Zum Inhalt springen

Kann ich in Kurzarbeit geschickt werden wenn ich krank bin?

Gefragt von: Frau Prof. Dr. Irene Friedrich  |  Letzte Aktualisierung: 19. Juni 2026
sternezahl: 4.1/5 (21 sternebewertungen)

Ja, Sie können auch in Kurzarbeit krank werden und haben Anspruch auf Lohnfortzahlung sowie Krankengeld, wobei die Regelungen je nach Zeitpunkt der Erkrankung variieren: Bei Krankheit während der Kurzarbeit erhalten Sie für 6 Wochen eine Mischung aus Entgeltfortzahlung (nur für die nicht ausgefallene Zeit) und Kurzarbeitergeld, danach Krankengeld, das sich nach dem Entgelt vor der Kurzarbeit richtet; bei Krankheit vor Kurzarbeit erhalten Sie zuerst normales Entgelt und dann normales Krankengeld, welches durch die Kurzarbeit nicht gemindert wird.

Kann man krank in Kurzarbeit geschickt werden?

Wenn Du vor Beginn der Kurzarbeit krank wirst, bekommst Du ab Beginn der Kurzarbeit in Deinem Betrieb Dein um den Arbeitsausfall vermindertes Entgelt und ein Krankengeld in Höhe des Kurzarbeitergeldes. Ab der 7. Woche bekommst Du das reguläre Krankengeld von Deiner Krankenkasse.

Wer darf nicht in Kurzarbeit geschickt werden?

Von Kurzarbeit ausgeschlossen sind hauptsächlich Minijobber, Rentner, Bezieher von Krankengeld und Auszubildende (es sei denn, sie werden übernommen). Auch Mitarbeiter, deren Arbeitsverhältnis gekündigt ist oder durch einen Aufhebungsvertrag endet, haben keinen Anspruch. Werkstudenten können ebenfalls oft ausgeschlossen sein, je nach vertraglicher Gestaltung und Sozialversicherungspflicht, und Personen, die geförderte Weiterbildungsmaßnahmen besuchen. 

Wie wird ein Krankheitstag bei Kurzarbeit berechnet?

Für Versicherte, die während des Bezuges von Kurzarbeitergeld arbeitsunfähig erkranken, wird das Krankengeld nach dem regelmäßigen Arbeitsentgelt, das zuletzt vor Eintritt des Arbeitsausfalls erzielt wurde (Regelentgelt), berechnet. Der vorausgegangene Arbeitsausfall mindert also nicht das Krankengeld.

Was passiert, wenn ich während der Schlechtwetterzeit krank werde?

Krankheit beginnt während Kurzarbeit oder Schlechtwetterzeit. Erkranken Beschäftigte während des Bezugs von konjunkturellem oder saisonalem Kurzarbeitergeld, haben sie Anspruch auf Kurzarbeitergeld, solange Anspruch auf Entgeltfortzahlung besteht (oder ohne den Arbeitsausfall bestehen würde).

Urlaub, Feiertage und Krankheit während der Kurzarbeit

15 verwandte Fragen gefunden

Warum schreiben Ärzte in Ungern krank?

Ärzte schreiben Patienten krank, weil sie aufgrund einer Untersuchung feststellen, dass die Person ihre Arbeit gesundheitlich nicht ausüben kann, was durch Symptome wie Schmerzen, psychische Belastung (Burnout, Depressionen), starke Erschöpfung oder Infektionen bedingt ist, wobei die Arbeitsunfähigkeits-Richtlinie (AU-RL) die Regeln vorgibt, aber auch subjektive Beschwerden wie Migräne oder Rückenschmerzen eine Rolle spielen können, die von außen schwer überprüfbar sind. Vertrauen und Ehrlichkeit sind dabei wichtig, wobei Ärzte auch eine Krankschreibung verweigern können, wenn sie keine Arbeitsunfähigkeit sehen, und Arbeitgeber den Medizinischen Dienst einschalten können, wenn Zweifel bestehen. 

Was ist höher, Krankengeld oder Kurzarbeitergeld?

Nach sechs Wochen, ab dem 43. Kalendertag, müssen die Krankenkassen für die Lohnfortzahlung von Krankgeschriebenen aufkommen. Diese Leistung heißt Krankengeld. Es liegt auch höher als das Kurzarbeitergeld.

Wie viele Karenztage gibt es bei Kurzarbeit?

Abrechnungsperiode sind je 2 Karenztage und von der 7. bis zur 12. Abrechnungsperiode sind je 3 Karenztage zu übernehmen.

Wie hoch ist das Krankengeld in der Kurzarbeit?

Die Höhe des Krankengeldes ist gesetzlich vorgeschrieben: 70 Prozent des Bruttoverdienstes, aber nicht mehr als 90 Prozent des Nettoverdienstes ist der Grundsatz, um das Krankengeld zu berechnen. Generell gilt jedoch ein jährlich gesetzlich festgesetzter Höchstbetrag.

Welche Regeln gelten für Krankheitstage?

Nach sechs Monaten Betriebszugehörigkeit haben Mitarbeiter gesetzlich Anspruch auf mindestens 10 Tage bezahlten Krankheitsurlaub pro Jahr. Sie müssen Folgendes gewährleisten: Ermöglichen Sie Ihren Mitarbeitern, bis zu 20 Tage Krankheitsurlaub anzusammeln . Das bedeutet, dass Mitarbeiter 10 nicht genutzte Krankheitstage ins nächste Jahr übertragen können.

Wer zahlt, wenn man während des KUG krank wird?

Wenn Sie während Kurzarbeit krank werden, zahlt der Arbeitgeber zunächst für bis zu sechs Wochen Entgeltfortzahlung in Höhe des Kurzarbeitergeldes (KUG-Satz), welches Sie auch ohne Krankheit bekommen hätten. Danach übernimmt die Krankenkasse und zahlt Krankengeld, berechnet auf Basis Ihres früheren, ungekürzten Arbeitsentgelts vor der Kurzarbeit, sodass Sie finanziell keine Nachteile haben. Der Arbeitgeber zahlt das KUG-ähnliche Entgelt und fordert es von der Krankenkasse erstattet, während die Krankenkasse bei längerer Krankheit das Krankengeld direkt zahlt. 

Wann wird Kurzarbeit nicht genehmigt?

Von Kurzarbeit ausgeschlossen sind hauptsächlich Minijobber, Rentner, Bezieher von Krankengeld und Auszubildende (es sei denn, sie werden übernommen). Auch Mitarbeiter, deren Arbeitsverhältnis gekündigt ist oder durch einen Aufhebungsvertrag endet, haben keinen Anspruch. Werkstudenten können ebenfalls oft ausgeschlossen sein, je nach vertraglicher Gestaltung und Sozialversicherungspflicht, und Personen, die geförderte Weiterbildungsmaßnahmen besuchen. 

Können gekündigte Mitarbeiter in Kurzarbeit geschickt werden?

Nein, Kurzarbeit (KUG) ist mit einer Kündigung grundsätzlich nicht vereinbar, da der Anspruch auf KUG mit dem Zugang der Kündigung entfällt, egal ob Arbeitnehmer oder Arbeitgeber kündigen. Der Sinn des KUG ist der Erhalt des Arbeitsplatzes, der durch die Kündigung wegfällt. Mit der Kündigung übernimmt der Arbeitgeber wieder die volle Lohnzahlung bis zum Vertragsende, wobei die genaue Höhe der Vergütung oft durch Arbeits- oder Tarifverträge geregelt wird.
 

Kann ein Mitarbeiter Kurzarbeit ablehnen?

Grundsätzlich dürfen Sie Kurzarbeit ablehnen. Lehnen Sie Kurzarbeit ab, kann es unter Umständen zu einer Änderungskündigung durch Ihren Arbeitgeber kommen. Der Betriebsrat muss vom Arbeitgeber mit einbezogen werden. Wenn er nicht zustimmt, kann die Kurzarbeit nicht ohne Weiteres verordnet werden.

Was darf man während einer Krankschreibung nicht?

Wenn Sie krankgeschrieben sind, dürfen Sie alles tun, was Ihrer Genesung nicht schadet; verboten sind Aktivitäten, die den Heilungsprozess behindern oder verzögern, wie anstrengender Sport (z.B. Fußball), wilde Partys, exzessiver Alkoholkonsum oder Reisen, die nicht der Erholung dienen, da dies arbeitsrechtliche Konsequenzen haben kann. Grundsätzlich erlaubt sind Aktivitäten des täglichen Lebens wie Einkaufen oder Spaziergänge, aber bei Unsicherheiten sollte immer der Arzt konsultiert werden, da die Regeln je nach Krankheit variieren. 

Wie hoch ist das Krankengeld während der Kurzarbeit?

Wenn Sie bei Kurzarbeit krank werden, bekommen Sie für bis zu 6 Wochen weiter Lohnfortzahlung vom Arbeitgeber (reduziert nach Kurzarbeit) plus Kranken-Kurzarbeitergeld (in Höhe des KUG), und danach Krankengeld von der Krankenkasse, das sich am früheren Regelentgelt (vor Kurzarbeit) orientiert und nicht durch die Kurzarbeit gekürzt wird, sodass es oft höher ist als KUG. 

Was passiert nach 6 Wochen krank?

Nach 6 Wochen Krankheit endet die Lohnfortzahlung durch den Arbeitgeber, und die gesetzliche Krankenkasse übernimmt bei fortlaufender Arbeitsunfähigkeit die Zahlung von Krankengeld (ab dem 43. Tag). Wichtig ist eine lückenlose Folgebescheinigung des Arztes, um einen nahtlosen Übergang zu gewährleisten, da das Krankengeld niedriger als der Lohn ist und die Krankenkasse für die Auszahlung zuständig wird. 

Wann darf die Krankenkasse Krankengeld verweigern?

Die Krankenkasse darf Krankengeld verweigern oder kürzen, wenn Fristen versäumt werden (z.B. verspätete Meldung der AU), Beiträge nicht gezahlt werden, andere Sozialleistungen (wie Arbeitslosengeld) bezogen werden, eine Rente bezogen wird oder der Medizinische Dienst (MDK) feststellt, dass die Arbeitsunfähigkeit nicht (mehr) besteht. Formfehler, unvollständige Unterlagen oder mangelnde Mitwirkung (z.B. verweigerte MDK-Begutachtung) sind ebenfalls häufige Gründe für Ablehnungen, wobei die Kasse eine umfassende Prüfung durchführen muss.
 

Wann bekommt man 80% Kurzarbeitergeld?

Kinderlose Beschäftigte erhalten nun bis zu 80 Prozent des ausgefallenen Nettogehalts ersetzt – abhängig von der Dauer des Bezugs. Für Arbeitnehmer mit mindestens einem Kind, das im gleichen Haushalt lebt, wird das Kurzarbeitergeld auf bis zu 87 Prozent erhöht.

Sind Karenztage bei Krankheit erlaubt?

Karenztage sind erlaubt

Wie lange und ab wann ein Arbeitnehmer oder eine Arbeitnehmerin bei Krankheit Lohn erhält, ist abhängig davon, ob der Arbeitgeber oder die Arbeitgeberin eine Krankentaggeldversicherung abgeschlossen hat oder nicht. Diese Versicherungen übernehmen die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall.

Wie lange darf Kurzarbeit maximal gehen?

Die maximale Bezugsdauer für das Kurzarbeitergeld beträgt weiterhin 24 Monate. Eine entsprechende Verordnung hat das Bundeskabinett nun beschlossen. Betroffene Unternehmen haben damit Planungssicherheit bis zum Ende des kommenden Jahres.

Was passiert, wenn ich während der Kurzarbeit krank werde?

Wenn jemand während Kurzarbeit krank wird, behält er seinen Anspruch auf Kurzarbeitergeld (KUG) für die Ausfallzeiten, erhält aber zusätzlich Lohnfortzahlung vom Arbeitgeber (oft nur das gekürzte "Ist-Entgelt") für die tatsächlichen Arbeitstage, bis die sechswöchige Lohnfortzahlungspflicht endet, danach gibt's Krankengeld von der Krankenkasse. Die Höhe des Krankengeldes richtet sich nach dem ursprünglichen, ungekürzten Gehalt, was finanziell besser sein kann als die Kurzarbeit selbst. 

Was ist besser, arbeitslos oder krankgeschrieben?

Das hat mehrere Vorteile: Das Krankengeld ist höher als das Arbeitslosengeld und es schmälert nicht die Bezugsdauer des Arbeitslosengeldes. Vielmehr zählt der Krankengeldbezug als Versicherungszeit, die einen Anspruch auf Arbeitslosengeld begründen oder verlängern kann.

Was passiert nach 12 Monaten Kurzarbeit?

Nach 12 Monaten Kurzarbeit endet der Anspruch auf Kurzarbeitergeld, und Arbeitnehmer kehren zur regulären Arbeitszeit zurück, sofern keine Verlängerung gewährt wird; ab 2026 gilt wieder die reguläre Höchstbezugsdauer von 12 Monaten, wobei Ausnahmen für Betriebe, die vor 2026 in Kurzarbeit waren, möglich sind, und Arbeitgeber planen müssen, ob sie zur Vollarbeit zurückkehren, umstrukturieren oder Alternativen prüfen.