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Kann ich nach 45 Jahren Arbeit abschlagsfrei in Rente gehen?

Gefragt von: Helmut Körner  |  Letzte Aktualisierung: 31. März 2026
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Ja, nach 45 Jahren in der Rentenversicherung können Sie abschlagsfrei in Rente gehen, aber nicht mehr zwingend mit 63, sondern je nach Geburtsjahr gestaffelt bis 65 Jahre (für Jahrgang 1964 und später) – dies ist die sogenannte Altersrente für besonders langjährig Versicherte. Für vor 1953 Geborene galt die „Rente mit 63“, für spätere Jahrgänge steigt die Altersgrenze schrittweise an, aber Abschläge gibt es erst bei einem früheren Rentenbeginn als bei Erreichen der jeweiligen Altersgrenze.

Kann man nach 45 Arbeitsjahren ohne Abzüge in Rente gehen?

Ja, nach 45 Versicherungsjahren kann man abschlagsfrei in Rente gehen, allerdings nicht immer sofort mit 63, sondern je nach Geburtsjahr früher als die Regelaltersgrenze (max. 2 Jahre früher), wobei die Altersgrenze schrittweise bis 65 Jahre für Jahrgänge ab 1964 ansteigt. Man zählt zu den „besonders langjährig Versicherten“, muss aber das individuelle Renteneintrittsalter erreichen, das durch die Anhebung der Regelaltersgrenze (bis 67) steigt. 

Wann in Rente nach 45 Beitragsjahren Tabelle?

Nach 45 Beitragsjahren können Sie abschlagsfrei in Rente gehen, wobei das Eintrittsalter je nach Geburtsjahr gestaffelt ist: Jahrgang 1961 mit 64 J. 6 M., Jahrgang 1962 mit 64 J. 8 M., Jahrgang 1963 mit 64 J. 10 M. und ab Jahrgang 1964 mit 65 Jahren. Die sogenannte "Rente mit 63" für alle früheren Jahrgänge wurde durch die schrittweise Anhebung des Rentenalters ersetzt, die Grenze liegt nun bei 65 Jahren für neuere Jahrgänge.
 

Kann ich nach 45 Jahren abschlagsfrei in Rente gehen?

Abschlagsfreie Rente mit 63

Wer 45 Jahre in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt hat, gilt als "besonders langjährig versichert" und kann damit abschlagsfrei vor seiner Regelaltersgrenze in Rente gehen. Abschlagsfrei ist die Rente mit 63 allerdings nicht mehr möglich.

Kann ich nach 45 Jahren aufhören zu arbeiten?

Die Rente nach 45 Beitragsjahren ist eine Form der Altersrente für besonders langjährig Versicherte: Wer 45 Jahre lang Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt hat, kann in den Ruhestand gehen, und das ohne Abschläge und unabhängig vom Alter.

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Wie hoch fällt die Rente nach 45 Arbeitsjahren aus?

Nach 45 Arbeitsjahren liegt die durchschnittliche Bruttorente bei rund 1.600 € bis 1.800 €, abhängig vom Einkommen, wobei jeder mit Durchschnittsgehalt nach dieser Zeit etwa 45 Entgeltpunkte sammelt, was (Stand 2025) ca. 1.835 € ergibt; jedoch erhalten 20 % der Langzeitversicherten unter 1.200 € monatlich, weshalb eine zusätzliche Altersvorsorge wichtig ist, um den Lebensstandard zu sichern. Die genaue Höhe hängt stark von den individuellen Entgeltpunkten ab, die sich aus den Verdiensten über die Jahre ergeben. 

Wie überbrücke ich 2 Jahre bis zur Rente?

Um 2 Jahre bis zur Rente zu überbrücken, können Sie finanzielle Polster nutzen (z.B. Altersteilzeit oder Arbeitszeitkonten), staatliche Leistungen wie Arbeitslosengeld (ALG I) kombinieren, oder durch Teilzeit- oder Minijobs und passives Einkommen (z.B. durch Online-Aktivitäten) Geld verdienen, wobei Sie je nach Rentenart und Alter mit oder ohne Abschläge in Rente gehen können und die Rentenversicherung frühzeitig kontaktieren sollten, um die beste Strategie zu finden. 

Wie hoch sind die Abzüge bei vorzeitiger Pensionierung?

Wer früher in Pension geht, muss dauerhaft mit Abschlägen rechnen, meist 0,3 % pro Monat (3,6 % pro Jahr) vor der Regelaltersgrenze, maximal 14,4 % für Beamte, auch auf die Hinterbliebenenversorgung wirkend. Bei Dienstunfähigkeit oder Schwerbehinderung gibt es Sonderregelungen, aber auch hier drohen Kürzungen. Diese Abzüge werden einmalig bei Renteneintritt festgelegt und bleiben lebenslang bestehen, auch nach Erreichen der regulären Altersgrenze.
 

Kann ich nach 45 Dienstjahren in Pension gehen?

Um eine Langzeitversicherungspension zu erhalten, müssen bis zum Stichtag mindestens 540 Beitragsmonate (= 45 Jahre) aufgrund einer Erwerbstätigkeit vorliegen.

Wie wichtig sind die letzten 5 Jahre vor der Rente?

Die letzten 5 Jahre vor der Rente sind wichtig, aber nicht für einen „magischen Bonus“, sondern als entscheidende Planungsphase, um die Rentenhöhe zu optimieren und den Übergang finanziell abzusichern, indem Lücken geschlossen, Steuer- und Rentenansprüche geprüft und Vermögen umgeschichtet werden, was den Start in den Ruhestand maßgeblich beeinflusst, auch wenn jedes Berufsjahr mathematisch gleich zählt. 

Kann ich 2025 noch mit 63 Jahren in Rente gehen?

Im Jahr 2025 erfüllen Sie die erste Voraussetzung von mindestens 45 Beitragsjahren. Sie sind im Jahr 2025 aber erst 61 Jahre alt und können daher noch nicht in den Ruhestand gehen. Mit Abschlägen können Sie die Rente mit 63 Jahren in Anspruch nehmen. Abschlagsfrei können Sie mit 65 Jahren in Rente gehen.

Welche Tricks gibt es, um früher in Rente zu gehen?

Um früher in Rente zu gehen, gibt es legale Wege wie Sonderzahlungen in die Rentenkasse (ab 50), Nutzung von Altersteilzeit (Blockmodell), Einzahlungen auf ein Lebensarbeitszeitkonto oder die Rente mit 45 Versicherungsjahren (langjährig Versicherte), um Abschläge zu vermeiden. Alternativ können Sie mit Abschlägen (0,3 % pro Monat) früher gehen oder die Zeit mit privater Vorsorge, Arbeitslosengeld (ALG I) oder Minijobs überbrücken.
 

Warum ist der Jahrgang 1964 bei der Rente besonders?

Der Jahrgang 1964 ist bei der Rente besonders, weil er der erste ist, für den die volle Anhebung der Regelaltersgrenze auf 67 Jahre gilt, aber gleichzeitig noch Übergangsregelungen für eine vorgezogene Rente mit 45 Beitragsjahren (ab 63) existieren, was ihn zu einem "Splitterjahrgang" macht, der genau zwischen älteren Jahrgängen (die noch 65 wurden) und jüngeren (die erst mit 67 abschlagsfrei rein dürfen) steht und somit eine Mischung aus Optionen hat, aber auch die volle Härte der schrittweisen Erhöhung spürt. 

Wer kann 2026 abschlagsfrei in Rente gehen?

Ab Januar 2026 können schwerbehinderte Versicherte abschlagsfrei in Rente gehen, wenn sie:

  • dem Geburtsjahrgang 2. Juni 1961 bis 1. Juli 1961 angehören,
  • das 64. Lebensjahr und 6 Monate vollendet haben,
  • mindestens 35 Jahre Wartezeit erfüllen und.
  • einen Grad der Behinderung von mindestens 50 nachweisen.

Wann kann ich frühestens in Rente gehen Tabelle?

Frühestens mit 63 Jahren geht man abschlagsfrei in Rente, wenn man 45 Versicherungsjahre (besonders langjährig Versicherte) hat, wobei die Altersgrenze für spätere Jahrgänge bis 65 Jahre ansteigt; ab Jahrgang 1964 sind es 65 Jahre, bei früherem Rentenbeginn fallen Abschläge an, die sich je nach Geburtsjahr und Rentenbeginnstaffel (z.B. Rente mit 63, 64) berechnen, meist zwischen 62 und 67 Jahren. 

Wann kann ich in Rente gehen Jahrgang 1965 mit 45 Beitragsjahren?

Für jemanden, der 1965 geboren wurde und 45 Jahre gearbeitet hat, ist der abschlagsfreie Renteneintritt mit 65 Jahren möglich, also im Jahr 2030 (je nach Geburtsmonat), als Altersrente für besonders langjährig Versicherte. Die Regelaltersgrenze liegt bei 67 Jahren (ca. 2032), früher geht es nur mit Abschlägen, außer bei der 45-Jahres-Wartezeit, die eine Rente mit 65 Jahren ohne Kürzungen erlaubt.
 

Kann man nach 45 Dienstjahren in Pension gehen?

So steigt dieser mit Erhöhung der gesetzlichen Altersgrenze auf 14,4 % (4 Jahre x 3,6 %). Bei 45 Dienstjahren ist ein abschlagfreier Ruhestand mit dem 65. Lebensjahr möglich.

Wie viel Geld braucht man, um mit 45 Jahren in den Ruhestand treten zu können?

Wer also momentan pro Monat ungefähr 2.000 Euro verbraucht, gibt jährlich 24.000 Euro aus. Um mit 45 Jahren in Rente zu gehen, muss man also 600.000 Euro gespart haben.

Kann ich mit 45 Beitragsjahren in Rente gehen?

Ja, nach 45 Arbeitsjahren können Sie in Deutschland grundsätzlich abschlagsfrei in Rente gehen, aber erst zwei Jahre vor Ihrer Regelaltersgrenze (die für jüngere Jahrgänge steigt), als sogenannter "besonders langjährig Versicherter". Es ist eine Form der vorgezogenen Altersrente, die aber nicht vor dem Alter von 63 möglich ist und für neuere Jahrgänge ein höheres Eintrittsalter hat, da die Regelaltersgrenze schrittweise auf 67 Jahre angehoben wird. 

Ab welchem Alter kann ich abschlagsfrei in Rente gehen?

Abschlagsfrei in Rente gehen geht über die "Altersrente für besonders langjährig Versicherte" (45 Versicherungsjahre) und die Regelaltersrente (Alter 67), wobei die Altersgrenzen je nach Geburtsjahr gestaffelt sind; besonders langjährig Versicherte (ab 1964) können mit 65 abschlagsfrei gehen, früher Geborene schon mit 63, 64 oder 65 Jahren, aber mit steigendem Alter. Für die "Rente mit 63" müssen meist 45 Jahre nachgewiesen werden, doch das Eintrittsalter steigt für Jahrgänge 1953 bis 1964, sodass 1964 Geborene erst mit 65 abschlagsfrei können. Vorzeitige Altersrenten (z.B. nach 35 Jahren) sind oft nur mit Abschlägen (0,3% pro Monat) möglich, bis die Regelaltersgrenze erreicht ist.
 

Haben Beamte Abzüge, wenn sie vorzeitig in Pension gehen?

In den Ländern gelten mittlerweile zum Teil geringfügig abweichende Regelungen für die Berechnung des Versorgungsabschlags, jedoch hat in allen Beamtenversorgungsgesetzen weiterhin ein Ansatz von 0,3 vom Hundert je Monat des vorzeitigen Ruhestands Bestand.

Wie lange kann ich krank sein vor der Rente?

Sie können wegen Krankheit bis zu 72 Wochen Krankengeld beziehen (nach 6 Wochen Lohnfortzahlung durch den Arbeitgeber) und danach nahtlos in ein Arbeitslosengeld (ALG I) übergehen, was Ihnen kombiniert rund drei Jahre vor der Regelaltersgrenze einen Ausstieg ermöglicht, oft sogar ohne Abschläge, besonders mit einem Schwerbehindertenausweis für einen früheren Renteneintritt mit 35 Versicherungsjahren, aber die genaue Dauer hängt von Ihrem Krankheitsverlauf und den spezifischen Regelungen ab, wesindlich ist eine gute Dokumentation und Beratung, z.B. durch den SoVD.
 

Was kostet es, 2 Jahre früher in Rente zu gehen?

Um zwei Jahre früher in Rente zu gehen, müssen Sie entweder 45 Versicherungsjahre für die abschlagsfreie Rente für besonders langjährig Versicherte haben, oder Sie zahlen hohe Sonderbeiträge ein, um die lebenslangen Abschläge von 0,3 % pro Monat (7,2 % für zwei Jahre) auszugleichen, was je nach Rentenhöhe zehntausende Euro kosten kann (z. B. ca. 18.500 € für 1.000 € Rente). Eine weitere Möglichkeit ist ein Lebensarbeitszeitkonto in Absprache mit dem Arbeitgeber. 

Was ändert sich 2026 in der Rente?

Für diejenigen, die 2026 in Rente gehen, sind 84 Prozent der Rente steuerpflichtig. Der steuerpflichtige Teil der Rente steigt in den kommenden Jahren jeweils um 0,5 Prozentpunkte für jeden neuen Rentnerjahrgang. Die vollständige Besteuerung neuer Renten wird bei einem Rentenbeginn im Jahre 2058 erreicht.

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