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Kann man als Zivi eingezogen werden?

Gefragt von: Änne Janßen-Böttcher  |  Letzte Aktualisierung: 4. November 2026
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Ja, Zivildienstleistende können im Spannungs- und Verteidigungsfall eingezogen werden, allerdings nicht zum Waffendienst, sondern zu einem zivildienstähnlichen Dienst (Ersatzdienst) in Bereichen wie Luftschutz, Feuerlöschdienst und der Blindgängerentschärfung, da ihr Gewissensschutz bestehen bleibt, aber der Staat eine Dienstleistung benötigt. Diese Heranziehung gilt auch für ehemalige Zivildiener bis zum Alter von 50 Jahren, wenn ein dringender Bedarf besteht, da der Zivildienst als „Kriegsdienst mit der Waffe“ anerkannt wurde.

Kann ich als Zivildienstleistender eingezogen werden?

Der BGH hat am 16.1.2025 einen Beschluss gefasst, der sich folgendermaßen zuspitzen lässt: Im Kriegsfall kann das Grundrecht auf Kriegsdienstverweigerung aus Art. 4 Abs. 3 GG ausgesetzt werden. Eine Verfassungsänderung ist hierfür nach Auffassung des BGH nicht nötig.

Können Zivilisten zum Wehrdienst eingezogen werden?

Fast alle männlichen US-Bürger und männlichen Einwanderer zwischen 18 und 25 Jahren müssen sich beim Selective Service registrieren . Wichtig zu wissen ist, dass die Registrierung nicht automatisch zur Einberufung zum Militärdienst führt.

Kann ich im Kriegsfall zum Wehrdienst gezwungen werden?

Ja, grundsätzlich kann man im Kriegsfall zum Wehrdienst gezwungen werden, aber das Grundgesetz schützt die Kriegsdienstverweigerung aus Gewissensgründen nach Art. 4 Abs. 3 GG, wobei umstritten ist, ob dies auch im äußersten Verteidigungsfall gilt; ein aktuelles BGH-Urteil legt nahe, dass dieses Recht eingeschränkt werden könnte, obwohl das Recht selbst bestehen bleibt und eine Verweigerung einen alternativen Zivildienst nach sich ziehen kann. 

Wer würde im Kriegsfall eingezogen werden?

Im Kriegsfall (Verteidigungsfall) werden in Deutschland grundsätzlich alle wehrpflichtigen Männer (18 bis 60 Jahre) zum Dienst in den Streitkräften oder zu zivilen Ersatzleistungen verpflichtet, sowie Frauen zu Dienstleistungen in zivilen Sanitäts- und Heileinrichtungen, wenn die Wehrpflicht aktiviert wird, wobei die genauen Details durch das Wehrpflichtgesetz und das Grundgesetz (Art. 12a) geregelt sind. Auch Ungediente und Reservisten können einberufen werden, und es besteht die Möglichkeit der Kriegsdienstverweigerung, die dann zu einem zivilen Ersatzdienst führt, aber eine Totalverweigerung ist nicht möglich.
 

Kann ich im Kriegsfall zum Wehrdienst gezwungen werden? - Nutzerfrage | Anwalt Christian Solmecke

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Wer muss Deutschland im Kriegsfall verteidigen?

Im Kriegsfall verteidigt Deutschland sich durch die Bundeswehr als militärische Komponente und durch die zivile Verteidigung, die alle Bürger einbezieht und auf zivile Hilfeleistungen setzt, wobei die Wehrpflicht für Männer reaktiviert wird und auch für Frauen Dienstleistungen im Gesundheitswesen möglich sind. Die Entscheidung für den Verteidigungsfall trifft der Bundestag, aber im Ernstfall kann der Gemeinsame Ausschuss als Ersatzparlament agieren, und der Bundeskanzler wird Oberbefehlshaber. 

Wer kann nicht eingezogen werden?

Bestimmte gewählte Amtsträger sind vom Wehrdienst befreit, solange sie ihr Amt innehaben. Veteranen sind in der Regel vom Wehrdienst in Friedenszeiten befreit. Einwanderer und Doppelstaatsangehörige können in bestimmten Fällen je nach Wohnsitz und Staatsangehörigkeit vom US-Militärdienst befreit sein.

Was passiert, wenn man sich weigert, in den Krieg zu ziehen?

Wenn man den Kriegsdienst in Deutschland verweigert, muss man einen Antrag auf Kriegsdienstverweigerung (KDV) stellen, der auf Gewissensgründen beruhen muss; bei erfolgreicher Anerkennung wird man zum Zivildienst herangezogen (oder im Spannungs-/Verteidigungsfall zu unbefristetem zivilen Dienst), bei Ablehnung kann man Widerspruch einlegen und klagen; wer den Dienst ohne Anerkennung (oder bei Ablehnung und ohne Klage) verweigert, riskiert Strafen wie Geld- oder Freiheitsstrafen bis zu fünf Jahren wegen Fahnenflucht oder Wehrdienstentziehung, da der Antragsprozess durchlaufen und eine Musterung absolviert werden muss. 

Werden Menschen gezwungen, in Kriegen zu kämpfen?

Die Wehrpflicht wird in den Vereinigten Staaten seit 1973 nicht mehr durchgesetzt .

Kann ich im Kriegsfall Deutschland verlassen?

Nein, im Kriegs- oder Verteidigungsfall dürfen deutsche Männer (bis 60 Jahre) Deutschland nicht ohne Erlaubnis der Bundeswehr verlassen; dies gilt auch für die Auswanderung, und wer sich bereits im Ausland befindet, muss möglicherweise zurückkehren, da das Recht auf Kriegsdienstverweigerung im Ernstfall eingeschränkt werden kann. Die Ausreise erfordert eine Zustimmung des Karrierecenters der Bundeswehr, andernfalls drohen rechtliche Probleme. 

Dürfen Zivilisten am Krieg teilnehmen?

Zivilisten, die sich an Kampfhandlungen beteiligen, gelten als unrechtmäßige Kombattanten und verlieren ihren Schutz vor Angriffen . Ein Zivilist unterscheidet sich geringfügig von einem Nichtkombattanten, da einige Nichtkombattanten keine Zivilisten sind (beispielsweise Militärgeistliche oder Militärangehörige, die in einem neutralen Land dienen).

Wann wurden zuletzt Zivilisten eingezogen?

Die Wehrpflicht wurde von 1948 bis 1973 sowohl in Friedens- als auch in Kriegszeiten fortgeführt, bis Präsident Richard M. Nixon ein Gesetz unterzeichnete, das die Wehrpflicht offiziell beendete. Die Registrierungspflicht beim Selective Service wurde später im April 1975 ausgesetzt.

Wer wird nicht zum Wehrdienst eingezogen?

Von der Wehrpflicht in Deutschland sind bestimmte Gruppen auf Antrag befreit, darunter Geistliche, schwerbehinderte Menschen und Männer, die verheiratet sind, eine eingetragene Lebenspartnerschaft führen oder die elterliche Sorge für ein Kind haben; zudem gibt es Befreiungen für bestimmte familiäre Härtefälle, wie wenn alle Brüder im Krieg gefallen sind, und spezielle Regelungen für Studierende und Personen, die bereits einen anderen Wehrdienst geleistet haben. Seit 2026 wird die Wehrpflicht wieder eingeführt, betrifft aber zunächst nur Musterungen und die Einbeziehung von Männern. 

Wohin kann man flüchten, wenn in Deutschland Krieg ist?

Bei einem Krieg in Deutschland würden viele versuchen, in als sicher geltende Länder mit politischer Stabilität und geografischer Abgeschiedenheit zu fliehen, wie Neuseeland, Island, die Schweiz, Österreich oder Teile von Südamerika (Paraguay, Uruguay, Chile), aber auch Kanarische Inseln/Madeira werden genannt, während andere versuchen, innerhalb Deutschlands in Schutzräume wie Keller oder U-Bahnhöfe zu flüchten oder sich an Hilfsorganisationen wie DRK, Caritas oder Johanniter zu wenden. Die Realität der Flucht hängt stark von den Möglichkeiten ab: Viele suchen Schutz in sicheren Nachbarländern oder in weiter entfernten Staaten, während andere auf staatliche oder NGO-Hilfe innerhalb Deutschlands angewiesen sind. 

Was verdient ein Zivilangestellter bei der Bundeswehr?

Das Gehalt bei der zivilen Bundeswehr hängt stark von der Laufbahn (einfach, mittel, gehoben, höher) und der genauen Tätigkeit ab, wird aber nach dem öffentlichen Dienst (TVöD) gezahlt; es reicht von rund 2.700 € (einfacher Dienst) bis 4.600 € oder mehr (höherer Dienst) brutto monatlich für Tarifbeschäftigte, wobei je nach Beruf (z.B. Fachinformatiker, Pflegekraft) und Erfahrung auch spezifische Entgeltgruppen (EG) gelten, die monatlich 2.700 € bis 3.800 € oder mehr brutto bedeuten können. 

Wie kann ich den Wehrdienst ablehnen?

Um den Wehrdienst abzulehnen, müssen Sie einen schriftlichen Antrag auf Kriegsdienstverweigerung (KDV) mit persönlicher Begründung und Lebenslauf beim Karrierecenter der Bundeswehr einreichen, um die Anerkennung als Kriegsdienstverweigerer aus Gewissensgründen zu erwirken. Dieser Antrag kann jederzeit gestellt werden, auch vorsorglich vor der Einberufung oder Musterung, wird aber erst nach einer positiven Musterung bearbeitet. Grundgesetz (Art. 4 Abs. 3) garantiert das Recht auf Verweigerung aus Gewissensgründen, was im Verteidigungsfall zu einem zivilen Ersatzdienst führt.
 

Werden Männer im Kriegsfall eingezogen?

Sie gilt nur dann, wenn der Deutsche Bundestag den Verteidigungsfall nach Art. 115a des Grundgesetzes festgestellt hat – also die Bundesrepublik angegriffen wird oder ein solcher Angriff „unmittelbar droht“. Dann können Männer zwischen 18 und 60 Jahren zum Wehrdienst eingezogen werden.

Warum kämpfen wir?

"Wofür wir kämpfen" (Wofür wir kämpfen) ist ein vielschichtiger Begriff, der je nach Kontext für grundlegende Werte wie Freiheit, Demokratie, Gerechtigkeit, Umweltschutz, soziale Sicherheit, Gesundheit, Frieden, Familienförderung und die Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen wie Digitalisierung, Klimawandel und Migration steht, wie die Positionen der Grünen zeigen. Es kann sich auch auf spezifische Kämpfe beziehen, wie die Erlebnisse von Soldatenfamilien, wie in einem Buch von Tino Käßner beschrieben. 

Wie wird man im Kriegsfall nicht eingezogen?

Um den Kriegsdienst zu verweigern, müssen Sie einen schriftlichen Antrag auf Kriegsdienstverweigerung aus Gewissensgründen beim zuständigen Karrierecenter der Bundeswehr stellen, dies muss eine detaillierte Begründung und einen Lebenslauf enthalten und beruft sich auf Ihr Recht nach Artikel 4 Abs. 3 Grundgesetz; das Verfahren wird dann an das Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA) zur Entscheidung weitergeleitet. 

Wie hoch ist die Suizidrate bei der Bundeswehr?

Aus den ausgewerteten Daten der Suizide innerhalb der Bundeswehr im Zeitraum 2010–2014 ist festzustellen, dass die Anzahl der Suizide leicht steigt. Hier wird eine durchschnittliche Suizidziffer von 10,2 erreicht.

Welche Berufe müssen nicht in den Krieg?

Im Kriegsfall werden in Deutschland prinzipiell alle wehrpflichtigen Männer eingezogen, aber Berufe im Bereich Gesundheit (Ärzte, Pflegekräfte), Bildung (Lehrer, Erzieher), kritische Infrastruktur (Strom, Wasser, Telekommunikation), Verwaltung, Landwirtschaft, Lebensmittelversorgung, sowie Handwerksberufe und spezielle technische Berufe (z.B. IT) können zu einer Zurückstellung führen, da sie für das Funktionieren des Staates unerlässlich sind; auch eine offizielle Kriegsdienstverweigerung aus Gewissensgründen ist möglich, was zu Ersatzdienstleistungen führen kann. 

Kann man verweigern, eingezogen zu werden?

Der Antrag auf Kriegsdienstverweigerung kann sowohl von aktiven Soldatinnen und Soldaten, als auch von Reservistinnen und Reservisten sowie Ungedienten, also männlichen Staatsbürgern, die gemäß Wehrpflichtgesetz zum Kriegsdienst herangezogen werden könnten, gestellt werden.

Können Ausgemusterte im Kriegsfall eingezogen werden?

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hat durchgesetzt, dass ganze Jahrgänge gemustert werden zwecks Einschätzung der Wehrfähigkeit, um „im Verteidigungsfall wirklich handlungsfähig sein zu können und wirklich zu wissen, wer ist denn überhaupt in der Lage, eingezogen zu werden“.

Wer ist nicht Wehrdienstfähig?

1. wer vorübergehend nicht wehrdienstfähig ist, 2. wer, abgesehen von den Fällen des § 10, Freiheitsstrafe, Strafarrest, Jugendstrafe oder Jugendarrest verbüßt, sich in Untersuchungshaft befindet oder nach § 63 des Strafgesetzbuches in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht ist.

Was tun, wenn in Deutschland Krieg ausbricht?

Wenn in Deutschland Krieg ausbricht, sind sofortige Schutzmaßnahmen wichtig: Informieren Sie sich über Warn-Apps und Nachrichtenquellen, suchen Sie Schutz in Kellern oder Tiefgaragen, halten Sie einen Notvorrat (Wasser, Lebensmittel, Medikamente, Dokumente) bereit und haben Sie ein gepacktes Notgepäck mit Kleidung für die ersten Tage griffbereit, da der Staat Grundrechte einschränken kann, um die Verteidigung zu gewährleisten, was auch eine Dienstleistungspflicht für alle Bürger bedeuten kann.
 

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