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Kann ich nach 45 Arbeitsjahren mit 64 in Rente gehen?

Gefragt von: Murat Freitag MBA.  |  Letzte Aktualisierung: 14. Februar 2026
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Ja, mit 64 Jahren und 45 Arbeitsjahren können Sie in Rente gehen, aber ob sie abschlagsfrei ist, hängt von Ihrem genauen Geburtsjahr ab, denn die Altersgrenze steigt stufenweise an; für die Jahrgänge ab 1964 liegt die abschlagsfreie Grenze bei 65 Jahren, während für ältere Jahrgänge (z.B. Jahrgang 1963) die abschlagsfreie Rente mit 64 Jahren und 10 Monaten möglich ist. Wichtig: Die „Rente mit 45“ ist eine spezielle abschlagsfreie Rente für besonders langjährig Versicherte und kann nicht mit Abschlägen vorzeitig bezogen werden.

Wie viel Abzüge hat man, wenn man mit 64 in Rente geht?

Wer zum 64. Geburtstag in Rente gehen möchte, zieht den Rentenbeginn um 34 Monate vor und die Rente wird um 10,2 Prozent gemindert. Beispiele: Eine Altersrente von 1.800 Euro (brutto) wird bei der Rente mit 64 um 183,60 Euro (10,2 Prozent Abschlag) auf 1.616,40 Euro gekürzt.

Welche Jahrgänge darf nach 45 Jahren in Rente gehen?

Nach 45 Arbeitsjahren können Jahrgänge ab 1964 mit 65 Jahren abschlagsfrei in Rente gehen, während ältere Jahrgänge früher in Rente gehen können, wobei die Altersgrenze stufenweise ansteigt (z.B. Jahrgang 1961 mit 64 J. 6 M., Jahrgang 1962 mit 65 Jahren oder früher), aber nicht früher als die frühestmögliche Grenze für besonders Langjährige (meist 63 Jahre). Die „Rente mit 63“ gilt für nach 1964 Geborene nicht mehr, aber die Regelung für „besonders langjährig Versicherte“ ermöglicht einen Renteneintritt ohne Abschläge, zwei Jahre vor der Regelaltersgrenze. 

Ist der Renteneintritt nach 45 Jahren für den Jahrgang 1964 möglich?

Ist Ihr Geburtsjahrgang 1964 oder später, können Sie nach 45 Versicherungsjahren mit 65 Jahren abschlagsfrei in Rente gehen. Das heißt, die „Altersrente für besonders langjährig Versicherte“ können Sie aktuell nicht mehr mit 63 Jahren in Anspruch nehmen.

Kann man nach 45 Dienstjahren in Rente gehen?

Ja, nach 45 Versicherungsjahren können Sie grundsätzlich früher in Rente gehen, die sogenannte "Altersrente für besonders langjährig Versicherte", aber das Eintrittsalter hängt von Ihrem Geburtsjahr ab – es wird schrittweise bis 65 Jahre angehoben, danach können Sie mit 65 abschlagsfrei gehen, mit 45 Jahren zählt man als besonders langjährig versichert, die Rente ist aber oft niedriger als die Regelrente. 

Rente nach 45 Versicherungsjahren: Gibt es wirklich keine Nachteile?

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Was passiert, wenn ich 45 Arbeitsjahre voll habe?

Was ist die Rente nach 45 Beitragsjahren? Die Rente nach 45 Beitragsjahren ist eine Form der Altersrente für besonders langjährig Versicherte: Wer 45 Jahre lang Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt hat, kann in den Ruhestand gehen, und das ohne Abschläge und unabhängig vom Alter.

Wie hoch fällt die Rente nach 45 Arbeitsjahren aus?

Nach 45 Arbeitsjahren liegt die durchschnittliche Brutto-Rente in Deutschland bei etwa 1.600 bis 1.800 Euro, abhängig vom Gehalt, den Entgeltpunkten und dem aktuellen Rentenwert (Stand 2025/2026), wobei viele Langzeitversicherte deutlich weniger bekommen und eine private Vorsorge wichtig ist. Wer 45 Jahre Beiträge zahlt, hat oft Anspruch auf die Altersrente für besonders langjährig Versicherte, die abschlagsfreies Rentenalter kann aber je nach Geburtsjahr variieren (z.B. mit 65 für nach 1964 Geborene). 

Warum ist der Jahrgang 1964 bei der Rente besonders?

Der Jahrgang 1964 ist rentenrechtlich besonders, weil er der erste ist, der die volle Regelaltersgrenze von 67 Jahren erreicht, wodurch frühere Übergangsregelungen wie die "Rente mit 63" für diesen Jahrgang enden und die regulären Altersgrenzen greifen. Für ihn gelten nun die strengeren Regeln, besonders bei der Altersrente für besonders langjährig Versicherte, die erst mit 65 statt 63 Jahren (mit 45 Versicherungsjahren) möglich ist, sowie bei vorgezogenen Renten mit Abschlägen, da die Vertrauensschutz-Regelungen nicht mehr gelten. 

Wie kann man 3 Jahre bis zur Rente überbrücken?

Um die 3 Jahre bis zur Rente zu überbrücken, können Sie Altersteilzeit (Blockmodell), Arbeitslosengeld (ALG I), wenn die Voraussetzungen stimmen, Krankengeld, private Rücklagen (z. B. Lebensarbeitszeitkonto, Riester/Rürup, Immobilienrente) oder eine Kombination aus Minijobs und Teilzeit nutzen, wobei ALG I und Krankengeld oft ideal sind, um Lücken zu füllen und Rentenansprüche zu sichern. Eine frühzeitige Beratung bei der Deutschen Rentenversicherung ist ratsam, da die beste Lösung stark von Ihrer individuellen Situation abhängt. 

Kann man mit 64 schon in Rente gehen?

Wie Sie hier in der Tabelle sehen, ist eine abschlagsfreie Rente mit 64 nur noch für die Jahrgänge bis einschließlich 1963 drin. Ab 1964 geht das nur noch ab 65. Und selbst für die Jahrgänge um 1960 ist der abschlagsfreie Ruhestand erst nach dem 64. Geburtstag machbar.

Wann kann ich nach 45 Beitragsjahren mit Abschlag in Rente gehen?

Jahrgang 1962: Wann in Rente nach 45 Beitragsjahren

Die reguläre Altersrente ohne Abschläge erhalten 1962 Geborene, je nach Geburtsmonat, frühestens ab 2028 oder 2029. Wer jedoch 45 Jahre gearbeitet hat, kann nach 45 Versichertenjahren bereits ab 2026 oder 2027 ohne Abschläge in Rente gehen.

Wann kann ich frühestens in Rente gehen Tabelle?

Das frühestmögliche Renteneintrittsalter hängt stark von Ihrem Geburtsjahr ab und variiert zwischen der abschlagsfreien Rente (z.B. „Rente mit 63/65“) und der regulären Altersrente; für 1961 Geborene ist abschlagsfrei mit 64 Jahren und 6 Monaten (ab 2026) möglich, während 1963 Geborene die Regelaltersgrenze erst ab 2030 erreichen, aber mit 35 Jahren Wartezeit schon früher mit Abschlägen in Rente gehen können. Eine allgemeine Tabelle zeigt, dass für Jahrgänge um 1960 die Regelaltersgrenze 66 Jahre und 4 Monate beträgt, während sie für 1964 Geborene auf 67 Jahre steigt und für langjährig Versicherte mit 45 Jahren Wartezeit bei 65 Jahren liegt.
 

Wer kann 2026 abschlagsfrei in Rente gehen?

In 2026 können hauptsächlich langjährig Versicherte (mit 45 Jahren Wartezeit) mit Jahrgängen um 1961/1962 abschlagsfrei mit 64 Jahren und 6 oder 8 Monaten in Rente gehen, während für Schwerbehinderte (mit GdB 50) der Jahrgänge 1961-1963 der abschlagsfreie Beginn bei etwa 64 Jahren liegt, mit steigendem Alter für jüngere Jahrgänge, bis 2031 die 65 erreicht ist. Generell steigt die abschlagsfreie Altersgrenze weiter an, aber es gibt spezielle Wege für langjährige Beitragszahler und Menschen mit Behinderung. 

In welchem Alter sollte man zur Rentenberatung gehen?

Dafür sollte man etwa 45 Minuten Zeit mitbringen und die Unterlagen zur Rentenversicherung bereithalten. Ab 55 erhalten Versicherte alle drei Jahre eine ausführliche Rentenauskunft mit dem persönlichen Versicherungsverlauf. Da lässt sich leicht prüfen, ob etwas fehlt.

Was kostet 2 Jahre früher in Rente?

Um zwei Jahre früher abschlagsfrei in Rente zu gehen, müssen Sie 45 Versicherungsjahre nachweisen; falls das nicht geht, müssen Sie für jeden Monat vorzeitigen Rentenbezugs Abschläge von 0,3 % hinnehmen (also 7,2 % für 2 Jahre), die Sie durch hohe Sonderzahlungen in die Rentenkasse ausgleichen können, die oft Zehntausende Euro betragen, je nach Höhe Ihrer regulären Rente (Beispiel: rund 18.500 € für 1.000 € Rente). 

Wie kann ich früher in Rente gehen Tricks?

Um früher in Rente zu gehen, gibt es legale Wege wie Sonderzahlungen zur Rentenkasse, die Flexi-Rente für Teilzeit mit Hinzuverdienst, das Ansparen von Zeit auf einem Lebensarbeitszeitkonto, Nutzung von Altersteilzeit oder die Inanspruchnahme spezieller Regelungen wie die Rente für langjährig Versicherte (45 Jahre) oder Schwerbehinderte, wobei oft Abschläge anfallen, die durch gezielte Einzahlungen ausgeglichen werden können. 

Kann ich nach 45 Arbeitsjahren abschlagsfrei in Rente gehen?

Ja, nach 45 Versicherungsjahren können Sie abschlagsfrei in Rente gehen, aber erst mit Erreichen Ihrer persönlichen Regelaltersgrenze, die je nach Geburtsjahr schrittweise bis 67 Jahre ansteigt – für die „Rente mit 63“ sind die Jahrgänge 1953-1963 zuständig und für 1964+ wird es die „Rente mit 65“, wobei das tatsächliche Eintrittsalter mit den Jahrgängen steigt. Früher als die dann geltende Altersgrenze (z.B. mit 63) geht es nur mit Abschlägen (0,3 % pro Monat). 

Was passiert, wenn ich 2 Jahre vor Renteneintritt arbeitslos werde?

Wenn Sie zwei Jahre vor der Rente arbeitslos werden, erhalten Sie meist Arbeitslosengeld I (ALG I) als Überbrückung, aber diese Zeit zählt oft nicht für die 45-jährige Wartezeit der abschlagsfreien Rente, außer bei Insolvenz oder Betriebsaufgabe des Arbeitgebers, was Ihre Rentenansprüche mindern kann. Es kann finanziell vorteilhaft sein (höheres ALG I vs. geringere Rente), birgt aber das Risiko, die Voraussetzungen für eine abschlagsfreie Rente zu verfehlen, da ALG-I-Zeiten in den letzten zwei Jahren vor Rentenbeginn nur unter bestimmten Ausnahmen (Insolvenz/Betriebsaufgabe) voll angerechnet werden. 

Wie lange kann man krank machen vor der Rente?

Andererseits hast du bei Krankheit einen Anspruch auf bis zu 1,5 Jahre bzw. 18 Monate Krankengeld von der gesetzlichen Krankenkasse. Somit kannst du im Optimalfall bis zu 3,5 Jahre bis zur Rente überbrücken und noch vor dem vollendeten 60. Lebensjahr aufhören zu arbeiten.

Kann man nach 45 Jahren Arbeit ohne Abzug in Rente gehen Jahrgang 1964?

Januar 1953 geboren sind, steigt die Altersgrenze mit jedem Jahrgang wieder um zwei Monate. Wer also nach dem 1. Januar 1964 geboren wurde, kann nach 45 Beitragsjahren abschlagsfrei in Rente gehen, wenn er das 65. Lebensjahr vollendet hat.

Was ändert sich 2026 bei der Rente?

2026 steigt der Steuergrundfreibetrag auf 12.348 Euro. Für Neurentner steigt der steuerpflichtige Anteil der Rente ebenfalls: Menschen, die 2026 in Rente gehen, müssen diese zu einem Anteil von 84 Prozent versteuern. Die übrigen 16 Prozent der ersten vollen Bruttojahresrente sind steuerfrei.

Kann die Rente mit 63 Jahren wieder abgeschafft werden?

Nein, die "Rente mit 63" (Altersrente für besonders langjährig Versicherte) wird nicht einfach abgeschafft, aber der Rentenbeginn verschiebt sich für jüngere Jahrgänge schrittweise nach hinten, da die Altersgrenze durch das Renten-Anpassungsgesetz stetig angehoben wird. Während sie für frühere Jahrgänge mit 63 möglich war, liegt sie aktuell für nachfolgende Jahrgänge bei 64 Jahren und 4 Monaten und erreicht für den Geburtsjahrgang 1964 die Grenze von 65 Jahren, wobei 45 Versicherungsjahre (Wartezeit) erforderlich sind. Es gibt immer wieder politische Diskussionen und Forderungen nach einer Abschaffung, aber die aktuellen Regelungen bleiben bestehen, auch wenn sie für zukünftige Rentner schwerer erreichbar wird. 

Kann ich nach 45 Dienstjahren abschlagsfrei in Pension gehen?

Ja, nach 45 Dienstjahren können Sie in Deutschland abschlagsfrei in Pension gehen, wenn Sie die Voraussetzungen erfüllen, was bei Beamten oft mit 65 Jahren und mindestens 45 ruhegehaltsfähigen Dienstjahren der Fall ist, während es in der gesetzlichen Rentenversicherung eine ähnliche Regelung ("Rente mit 63") für besonders langjährig Versicherte gibt, wobei das Eintrittsalter für spätere Jahrgänge (ab 1964) auf 65 Jahre ansteigt. Es ist jedoch entscheidend, ob Sie verbeamtet sind oder in der gesetzlichen Rentenversicherung versichert sind, da die genauen Altersgrenzen je nach Geburtsjahr und Status variieren, aber die 45 Jahre ein Schlüsselkriterium für einen abschlagsfreien Ruhestand sind. 

Wann in Rente nach 45 Beitragsjahren Tabelle?

Nach 45 Beitragsjahren können Sie abschlagsfrei in Rente gehen, wobei sich das Eintrittsalter mit dem Geburtsjahr schrittweise erhöht: Jahrgänge bis 1952 konnten mit 63 abschlagsfrei in Rente, während für die Jahrgänge 1961 (64 J. 6 M.), 1962 (64 J. 8 M.), 1963 (64 J. 10 M.) und ab 1964 (65 J.) das Renteneintrittsalter auf bis zu 65 Jahre ansteigt, wie die Tabelle zeigt.
 

Wie viel muss man verdienen für 1500 € Rente?

Wer eine Rente von 1.500 Euro erhält, muss in der Regel Steuern zahlen, sofern das zu versteuernde Einkommen den Grundfreibetrag übersteigt. Im Jahr 2024 beträgt dieser Freibetrag für Singles 11.784 Euro. Der steuerpflichtige Anteil der Rente liegt für Rentner, die ab 2024 in Rente gehen, bei 84 %.