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Kann ein Kind eine Immobilie kaufen?

Gefragt von: Cornelius Herzog-Hecht  |  Letzte Aktualisierung: 9. Februar 2026
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Ja, ein Kind kann eine Immobilie kaufen, aber wegen seiner beschränkten Geschäftsfähigkeit benötigen Eltern meist eine gerichtliche Genehmigung, insbesondere wenn der Kauf nicht rein vorteilhaft ist (z.B. bei Mietobjekten oder Eigentumswohnungen). Schenkungen sind oft einfacher, aber der Erwerb muss notariell beurkundet werden, wobei oft eine familiengerichtliche Genehmigung nach § 1821 BGB nötig ist, die nur erteilt wird, wenn es dem Kind nützt.

Kann ich für mein Kind eine Immobilie kaufen?

Grundsätzlich können Eltern Rechtsgeschäfte für einen Minderjährigen genehmigen.

Kann ich ein Haus auf den Namen meines Kindes kaufen?

Ein Haus auf den Namen der Kinder zu kaufen, ist über eine Schenkung oder einen (vergünstigten) Verkauf möglich und bietet steuerliche Vorteile (Freibeträge), erfordert aber eine notarielle Beurkundung, Grundbucheintragung und Meldung ans Finanzamt, wobei bei Minderjährigen oft ein Ergänzungspfleger nötig ist und Fristen (10 Jahre) für Schenkungen beachtet werden müssen, um Pflichtteilsansprüche anderer Geschwister zu vermeiden oder zu regeln. Es ist ratsam, dies mit einem Notar oder Steuerberater abzusprechen, da auch die Finanzierung, die Einräumung von Wohnrechten und die Besteuerung komplex sind.
 

Kann ein Kind Eigentümer eines Hauses sein?

Grundsätzlich können auch Minderjährige schon Eigentum an Immobilien erwerben.

Können Minderjährige einen Kaufvertrag abschließen?

Kinder zwischen 7 und unter 18 Jahren können zwar Verträge abschließen, aber sie sind nur gültig, wenn die Eltern zustimmen. Sie sind als Minderjährige nur beschränkt geschäftsfähig.

Immobilien an die eigenen Kinder verkaufen - ein Fallbeispiel

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Wie alt muss man sein, um einen Vertrag zu unterschreiben?

Jugendliche sind ab 18 Jahren voll geschäftsfähig, d.h. sie können u.a. eigenständig diverse Verträge abschließen. Mit dem Erreichen der Volljährigkeit werden Jugendliche rechtlich gänzlich eigenverantwortlich – das bedeutet, dass damit auch die elterliche Obsorge endet.

Ist ein von einem Minderjährigen abgeschlossener Vertrag anfechtbar?

Verträge mit Minderjährigen sind grundsätzlich anfechtbar, aber nicht automatisch nichtig . Ein Minderjähriger kann einen Vertrag vor Erreichen der Volljährigkeit oder kurz danach widerrufen. Ausnahmen gelten für Verträge, die lebensnotwendige Güter betreffen (z. B. Nahrung, Unterkunft, medizinische Versorgung).

Was ist das Mindestalter für den Kauf einer Immobilie?

In den Vereinigten Staaten ist der Hauskauf ab Volljährigkeit legal, in den meisten Bundesstaaten also ab 18 Jahren . Mit Erreichen der Volljährigkeit sind Personen berechtigt, rechtsgültige Verträge zu unterzeichnen und Immobilientransaktionen abzuschließen.

Kann ein Minderjähriger im Grundbuch stehen?

Ja, minderjährige Kinder können im Grundbuch stehen und Eigentümer von Grundstücken oder Miteigentumsanteilen werden, was häufig bei Schenkungen vorkommt; allerdings ist der Vorgang rechtlich komplex, da der Erwerb meist eine Genehmigung des Familiengerichts erfordert, da er nicht "lediglich rechtlich vorteilhaft" ist und die Eltern als gesetzliche Vertreter oft nicht für das Kind handeln dürfen, um Interessenkonflikte zu vermeiden, wie YouTube und www.nwb.de/steuerrecht/die-uebertragung-von-immobilien-an-minderjaehrige zeigen.

Kann ein 17-Jähriger ein Haus kaufen?

Wenn bei einem Hausverkauf eine der Vertragsparteien minderjährig ist, bedarf es der Zustimmung des Vormundschaftsgerichts. Allerdings wird nur dann die Genehmigung versagt, wenn das Rechtsgeschäft nicht im Interesse des Kindes liegt.

Ist es sinnvoll, eine Immobilie zu Lebzeiten auf die Kinder zu überschreiben?

Eine Immobilie an Kinder zu übertragen bedeutet meist eine Schenkung zu Lebzeiten, die notariell beurkundet und im Grundbuch eingetragen werden muss, um steuerliche Vorteile (Freibeträge alle 10 Jahre) zu nutzen, Erbstreitigkeiten zu vermeiden und die Vermögensnachfolge zu planen, wobei oft Wohnrechte oder Nießbrauch für die Eltern vereinbart werden, um wirtschaftlich abgesichert zu bleiben. Wichtige Aspekte sind die Wertermittlung, Schenkungs- und Erbschaftsteuer sowie die 10-Jahres-Frist für Freibeträge und Pflichtteilsergänzungsansprüche der Geschwister.
 

Wie kann man vermeiden, Steuern auf Eltern Haus zu bezahlen?

Die Schenkungsteuer legal umgehen kann man beispielsweise mit Kettenschenkungen. Bei Kettenschenkungen darf die Pflicht zur Weiterverschenkung nicht vertraglich festgehalten werden. Alle zehn Jahre kann der Freibetrag bei Schenkungen voll ausgeschöpft werden. Die Schenkungsteuer umgehen mit Bargeld ist nicht erlaubt.

Wie überträgt man am besten eine Immobilie an ein Familienmitglied?

Je nach Bundesland kann dies wie eine Schenkungsurkunde, eine Eigentumsübertragungsurkunde oder andere entsprechende Dokumente zur Eigentumsübertragung aussehen. Die Urkunde und das Formular zur Eigentumsänderung werden anschließend beim zuständigen Grundbuchamt eingereicht .

Was ist besser, Überschreibung oder Schenkung?

"Schenkung" und "Überschreibung" sind oft dasselbe: Eine Überschreibung einer Immobilie ist rechtlich eine Schenkung, aber die Schenkung ist die bessere Strategie, um durch die mehrfache Nutzung steuerlicher Freibeträge alle 10 Jahre Erbschafts- und Schenkungssteuern zu sparen und gleichzeitig die eigenen Wünsche durch Auflagen (wie Wohnrecht) zu sichern. Während bei der Erbschaft nur einmal Freibeträge gelten, ermöglicht die Schenkung zu Lebzeiten eine gezielte Vermögensübertragung, die die Steuerlast für die Nachkommen erheblich reduziert.
 

Ist es möglich, mit meinen Eltern ein Haus zu kaufen?

Es ist absolut möglich, eine Immobilie mithilfe seiner Eltern zu finanzieren. Je nach finanzieller Familiensituation gibt es verschiedenen Möglichkeiten hierfür: Eltern leihen oder schenken dem Kind Geld. Eltern stellen die eigene Immobilie als Sicherheit für Finanzierung des Kindes.

Kann ich mein Kind im Grundbuch eintragen lassen?

Ja, Sie können Ihre Immobilie anteilig an zwei Kinder überschreiben – etwa je zur Hälfte. Beide Kinder werden dann als Miteigentümer im Grundbuch eingetragen.

Was kostet es, jemanden ins Grundbuch eintragen zu lassen?

Das Eintragen einer Person ins Grundbuch kostet grob 1,5 bis 2,5 % des Immobilienwerts (Kaufpreis), wobei sich diese Kosten in Notargebühren (ca. 1–2 %) und Grundbuchamtsgebühren (ca. 0,5 %) aufteilen, die beide gesetzlich geregelt sind. Bei einem Immobilenwert von 300.000 € fallen also etwa 4.500 € an, wobei der Notar die Rechnungen bündelt. Eine reine Namensänderung (z.B. nach Heirat) ist oft kostenfrei, während Erbschaften oder Schenkungen spezielle Gebühren haben. 

Was kostet eine Überschreibung eines Hauses?

Die Kosten für die Hausüberschreibung setzen sich hauptsächlich aus Notar- und Grundbuchgebühren zusammen, die je nach Immobilienwert stark variieren (oft 1,5–2 % des Wertes), sowie eventuellen Schenkungssteuern, wenn Freibeträge überschritten werden. Grob können Sie für Notar- und Grundbuchkosten mit etwa 1 % bis 2 % des Verkehrswertes rechnen, wobei ein Hauswert von 200.000 € schon Kosten von über 1.000 € für Notar und Grundbuch verursachen kann. 

Wer ist berechtigt, im Grundbuch eingetragen zu werden?

Als Grundstückseigentümer oder Inhaber eines lebenslangen Wohnrechts kannst du jederzeit ein berechtigtes Interesse nachweisen. Uneingeschränkte Einsicht ins Grundbuch haben zudem alle anderen eingetragenen Rechteinhaber wie Pflichtteilsberechtigte oder ein Erbe.

Kann mein Kind eine Immobilie kaufen?

Grundsätzlich können Eltern Rechtsgeschäfte für einen Minderjährigen genehmigen.

Kann man mit 60 noch eine Immobilie kaufen?

Auch ältere Menschen und Rentner können eine Baufinanzierung abschließen. Voraussetzungen sind ein gutes und sicheres Einkommen bzw. eine hohe Rente sowie Eigenkapital. Es gibt kein offizielles Höchstalter für eine Baufinanzierung.

Kann man mit 55 Jahren noch ein Haus kaufen?

Das Wichtigste vorab: Ja, auch Immobilieninteressenten, die 55 Jahre oder älter sind, können sich ihren Traum vom Eigenheim erfüllen und einen Baukredit abschließen. Das hartnäckige Gerücht, dass ältere Semester von den Banken keine Finanzierung mehr erhalten, geht auf diverse Missverständnisse zurück.

Können Minderjährige bei Vertragsbruch haftbar gemacht werden?

Das Gesetz geht davon aus, dass Minderjährige die Tragweite eines Vertrags nicht vollständig verstehen. Das bedeutet, dass Minderjährige unabhängig vom Vertragsinhalt geschützt sind, selbst wenn dies den Vertragspartner benachteiligt . Verträge mit Minderjährigen sind anfechtbar (d. h. sie sind zwar gültig, können aber beendet werden).

Warum dürfen Minderjährige keine Verträge abschließen?

Schon Siebenjährige dürfen bestimmte Verträge schließen

Kinder unter 7 Jahren können überhaupt keine Verträge wirksam abschließen. Damit sollen sie vor Nachteilen geschützt werden, die sie aufgrund mangelnder Erfahrung oder Verständigkeit erleiden können.

Welche Rechtsgeschäfte können Minderjährige wirksam vornehmen?

Handyverträge und Ratenzahlungen bei Minderjährigen

Ab einem Alter von sieben Jahren sind Kinder gemäß § 106 BGB beschränkt geschäftsfähig. Kinder dürfen dann selbst Verträge schließen; zum Beispiel Brötchen ihrer eigenen Wahl beim Bäcker kaufen, wenn die Eltern dies zuvor gemäß § 107 BGB genehmigt haben.