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Kann ich einfach aufhören zu Atmen?

Gefragt von: Herr Dr. Emil Haupt B.Sc.  |  Letzte Aktualisierung: 19. Mai 2026
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Nein, man kann nicht einfach willentlich aufhören zu atmen, da das Gehirn den Atemreflex steuert; ein bewusster Atemstillstand (Apnoe) ist nur kurz möglich, da sich Kohlenstoffdioxid (CO2) im Blut ansammelt und einen starken Reiz zum Atmen auslöst, der sich nicht unterdrücken lässt, was zu Bewusstlosigkeit und schließlich zum Herzstillstand führen kann. Eine beabsichtigte Apnoe kann bei trainierten Tauchern länger dauern, aber bei Untrainierten nur etwa 1 bis 2 Minuten, bevor der Körper rebelliert und wieder atmen muss.

Kann man sich Mundatmung abgewöhnen?

Mundatmung abgewöhnen

Halten Sie eine aufrechte Körperhaltung ein, um die Atemwege offenzuhalten, und setzen Sie gezielt auf Nasenatmung, vor allem bei Stresssituationen. Regelmäßige Atemübungen unterstützen diesen Prozess, indem sie die Atemmuskulatur stärken und die Atemgewohnheiten langfristig verbessern.

Kann eine Atmung einfach aussetzen?

Nein, die Atmung kann man nicht einfach beliebig lange aussetzen, weil der Körper Sauerstoff zum Überleben braucht und das Atemzentrum im Gehirn einen natürlichen Reflex auslöst, um die Atmung wieder aufzunehmen, was aber bei Störungen wie Schlafapnoe oder Vergiftungen versagen kann und gefährlich ist. Man kann die Luft nur für eine begrenzte Zeit anhalten, bis der Überlebensinstinkt die Kontrolle übernimmt, um eine Sauerstoffunterversorgung zu verhindern, aber dies kann bei Krankheiten (Schlafapnoe) oder Medikamenten unterbrochen werden, was zu Bewusstlosigkeit und Herzstillstand führen kann.
 

Kann man plötzlich nicht mehr atmen?

Eine Atemnot kann plötzlich auftreten (akute Dyspnoe) und ein Symptom für eine Erkrankung sein, wie ein Herzinfarkt oder eine Lungenembolie, die sofort ärztlicher Behandlung bedarf. Als chronisch bezeichnet man eine Dyspnoe, wenn sie über einen längeren Zeitraum anhält.

Kann man verlernen, richtig zu atmen?

Ja, man kann das richtige Atmen verlernen, was bedeutet, dass man zu einem unnatürlichen, oft oberflächlichen Atemrhythmus (Brustatmung statt Bauchatmung) findet, der Stress und Unwohlsein verursachen kann, aber durch gezieltes Atemtraining wie die Bauchatmung oder die 4-7-11-Methode wieder erlernt werden kann, um das Wohlbefinden zu steigern. 

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Kann man verlernen, richtig zu atmen?

Etwa 6–12 % der Bevölkerung leiden an chronischen Atemstörungen , wobei manche Menschen stärker betroffen sind als andere. Chronische (langfristige) Veränderungen des Atemmusters können sehr subtil sein und sich über einen längeren Zeitraum entwickeln.

Kann der Körper aufhören zu atmen?

Nein, die Atmung kann man nicht einfach beliebig lange aussetzen, weil der Körper Sauerstoff zum Überleben braucht und das Atemzentrum im Gehirn einen natürlichen Reflex auslöst, um die Atmung wieder aufzunehmen, was aber bei Störungen wie Schlafapnoe oder Vergiftungen versagen kann und gefährlich ist. Man kann die Luft nur für eine begrenzte Zeit anhalten, bis der Überlebensinstinkt die Kontrolle übernimmt, um eine Sauerstoffunterversorgung zu verhindern, aber dies kann bei Krankheiten (Schlafapnoe) oder Medikamenten unterbrochen werden, was zu Bewusstlosigkeit und Herzstillstand führen kann.
 

Warum vergesse ich zu atmen?

Erschwerte Atmung kann durch eine Vielzahl an körperlichen Krankheiten wie zum Beispiel COPD, Lungenembolie, Asthma, Allergien oder als Nebenwirkung von Medikamenten hervorgerufen werden. Wenn diese Symptome ohne körperliche Ursachen auftreten kann die Ursache in einer psychischen Erkrankung liegen.

Sollte ich in die Notaufnahme gehen, wenn ich das Gefühl habe, keine Luft zu bekommen?

Suchen Sie sofort einen Arzt auf.

Rufen Sie den Notruf (112 oder 911) oder Ihre örtliche Notrufnummer an oder lassen Sie sich von jemandem in die Notaufnahme eines Krankenhauses fahren, wenn Sie Folgendes haben: Plötzlich auftretende, schwere Atemnot . Atemnot mit Brustschmerzen, Ohnmacht, Magenbeschwerden, bläulichen Lippen oder Nägeln oder einer Veränderung des Bewusstseinszustandes.

Wie hört sich Schnappatmung an?

Schnappatmung klingt oft nach einem lauten, sägenden, gurgelnden oder röchelnden Geräusch, begleitet von ruckartigen, unregelmäßigen Atemzügen, bei denen die Person nach Luft "schnappt" und der Mund oft geöffnet ist, mit langen Atempausen dazwischen. Es ist ein Zeichen von Sauerstoffmangel und deutet oft auf einen Herzstillstand hin, wobei der Atemzug tief und langsam, aber sehr hörbar ist. 

Was passiert, wenn man 3 Minuten nicht atmet?

das Gehirn nicht mehr mit ausreichend Sauerstoff versorgt werden. Schon nach etwa 3-5 Minuten ohne ausreichende Sauerstoffversorgung wird das Gehirn irreversibel geschädigt. Bis der Rettungsdienst eintrifft, vergehen durchschnittlich 8 Minuten, manchmal mehr.

Ist es gefährlich, 80 Atemaussetzer pro Stunde zu haben?

80 Atemaussetzer pro Stunde sind extrem viel und deuten auf eine schwere Schlafapnoe (OSAS) hin, die dringend ärztlich behandelt werden muss, da dies das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schlaganfall und plötzlichen Herztod erhöht und zu starker Tagesmüdigkeit führt. Normal sind bis zu 5 pro Stunde; über 30 gelten bereits als schwer. Sie müssen umgehend einen Arzt aufsuchen (Lungenfacharzt, HNO-Arzt oder Schlaflabor).
 

Was ist eine Atemdepression?

Eine Atemdepression ist eine gefährliche Verlangsamung und Abflachung der Atmung (Hypoventilation), bei der nicht genug Sauerstoff aufgenommen und Kohlendioxid ausgeatmet wird, was lebenswichtige Organe beeinträchtigen kann und oft durch Medikamente (z.B. Opioide, Barbiturate), Hirnschädigungen oder Schlafapnoe verursacht wird, da das Atemzentrum im Gehirn gedämpft wird. Dies führt zu Luftnot und kann bis zum Atemstillstand reichen, was eine sofortige medizinische Behandlung erfordert.
 

Was passiert, wenn man nur noch durch den Mund atmet?

Wenn man nur durch den Mund atmet, werden Luftfilterung, Anfeuchtung und Erwärmung der Atemluft vernachlässigt, was zu trockenen Schleimhäuten, Infektanfälligkeit, schlechterer Sauerstoffaufnahme (weniger CO2), Mundgeruch und Zahnproblemen führt; besonders bei Kindern beeinträchtigt es die Kiefer- und Zahnentwicklung, was Fehlstellungen begünstigt und zu Konzentrationsproblemen führen kann.
 

Ist Mund zukleben beim Schlafen gefährlich?

Ja, Mouth Taping kann gefährlich sein, insbesondere für: Menschen mit Atemwegserkrankungen: Personen mit Asthma, Allergien oder verstopfter Nase sollten Mouth Taping vermeiden. Patienten mit Schlafapnoe: Das Zukleben des Mundes kann die Symptome der Schlafapnoe verschlimmern und zu gefährlichen Atemaussetzern führen.

Warum kommt keine Luft durch mein Nasenloch?

Wenn durch ein Nasenloch keine Luft kommt, liegt oft eine einseitige Verstopfung vor, meist verursacht durch eine verkrümmte Nasenscheidewand (Septumdeviation), vergrößerte Nasenmuscheln (durch Allergien/Entzündungen) oder Polypen, die den Luftweg blockieren. Manchmal ist es auch nur der normale Nasenzyklus, der abwechselnd ein Nasenloch verstopft. Bei länger anhaltenden Beschwerden, Schmerzen oder Nasenbluten ist ein Arztbesuch ratsam, um ernste Ursachen wie Tumore auszuschließen.
 

Was tun, wenn man das Gefühl hat, man bekommt keine Luft?

Was tun bei Atemnot?

  1. Notruf 144 alarmieren.
  2. Betroffene Person beruhigen.
  3. Betroffene Person soll sitzen oder mit leicht angehobenem Oberkörper gelagert werden.
  4. Enge Kleider, Krawatten oder Büstenhalter öffnen.
  5. Für frische Luftzufuhr sorgen.
  6. Haltungen einnehmen, die das Atmen erleichtern.
  7. Lippenbremse anwenden.

Wie zeichnet sich Kurzatmigkeit aus?

Kurzatmigkeit ist auch unter den Begriffen Atemnot oder Luftnot bekannt. Eine Person hat zeitweise oder ständig das Gefühl, zu wenig Luft beim Atmen zu bekommen. Bei starker Luftnot haben Menschen ein beklemmendes Gefühl oder sogar die Angst, zu ersticken. Sie atmen angestrengt, das Durchatmen fällt ihnen schwer.

Wann ist Atemnot ein Notfall?

Atemnot ist ein häufiges Symptom vieler Erkrankungen, die aber individuell behandelt werden müssen. Wenn die Luft wegbleibt, kann das harmlos, aber auch lebensbedrohlich sein. Bei plötzlich aufgetretener schwerer Atemnot müssen Sie sofort den Notruf (144) wählen.

Kann man aufhören zu atmen?

Die schlafbezogene Atemstörung, auch Schlafapnoe (griech. apnoia = ohne Atem/Nicht-Atmung) genannt, führt zu nächtlichen Atemaussetzern, die sich zu länger anhaltenden Atemstillständen ausweiten können.

Bei welcher Krankheit vergisst man zu atmen?

Das Undine-Syndrom oder kongenitale zentrale Hypoventilationssyndrom (früher auch Undine-Fluch-Syndrom) ist eine seltene angeborene Erkrankung des zentralen Nervensystems, dessen Hauptsymptom eine Störung der Atemregulation ist.

Kann man im Schlaf ersticken oder wacht man auf?

Man kann im Schlaf ersticken, besonders durch schwere Schlafapnoe (Atemaussetzer), Reflux oder äußere Ursachen wie bei Babys (fremde Objekte, Erdrücken), aber oft weckt ein Notmechanismus den Körper reflexartig auf, bevor es tödlich endet; da dies aber nicht immer garantiert ist, sind Schlafapnoe-Behandlung und sichere Schlafumgebung (bes. für Babys) wichtig. Der Körper startet ein Notprogramm (Aufwachen, Japst nach Luft), doch der Schlaf bleibt gestört und das Herz-Kreislauf-System belastet. 

Was tun, wenn man im Schlaf aufhört zu atmen?

Was kann der Betroffen:e selbst tun?

  1. spätes Abendessen vermeiden.
  2. regelmäßige Schlafenszeiten einhalten.
  3. das Schlafzimmer vor dem Zu-Bett-Gehen lüften.
  4. nicht auf dem Rücken schlafen, seitliche Liegeposition.
  5. kein Alkoholkonsum zwei Stunden vor dem Schlafengehen (durch Alkohol erschlafft die Muskulatur der oberen Atemwege)

Was kann zu Atemstillstand führen?

Atemstillstand (Apnoe) wird durch blockierte Atemwege (Fremdkörper, Zungengrund), Lähmung des Atemzentrums (Medikamente, Intoxikation, Schlaganfall) oder Atemmuskulatur (neuromuskuläre Erkrankungen, Anästhesie) sowie durch Herz-Kreislauf-Probleme (Herzinfarkt, Schock) oder schwere Lungenerkrankungen verursacht. Auch plötzlicher Kindstod (SIDS) und extreme Situationen wie Ertrinken oder Lawinen sind Ursachen. Häufige Auslöser sind auch Schlafapnoe (erschlaffte Atemmuskulatur), Alkoholvergiftungen oder Opiate. 

Wie lange überlebt man ohne atmen?

Ein Mensch kann nur wenige Minuten ohne Luft überleben, da das Gehirn nach etwa 3 bis 5 Minuten ohne Sauerstoff irreversibel geschädigt wird. Während ein trainierter Freitaucher ohne Zusatzsauerstoff fast 12 Minuten die Luft anhalten kann, gilt ein Mensch nach etwa 10 Minuten ohne Sauerstoffzufuhr als klinisch tot, wobei Überlebende meist schwere Hirnschäden erleiden.