Kann ich trotz Impfung an Gürtelrose erkranken?
Gefragt von: Otto Heim | Letzte Aktualisierung: 23. Juli 2026sternezahl: 4.4/5 (6 sternebewertungen)
Ja, man kann auch trotz Impfung Gürtelrose (Herpes zoster) bekommen, aber das Risiko wird deutlich reduziert und der Verlauf ist oft milder, mit geringerem Risiko für Langzeitschmerzen. Die Impfung schützt nicht zu 100 %, aber sie ist sehr wirksam (rund 90% bei Totimpfstoffen), selbst wenn man schon einmal Gürtelrose hatte oder Windpocken hatte, ohne es zu wissen, denn die Impfung minimiert das Risiko für erneute Erkrankungen und schwere Komplikationen.
Kann man Gürtelrose trotz Impfung noch mal bekommen?
Eine Gürtelrose kann wiederholt auftreten. Daher ist die Impfung mit dem empfohlenen Impfstoff (Totimpfstoff) auch sinnvoll, wenn jemand bereits an einer Gürtelrose erkrankt war. So kann das Risiko für weitere Erkrankungen verringert werden. Die Impfung ist allerdings nicht für die Behandlung der Gürtelrose geeignet.
Was sind die ersten Anzeichen von Gürtelrose?
Die ersten Anzeichen von Gürtelrose sind oft brennende, stechende Schmerzen, Kribbeln oder Taubheitsgefühle auf einer Körperseite, die Tage vor einem sichtbaren Ausschlag auftreten können, begleitet von grippeähnlichen Symptomen wie Fieber, Kopfschmerzen und allgemeinem Unwohlsein, bevor sich der charakteristische einseitige Bläschenausschlag entwickelt, der sich wie ein Gürtel ausbreitet.
Kann man sich mit Gürtelrose anstecken, wenn man geimpft ist?
Ja, man kann sich trotz Impfung mit Gürtelrose (Herpes Zoster) anstecken, aber das Risiko ist deutlich reduziert, da die Impfung den Ausbruch der schmerzhaften Gürtelrose verhindert oder abmildert; geimpfte Personen können sich jedoch bei jemandem mit Gürtelrose über die Bläschenflüssigkeit mit dem Varizella-Zoster-Virus anstecken, bekommen dann aber meist Windpocken (falls sie die noch nicht hatten oder nicht dagegen geimpft sind), nicht Gürtelrose. Die Impfung schützt vor der Reaktivierung der latent vorhandenen Viren, aber der Schutz ist nicht 100%ig.
Wie lange schützt eine Impfung gegen Gürtelrose?
Eine Gürtelrose-Impfung mit dem modernen Totimpfstoff bietet langfristigen Schutz, der nach 10 Jahren noch bei über 70 % liegt und voraussichtlich noch länger anhält; Auffrischungen sind derzeit noch nicht empfohlen, aber die Forschung läuft, wobei die Wirksamkeit mit der Zeit leicht abnehmen kann, aber über mindestens ein Jahrzehnt hoch bleibt.
Impfung schützt vor Gürtelrose
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Kann ich nach einer Impfung trotzdem noch Gürtelrose bekommen?
Die Gürtelroseimpfung ist hochwirksam. Dennoch können manche Menschen nach der Impfung an Gürtelrose erkranken . Betroffene haben in der Regel mildere Symptome und eine kürzere Krankheitsdauer. Auch das Risiko für Komplikationen wie Postzosterneuralgie ist geringer.
Bin ich nach überstandener Gürtelrose immun?
Nein, eine überstandene Gürtelrose macht nicht vollständig immun, auch wenn die Wahrscheinlichkeit einer erneuten Erkrankung (Rezidiv) geringer ist und bei gesunden Erwachsenen oft nur bei 1-3 % liegt; jedoch können Sie die Gürtelrose erneut bekommen, besonders mit zunehmendem Alter oder bei geschwächtem Immunsystem, weshalb eine Impfung nach Abklingen der Gürtelrose zur Prävention empfohlen wird.
Wie äußert sich Gürtelrose trotz Impfung?
Ja, Gürtelrose (Herpes Zoster) kann trotz Impfung auftreten, aber sie verläuft dann meist milder und mit weniger Komplikationen, da die Impfung das Risiko senkt. Symptome sind typischerweise brennender Schmerz, Juckreiz oder Taubheit, gefolgt von einem charakteristischen Hautausschlag mit Bläschen, oft einseitig im Bereich von Brust, Rücken oder Gesicht, begleitet von Fieber und Abgeschlagenheit.
Wie viel Prozent der über 60-Jährigen bekommen Gürtelrose?
Mehr als 95 Prozent der Personen ab 60 Jahren hatten bereits Windpocken und tragen dadurch das Virus in sich. Eine von drei Personen erkrankt im Laufe des Lebens an Gürtelrose. Höheres Alter und chronische Erkrankungen sind dabei wesentliche Risikofaktoren.
Welche Nachteile hat eine Gürtelrose-Impfung?
Die häufigsten Nachteile der Gürtelrose-Impfung sind vorübergehende Impfreaktionen wie Schmerzen, Rötung und Schwellung an der Einstichstelle sowie allgemeine Symptome wie Müdigkeit, Kopfschmerzen, Fieber oder Muskelschmerzen, die meist nach 1-3 Tagen abklingen. Schwere Nebenwirkungen sind selten; die Reaktionen zeigen an, dass das Immunsystem arbeitet.
Woran merke ich, ob ich an Gürtelrose leide?
Betroffene können Schmerzen, Juckreiz oder Kribbeln in dem Bereich verspüren, in dem sich der Ausschlag entwickeln wird . Dieses frühe Warnzeichen kann mehrere Tage vor dem Auftreten des Ausschlags auftreten. Auch Fieber kann vor dem Auftreten des Ausschlags auftreten.
Wie lange vorher kündigt sich eine Gürtelrose an?
Im Bereich der schmerzenden Hautpartie entwickeln sich zeitgleich mit den ersten Schmerzen oder bis zu 7 Tage später rötliche Hautausschläge (Flecken, Papeln), die sich alsbald in flüssigkeitsgefüllte Bläschen umwandeln. Sie stehen typischer Weise in kleinen Gruppen zusammen.
Was darf man bei Gürtelrose nicht machen?
Bei Gürtelrose sollte man die Bläschen nicht aufkratzen oder öffnen, keinen engen Kontakt zu immungeschwächten Personen, Schwangeren und Kindern haben, intensive Sonneneinstrahlung und starke körperliche Anstrengung meiden und die betroffenen Hautstellen abdecken, bis sie verkrustet sind, um die Ansteckung mit dem Windpockenvirus (Varizella-Zoster-Virus) zu verhindern. Auch auf Alkohol und bestimmte Lebensmittelzusätze sollte man verzichten und sich gut schonen.
Was sind die Vorboten einer Gürtelrose?
Gürtelrose kündigt sich mit Vorboten wie Kribbeln, Juckreiz, Taubheitsgefühlen und starken, brennenden Schmerzen in einem begrenzten Hautbereich an, oft begleitet von allgemeinem Unwohlsein, Fieber und Abgeschlagenheit. Nach 2-3 Tagen entwickelt sich ein einseitiger, gürtelförmiger Hautausschlag mit roten Flecken und Bläschen, die mit Flüssigkeit gefüllt sind und Schmerzen verursachen können, bevor sie verkrusten.
Wie stecke ich mich mit Gürtelrose an?
Man steckt sich nicht direkt mit Gürtelrose an, sondern mit dem Varizella-Zoster-Virus, das Gürtelrose auslöst, indem man in Kontakt mit der Flüssigkeit aus den Bläschen einer an Gürtelrose erkrankten Person kommt, was bei Menschen, die noch nie Windpocken hatten oder nicht geimpft sind, zu einer Windpockenerkrankung führt. Die Übertragung erfolgt durch Schmierinfektion (Hände), nicht über die Luft, und die Ansteckungsgefahr besteht nur bis die Bläschen verkrustet sind.
Ist Gürtelrose stressbedingt?
Ja, Gürtelrose (Herpes Zoster) kann durch Stress ausgelöst werden, da starker psychischer oder körperlicher Stress das Immunsystem schwächt, wodurch das ruhende Windpockenvirus reaktiviert werden kann. Stress gehört zu den häufigsten Auslösern für einen Ausbruch, zusammen mit Infektionen, bestimmten Medikamenten und Grunderkrankungen, die das Immunsystem beeinträchtigen. Stressreduktion und eine Stärkung des Immunsystems können helfen, einen erneuten Ausbruch zu verhindern.
Woher kommt plötzlich Gürtelrose?
Eine Gürtelrose (Herpes Zoster) bekommt man, weil das ruhende Windpocken-Virus (Varicella-Zoster-Virus) im Körper reaktiviert wird, meist durch eine Schwächung des Immunsystems, ausgelöst durch Stress, Alter, Krankheit oder Medikamente, wodurch das Virus entlang der Nerven zur Haut wandert und dort schmerzhafte Bläschen verursacht. Das Virus überlebt nach den Windpocken im Körper und kann Jahre später erwachen, wenn die Abwehrkräfte sinken.
Wer trägt Herpesviren in sich?
Schätzungen zufolge tragen mehr als zwei Drittel der Weltbevölkerung Herpesviren in sich, oft ohne es zu wissen. Erstinfektionen treten besonders häufig im Kindes- und Jugendalter auf. Risikogruppen sind Menschen mit geschwächtem Immunsystem, Schwangere oder Menschen unter starkem Stress.
Kann Gürtelrose zu Bluthochdruck führen?
Ja, es gibt einen Zusammenhang: Bluthochdruck (Hypertonie) ist ein Risikofaktor für Gürtelrose, und umgekehrt kann eine Gürtelrose das Risiko für Herz-Kreislauf-Probleme wie Herzinfarkt und Schlaganfall erhöhen, insbesondere in den ersten Monaten danach, teilweise durch Stress, Schmerz und Entzündungen, die den Blutdruck beeinflussen.
Kann man durch die Gürtelrose-Impfung Gürtelrose bekommen?
Nein, eine Gürtelrose-Impfung (mit dem Totimpfstoff Shingrix) löst normalerweise keine Gürtelrose aus; sie dient der Vorbeugung, kann aber typische, harmlose Impfreaktionen wie Schmerzen an der Einstichstelle, Müdigkeit, Kopfschmerzen und Fieber verursachen, die zeigen, dass das Immunsystem arbeitet. Seltene Fälle von zoster-ähnlichen Hautläsionen nach der Impfung sind bekannt, aber ein direkter kausaler Zusammenhang wird von Experten als unwahrscheinlich angesehen, da das Risiko nach der Impfung gering ist und das Risiko durch die Impfung deutlich reduziert wird.
Welche Symptome treten im Frühstadium der Gürtelrose auf?
Das Frühstadium der Gürtelrose (Herpes Zoster) beginnt oft mit unspezifischen Symptomen wie allgemeinem Unwohlsein, Fieber, Müdigkeit und Kopfschmerzen, gefolgt von brennenden Schmerzen, Kribbeln oder Juckreiz in einem bestimmten Hautbereich (meist einseitig). Nach 2-3 Tagen erscheinen dann die charakteristischen, gruppierten Bläschen auf gerötetem Grund, die sich gürtelförmig entlang eines Nervs ausbreiten und stark schmerzhaft sein können. Eine sofortige ärztliche Abklärung ist wichtig, da eine frühe Behandlung mit antiviralen Medikamenten Komplikationen wie lang anhaltende Nervenschmerzen (Post-Zoster-Neuralgie) reduzieren kann.
Was passiert, wenn man sich bei Gürtelrose nicht schont?
Wenn man sich bei Gürtelrose (Herpes Zoster) nicht schont, kann das zu schweren Komplikationen führen, darunter langanhaltende Nervenschmerzen (Post-Zoster-Neuralgie), die auch nach Abheilung der Haut bestehen bleiben, bleibende Nervenschäden, Gesichtslähmungen, Hörverlust, Erblindung oder Entzündungen wichtiger Organe wie Gehirn, Herz oder Leber, besonders bei älteren oder immungeschwächten Menschen. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung mit antiviralen Medikamenten ist entscheidend, um diese Langzeitfolgen zu verhindern.
Wie verläuft Gürtelrose trotz Impfung?
Trotz Impfung kann Gürtelrose (Herpes Zoster) auftreten, aber der Verlauf ist meist deutlich milder mit weniger starken Nervenschmerzen (Post-Zoster-Neuralgie). Die Impfung bietet keinen 100%igen Schutz, aber eine sehr hohe Wirksamkeit (über 90%). Sollte es dennoch zu einem Ausbruch kommen, verläuft die Krankheit mit geringerem Risiko für schwere Komplikationen wie Sehverlust, Lähmungen oder Schlaganfall, da die Immunantwort durch die Impfung besser ist.
Welche Bedeutung hat die Psyche bei Gürtelrose?
Gürtelrose (Herpes Zoster) wird durch das Windpocken-Virus ausgelöst, aber psychische Faktoren wie Stress, Angst und Depressionen können eine Rolle spielen, indem sie das Immunsystem schwächen und die Reaktivierung des Virus begünstigen. Umgekehrt können die starken Schmerzen und die Belastung der Gürtelrose die Psyche beeinträchtigen und zu Depressionen führen. Es besteht also eine wechselseitige Beziehung: Mentale Belastung kann die Krankheit begünstigen, während die Krankheit die mentale Gesundheit belasten kann.
Hat Lippenherpes was mit Gürtelrose zu tun?
Gürtelrose (Herpes Zoster) und Lippenherpes (Herpes Simplex) sind beide von Herpesviren ausgelöste Infektionen, gehören aber zu unterschiedlichen Virus-Typen: Gürtelrose wird durch das Varizella-Zoster-Virus (VZV) verursacht, das nach Windpocken latent im Körper verbleibt und sich reaktiviert; Lippenherpes durch das Herpes-simplex-Virus (HSV) (meist HSV-1). Sie sind also nicht direkt miteinander verbunden, sondern nur durch ihre gemeinsame Virusfamilie (Herpesviren) und die Tatsache, dass beide latente Viren sind, die reaktiviert werden können, aber unterschiedliche Auslöser und Krankheitsbilder haben.
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