden.
 

Wie habt ihr euren Hirntumor bemerkt?

Betroffene von Hirntumoren berichten oft von unspezifischen, schleichenden Symptomen wie Kopfschmerzen (besonders morgens), Übelkeit/Erbrechen, aber auch neurologischen Ausfällen wie Sprach-, Koordinations- oder Sehstörungen, Epilepsie, Gefühlsstörungen, Gedächtnis- oder Konzentrationsproblemen (Brain Fog) und Persönlichkeitsveränderungen; da diese Symptome auch viele andere Ursachen haben können, ist eine frühe ärztliche Abklärung entscheidend, besonders wenn sie neu, ungewohnt oder stark sind, wie die Deutsche Hirnstiftung und das Universitätsklinikum Münster betonen.
 

Welchem Alter tritt ein Hirntumor auf?

Hirntumore können in jedem Alter auftreten, haben aber zwei Häufigkeitsschwerpunkte: bei Kindern (oft gutartige Gliome und Medulloblastome) und bei älteren Erwachsenen (oft Glioblastome und Meningeome), mit einem Gipfel meist zwischen 45-70 Jahren. Das Durchschnittsalter der Diagnose für bösartige Tumore liegt in Deutschland um die 62 Jahre. Männer sind häufiger betroffen, aber bestimmte Tumore wie Meningeome sind bei Frauen häufiger.
 

Ist ein Tumor fest oder beweglich?

Tumorzellen sind außerordentlich beweglich und „geschickt“, wenn es darum geht, in gesundes Gewebe einzudringen und Metastasen zu bilden: Sie passen sich der jeweiligen Beschaffenheit des Gewebes an, indem sie ihre Form ständig verändern.

Welche Merkmale hat ein bösartiger Tumor?

Maligne Tumore (Krebs) zeigen sich oft durch unspezifische Warnsignale wie unerklärlichen Gewichtsverlust, anhaltende Müdigkeit, Fieber, Nachtschweiß und Appetitlosigkeit, sowie lokale Symptome wie Tastbare Knoten, anhaltende Schmerzen, Blutungen (Stuhl, Urin, bei Frauen nach den Wechseljahren) oder Veränderungen von Muttermalen und Wunden. Auch chronischer Husten, Schluckbeschwerden, Verdauungsstörungen (Verstopfung/Durchfall) oder neurologische Ausfälle können Warnzeichen sein, die ärztlich abgeklärt werden müssen. 

Was ist ein harter, beweglicher Knubbel unter der Haut?

Ein harter, verschiebbarer Knubbel unter der Haut ist oft ein harmloses Lipom (Fettgeschwulst), das sich weich und gummiartig anfühlt und leicht beweglich ist. Seltener kann es sich um andere gutartige Wucherungen handeln, aber auch entzündliche Prozesse wie bei Rheumaknoten oder vergrößerte Lymphknoten bei Infektionen sind möglich, wobei letztere oft schmerzhaft und nicht so gut verschiebbar sind. Bei Unsicherheit oder wenn der Knoten wächst, schmerzt oder sich verhärtet, sollte ein Arzt (Hautarzt) aufgesucht werden, um eine genaue Diagnose zu stellen.
 

Wie kann man einen Hirntumor ausschließen?

Bei Verdacht auf einen Hirntumor muss eine Bildgebung des Gehirns veranlasst werden. Zur besonders exakten Darstellung des Gehirns eignet sich die Magnetresonanztomografie (MRT). Sie wird durch die Gabe von Kontrastmittel ergänzt.

Wo hat man Schmerzen bei einem Hirntumor?

Schmerzen bei einem Hirntumor sind oft diffuse Kopfschmerzen, die besonders nachts und früh morgens schlimmer sind, oft mit Übelkeit und Erbrechen einhergehen und auf Schmerzmittel schlechter ansprechen. Der Schmerz kann dumpf sein, sich durch Husten/Niesen verstärken und durch den erhöhten Druck im Schädel verursacht werden, der auch zu Lähmungen, Sehstörungen oder Koordinationsproblemen führen kann, je nach Tumor-Lage. 

Wie wahrscheinlich ist ein Tumor im Kopf?

Hirntumore sind relativ selten und machen nur etwa 1,5–2 % aller Krebserkrankungen aus, mit jährlich ca. 8.000 Neudiagnosen in Deutschland für primäre Tumore, wobei Hirnmetastasen häufiger sind. Die Wahrscheinlichkeit steigt mit dem Alter (häufig bei 50–70-Jährigen) und auch bei Kindern, wo sie nach Leukämie die zweithäufigste Krebsart sind, aber insgesamt sind die meisten Hirntumore gutartig. Ursachen sind oft unbekannt, wobei Zufall eine Rolle spielt, während Risikofaktoren wie Handy-Nutzung oder Stress nicht belegt sind.