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Kann man als Vater Taufpate sein?

Gefragt von: Herr Prof. Dr. Oliver Göbel  |  Letzte Aktualisierung: 18. Januar 2026
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Nein, ein Vater kann nicht gleichzeitig Taufpate seines eigenen Kindes sein, da das Patenamt eine Art „geistliche Patenschaft“ darstellt, die eine von den Eltern unabhängige Bezugsperson sein soll, die das Kind im Glauben begleitet, aber die kirchlichen Regeln sehen vor, dass die Paten selbst getauft und Mitglied einer Kirche sein müssen und oft aus einer anderen Familie stammen, um eine neutrale Patenschaft zu gewährleisten.

Kann ein Vater Taufpate sein?

Nein, der leibliche Vater kann nicht Taufpate sein, weder in der katholischen noch in der evangelischen Kirche, da die Eltern per Definition nicht Pate ihrer eigenen Kinder werden können; aber er kann natürlich eine wichtige Rolle als "Pate" im weiteren Sinne spielen, z.B. als Taufzeuge (evangelisch) oder enge Bezugsperson, die das Kind im Glauben begleitet. 

Was sind stille Taufpaten?

die nicht getauft und gefirmt sind Paten werden, so können diese als Taufzeugen oder sogenannte stille Paten benannt werden.

Kann die eigene Mutter Taufpaten sein?

Darum sollte es sich im Idealfall um enge Bezugspersonen aus dem direkten Umfeld der jungen Familie handeln. Die Eltern des Kindes selbst können keine Paten werden. In den meisten Fällen wählen Paare darum auch ihre Geschwister oder besten Freunde aus.

Ist es möglich, ein Patenamt zu entziehen?

Eine Patenschaft (besonders eine kirchliche Taufpatenschaft) kann nicht einfach aberkannt werden, da sie rechtlich keine Bindung schafft, aber ein kirchliches Amt ist; man kann sie aber selbst beenden oder die Kirche bitten, das Amt ruhen zu lassen, insbesondere wenn der Pate aus der Kirche austritt, während bei Kinder- oder Projektpatenschaften eine Kündigung oft formlos möglich ist. Die Entscheidung liegt meist bei den Eltern, wenn die Beziehung zum Paten nicht mehr stimmt, aber die Kirche kann einen Paten nicht einfach streichen; der Pate kann jedoch das Amt niederlegen. 

Was braucht es um Taufpatin, Taufpate zu sein?

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Wann erlischt das Patenamt?

Das Patenamt endet offiziell mit dem eigenständigen „Ja“ zur Taufe durch die Jugendliche / den Jugendlichen bei der Konfirmation. Die besondere Beziehung zwischen Patenkind und Patin / Paten besteht aber oft weiter. Tritt ein Pate oder eine Patin aus der Kirche aus, ruht das Patenamt.

Was kostet der Wiedereintritt in die Kirche?

Der Wiedereintritt in die katholische oder evangelische Kirche ist kostenlos, es fallen keine direkten Gebühren an. Die Hauptkosten entstehen durch die anschließende Kirchensteuer, die vom Staat eingezogen wird, wenn Sie steuerpflichtig sind (ca. 8-9% der Einkommensteuer). Für die Zeit, in der Sie ausgetreten waren, müssen Sie keine Steuern nachzahlen. 

Wer ist der Taufpate, der 1 oder 2 Pate sein sollte?

In der Regel werden zwei Taufpaten benötigt, wobei ein Pate/eine Patin evangelisch sein sollte. Pate kann jeder/jede werden, wer getauft und konfirmiert ist und einer christlichen Konfession angehört.

Wie viel kostet eine Taufe?

Eine kirchliche Taufe ist für Gemeindemitglieder meist kostenlos, da Sakramente nicht verkauft werden dürfen; Kosten können aber für freiwillige Spenden (z. B. 50 €) oder zusätzliche Leistungen (Organist, Küster) entstehen, besonders wenn man einen Sondertermin wünscht. Die eigentlichen Kosten fallen bei der anschließenden Feier (Raum, Essen, Deko, Taufkleidung, Kerze, ca. 40-100 €) und für Taufgeschenke (20-150 € je nach Verwandtschaft) an, während eine freie Taufe mit Redner zwischen 700 und 1.200 € kosten kann.
 

Was bedeutet es, wenn das Patenamt ruht?

Ende des Patenamtes

Tritt ein Pate oder eine Patin aus der Kirche aus, ruht das Patenamt. Eine vorzeitige Beendigung des Patenamtes ist dann möglich, wenn der Pate oder die Patin aus eigenem Wunsch und vertretbaren Gründen um die Entbindung von dem Amt bittet.

Kann ich trotz Kirchenaustritt Taufpate werden?

Wenn ein Taufpate aus der Kirche austritt, kann er offiziell nicht mehr Pate sein, da das Amt die Zugehörigkeit zu einer christlichen Kirche voraussetzt, aber oft bleibt die symbolische Patenschaft bestehen, wobei Eltern in Absprache mit dem Pfarrer zusätzliche Paten (Taufzeugen) ernennen können, die auch ohne Kirchenmitgliedschaft wirken dürfen, um das Kind im Glauben zu begleiten, aber der „offizielle“ Status ruht.
 

Wen sollte man als Pate wählen?

In vielen Kreisen ist es an sich üblich, den Onkel oder die Tante des Täuflings als Paten bzw. Patin zu wählen. Es ist allerdings nicht zwingend notwendig, ein Familienmitglied mit dieser Verpflichtung zu betrauen.

Kann ich Patentante werden, wenn ich nicht gefirmt bin?

Stimmt es, dass ich nicht Taufpate/-patin sein darf, wenn ich nicht gefirmt bin? Ja und Nein! Tatsächlich sieht das Kirchenrecht vor, dass nur ein gefirmter Christ Taufpate sein kann. In der Praxis wird jedoch zwar nach der Taufe, aber in der Regel nicht nach der Firmung gefragt.

Wie oft darf man Taufpate sein?

In der katholischen Kirche kann der Pate bei der Firmung entweder bestätigt oder neu bestellt werden. Dann gilt das Amt lebenslang. In der evangelischen Kirche endet das Patenamt offiziell mit der Konfirmation.

Ist es möglich, Taufpate zu werden, obwohl man nicht in der Kirche ist?

Da das Patenamt mit der Verantwortung einhergeht, den Glauben des Kindes an Gott zu stärken, gilt grundsätzlich: Wer nicht getauft ist, keiner christlichen Kirche angehört oder ausgetreten ist, kann nicht Taufpate werden. Taufpate trotz Kirchenaustritt werden ist somit nicht möglich.

Wann ist der richtige Zeitpunkt, um ein Baby zu taufen?

Babys werden oft im Alter von drei bis acht Monaten getauft, aber es gibt kein festes Alter; eine Taufe ist prinzipiell lebenslang möglich, wobei viele Eltern warten, bis das Kind die Taufe selbst miterleben kann, oder erst im Schulalter bei der Kommunion/Konfirmation getauft wird, besonders in der evangelischen Kirche, wo die Taufe bis 14 Jahre möglich ist. Traditionell geschieht die Taufe früh, um das Kind in die Gemeinschaft aufzunehmen, aber neuere Trends sehen auch eine Taufe im Kindergarten- oder sogar Erwachsenenalter vor.
 

Wie viel Geld kriegt man bei einer Taufe?

Zur Taufe schenkt man je nach Nähe zum Kind und eigener finanzieller Situation unterschiedlich viel Geld: Paten und Großeltern geben oft 50 bis 150 €, enge Verwandte (Tanten/Onkel) 50 bis 100 €, Freunde 20 bis 50 €, und Bekannte oder Nachbarn meist 10 bis 20 €. Der ideelle Wert und der persönliche Bezug sind wichtiger als die Höhe des Betrags.
 

Ist Taufen kostenlos?

Grundsätzlich ist die Taufe kostenlos. Nur wenn Sie besonderen Blumenschmuck oder besondere musikalische Einlagen wünschen, entstehen Ihnen eventuell Kosten.

Wie viel sollte man der Kirche bei einer Taufe spenden?

Bei einer Taufe gibt es keine festen Spendenbeträge, aber üblich sind Geldgeschenke an das Kind (oft 20-150€, je nach Verwandtschaftsgrad), während für die Kirche selbst eine kleine „Kollekte“ oder eine freiwillige Spende für den Pfarrer/Organist angemessen ist, falls Kosten anfallen (oft 50-200€, aber nicht obligatorisch), da das Sakrament an sich kostenlos ist. 

Kann der Vater Taufpate sein?

Nein, der leibliche Vater kann nicht Taufpate sein, weder in der katholischen noch in der evangelischen Kirche, da die Eltern per Definition nicht Pate ihrer eigenen Kinder werden können; aber er kann natürlich eine wichtige Rolle als "Pate" im weiteren Sinne spielen, z.B. als Taufzeuge (evangelisch) oder enge Bezugsperson, die das Kind im Glauben begleitet. 

Was ist eine stille Taufpate?

zur Patentante erklären, die nicht gläubig sind oder keine Konfirmation oder Firmung gefeiert haben, so können sie Taufzeugen oder stille Paten für ihr Kind benennen. Trotz dessen muss immer noch wenigstens ein von der Kirche zugelassener Taufpate gewählt werden.

Wann sollte man die Patentante fragen?

die Patentante in Spe zu den unterschiedlichsten Zeitpunkten fragen. Du kannst die Paten beispielsweise noch vor der Geburt auswählen oder die Verkündung, dass das Baby auf dem Weg ist, mit der Frage verbinden. Oder Du fragst die zukünftige Patentante oder den zukünftigen Patenonkel mit bzw. durch das Baby.

Was ist der Nachteil, wenn man aus der Kirche austritt?

Nachteile eines Kirchenaustritts sind der Verlust sozialer Bindungen und Gemeinschaft, der Wegfall kirchlicher Leistungen (z.B. Patenschaften, kirchliche Trauungen, kirchliche Bestattungen), mögliche Kritik im sozialen Umfeld, sowie eingeschränkte Jobchancen bei kirchlichen Trägern, obwohl man in der Regel weiterhin Gottesdienste besuchen kann, aber keine Sakramente mehr empfängt. Die formalen Schritte sind mit einem Gang zum Amt und einer kleinen Gebühr verbunden.
 

Bin ich noch evangelisch, wenn ich aus der Kirche ausgetreten bin?

Vielleicht sogar gottlos? Die Antwort ist: Du bist zumindest konfessionslos bzw. konfessionsfrei, wenn du aus der Kirche ausgetreten bist. Das heißt, du gehörst keiner Religionsgemeinschaft an, bekennst dich also zu keinem Glauben.

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