Kann der Schornsteinfeger kommen wann er will?
Gefragt von: Käthe Behrens | Letzte Aktualisierung: 23. Juli 2026sternezahl: 4.2/5 (24 sternebewertungen)
Nein, der Schornsteinfeger kann nicht einfach kommen, wann er will, aber Sie müssen ihm Zutritt gewähren, wenn er einen Termin vereinbart oder ankündigt; Sie als Eigentümer oder Mieter sind gesetzlich zur Duldung verpflichtet, und die Arbeiten sind im Feuerstättenbescheid festgelegt, wobei Fristen eingehalten werden müssen, da sonst Bußgelder drohen. Der Bezirksschornsteinfeger kündigt Termine an, meist mindestens fünf Werktage vorher, aber Sie können ihn auch beauftragen, wenn er nicht kommt.
Wann darf der Schornsteinfeger kommen?
Welche Arbeiten sind Pflicht und in welchen zeitlichen Abständen? Den Schornsteinfeger kommen zu lassen, ist jedoch keine Pflicht, wenn Sie keine Feuerungsanlage beziehungsweise Feuerstätte haben: Das heißt, wenn in Ihrer Heizung keinerlei Verbrennung stattfindet. Das ist zum Beispiel bei einer Wärmepumpe der Fall.
In welchem Rhythmus kommt der Schornsteinfeger?
Der Schornsteinfeger muss je nach Heizungsart unterschiedlich oft kommen: Für eine gesetzlich vorgeschriebene Feuerstättenschau sind es zweimal innerhalb von sieben Jahren, mit mindestens drei Jahren Abstand dazwischen. Die eigentlichen Kehr- und Überprüfungsarbeiten variieren stark, oft ist es jährlich bei Gasheizungen, bis zu dreimal jährlich bei Kaminöfen (je nach Nutzung), und alle ein bis zwei Jahre bei Ölheizungen.
Wie lange vorher muss sich der Schornsteinfeger ankündigen?
(1) Die bevollmächtigte Bezirksschornsteinfegerin oder der bevollmächtigte Bezirksschornsteinfeger hat den Termin der Feuerstättenschau spätestens fünf Werktage vor der Durchführung anzukündigen, soweit nicht die Eigentümerin oder der Eigentümer des Grundstücks oder der Räume oder deren Beauftragter auf die Ankündigung ...
Kann der Ofen an sein, wenn der Schornsteinfeger kommt?
Ja, der Ofen darf normalerweise an sein, wenn der Schornsteinfeger kommt, und ist oft sogar von Vorteil, da er die Reinigung und Prüfung im laufenden Betrieb (nach Bundes-Immissionsschutzverordnung) erleichtern kann, aber Sie sollten immer den zuständigen Bezirksschornsteinfeger fragen, da der Ofen vor der Inbetriebnahme (z.B. nach längerer Standzeit) oder bei bestimmten Arbeiten kalt und prüfbereit sein muss.
Wie oft muss der Schornsteinfeger kommen?
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Kann man heizen, wenn der Schornsteinfeger kommt?
Nein, in der Regel sollten Sie die Heizung oder den Kamin vor dem Besuch des Schornsteinfegers ausschalten und abkühlen lassen, damit der Kehr- und Überprüfungsprozess sicher und effektiv durchgeführt werden kann, ohne dass der Schornsteinfeger Möbel verrücken muss oder gefährliche Abgase austreten, obwohl in manchen Fällen (je nach Art des Kamins und der Situation) das Heizen im laufenden Betrieb möglich ist; am besten klären Sie das direkt mit Ihrem zuständigen Schornsteinfeger ab.
Kann der Schornsteinfeger den Ofen stilllegen?
Das Stilllegen eines Standard-Kaminofens und Schornsteins durch eine Fachkraft kostet in etwa 200 Euro. Lassen Sie sich fachgerecht beraten oder beauftragen Sie eine/n Schornsteinfeger*in. Hier erhalten Sie Kontaktdaten zu klimafreundlichen Fachbetrieben aus Ihrer Region.
Kann man den Schornsteinfeger verweigern?
Sie dürfen den Schornsteinfeger nicht einfach so ablehnen, da die Arbeiten (Kehren, Überprüfen, Messen) gesetzlich vorgeschrieben sind und Ihrer eigenen Sicherheit dienen; bei Verweigerung drohen Bußgelder bis zu 50.000 Euro, die Behörde kann die Arbeiten zwangsweise durchführen lassen und der Eigentümer trägt die Mehrkosten, ggf. auch mit polizeilicher Hilfe. Vereinbaren Sie stattdessen einen neuen Termin oder wählen Sie einen neuen Schornsteinfeger, falls Sie unzufrieden sind.
Wie führt man einen Rauchtest an einem Holzofen durch?
Geben Sie die Räucherpellets in den Ofen und schließen Sie die Ofentüren (falls der Ofen für den Betrieb mit offenen Türen ausgelegt ist, lassen Sie diese offen). Die Luftzufuhr sollte geöffnet sein. Beobachten Sie den Rauch 30 Sekunden lang. Er sollte vollständig im Ofen bleiben (oder zischend durch den Schornstein entweichen) und nicht in den Raum gelangen.
Was besagt die 3:2-10-Regel für Schornsteine?
Die 3-2-10-Regel ist eine Bau- und Sicherheitsnorm für die Schornsteinhöhe. Sie besagt: Ihr Schornstein muss mindestens 90 cm über den Dachaustrittspunkt hinausragen. Er muss außerdem mindestens 60 cm höher sein als jeder Teil des Daches (oder eines benachbarten Gebäudes) im Umkreis von 3 Metern.
Warum kommt der Schornsteinfeger so oft?
Wie häufig der Schornsteinfeger Sie besuchen kommt, hängt von vielen Faktoren ab – so zum Beispiel von der Art des Heizsystems, aber auch von den durchzuführenden Arbeiten. Je intensiver und häufiger Sie den Kaminofen im Haus nutzen, desto öfter kommt der Schornsteinfeger.
Kann man den Kaminfeger frei wählen?
Mehr Freiheiten!
Vielleicht ist man aus persönlichen Gründen mit dem Kaminkehrer unzufrieden oder zweifelt an der fachlichen Kompetenz des bisherigen Schornsteinfegers - dann ist es per Gesetz seit dem 01.01.2013 möglich den Schornsteinfeger zu wechseln und einen neuen frei zu wählen.
Was ist die Tradition des Schornsteinfegers?
Der Brauch, dass ein Schornsteinfeger Glück bringt und an einer Hochzeit teilnimmt, lässt sich bis ins England des 16. Jahrhunderts zurückverfolgen . Damals glaubte man, dass Schornsteinfeger Glück und Wohlstand brächten, da sie halfen, Häuser von schädlichem Ruß zu befreien und gefährliche Schornsteinbrände zu verhindern.
Wie oft kommt der Schornsteinfeger zur Überprüfung?
Die Prüfungsintervalle für den Schornsteinfeger hängen stark von der Heizungsart ab: Die Feuerstättenschau (hoheitliche Aufgabe) muss mindestens zweimal in sieben Jahren mit maximal drei Jahren Abstand erfolgen. Die Kehr- und Überprüfungsarbeiten variieren, oft jährlich bei fester Brennstofffeuerung oder Gas-/Ölheizkesseln (bei neueren Gasheizungen ggf. zweijährlich), während die Abgasmessung (oft frei wählbar) je nach Heizung und Alter alle ein bis drei Jahre fällig wird, ältere Kessel meist alle zwei Jahre,.
Was passiert, wenn der Schornsteinfeger nicht kommt?
Wenn der Schornsteinfeger nicht kommt und Sie die gesetzlich vorgeschriebenen Arbeiten (Kehrung, Überprüfung) im Feuerstättenbescheid verweigern oder ignorieren, drohen empfindliche Konsequenzen: Der Bezirksschornsteinfeger meldet dies der Behörde, die einen Zweitbescheid ausstellt und bei weiterhin fehlender Erledigung ein Bußgeld von bisit 50.000 Euro verhängen kann; im schlimmsten Fall kann der Betrieb Ihrer Feuerstätte sogar untersagt werden, was ein Brandrisiko und die Gefahr von Kohlenmonoxidvergiftungen birgt.
Wann muss der Schornsteinfeger in die Wohnung?
Fazit: Feuerstättenschau ist Pflicht
Einmal jährlich sind Mieter verpflichtet, den Schornsteinfeger nach Ankündigung des Termins zu Wartungsarbeiten in ihre Wohnungen zu lassen. Welche Maßnahmen bei diesen Terminen durchgeführt werden müssen, steht im Feuerstättenbescheid.
Warum füllt mein Holzofen den Raum mit Rauch?
Verbrennender feuchter Brennstoff
Ihr Ofen verschwendet Energie durch die Verdunstung von Feuchtigkeit. Dies führt zu einer ineffizienten Verbrennung, wodurch viel Rauch entsteht, der nicht durch den Schornstein abgeführt wird. Sobald sich eine große Menge Rauch angesammelt hat, gelangt ein Teil davon unweigerlich durch die Lüftungsschlitze in den Raum.
Warum qualmt mein Kamin und zieht der Rauch nicht ab?
Wenn der Kamin nicht zieht, liegt es oft an einer geschlossenen Drosselklappe, zu wenig Verbrennungsluft, feuchtem Holz, Verstopfungen (Vogelnest, Ruß) oder ungünstigen Wetterbedingungen (Inversion). Prüfen Sie die Luftzufuhr, reinigen Sie das Rohr und den Brennraum und heizen Sie den Schornstein mit Papier vor; bei anhaltenden Problemen oder starkem Qualm ist der Schornsteinfeger zu rufen, da eine Überprüfung durch einen Fachmann notwendig ist.
Wie kann ich ohne Rauch feuern?
Feuern ohne Rauch
- Trockenes, nicht behandeltes und angewärmtes Holz. ...
- Ohne Papier anzünden und von oben her abbrennen. ...
- Regelmässige Kaminreinigung. ...
- Partikelabscheider für Cheminées. ...
- Cheminée modernisieren. ...
- Der Ofen – bester Wirkungsgrad.
Wie kann man sich gegen den Schornsteinfeger wehren?
Sollten Sie Konflikte oder Meinungsverschiedenheiten mit Ihrer bevollmächtigten Bezirksschornsteinfegerin bzw. mit Ihrem bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger haben, können Sie sich an die zuständige Schornsteinfeger-Innung in Ihrer Nähe wenden.
Bin ich verpflichtet, den Schornsteinfeger rein zu lassen?
Ja, Sie müssen den Schornsteinfeger reinlassen, denn es besteht eine gesetzliche Pflicht für Haus- und Immobilieneigentümer, Feuerstätten regelmäßig vom Schornsteinfeger prüfen und warten zu lassen – verweigern Sie den Zutritt, drohen Bußgelder und der Schornsteinfeger kann sich im Notfall sogar mit polizeilicher Hilfe Zugang verschaffen. Seit 2013 sind Hausbesitzer für die Beauftragung verantwortlich und müssen die Termine im Blick behalten, wobei der Schornsteinfeger für die gesetzlich vorgeschriebenen Arbeiten (Kehren, Prüfen, Messen) Zugang zu allen Räumen benötigt.
Was passiert, wenn ich den Schornsteinfeger nicht ins Haus lasse?
Wenn Sie den Schornsteinfeger nicht reinlassen, müssen Sie mit rechtlichen Konsequenzen rechnen, darunter Bußgelder (bis zu 50.000 €) und die Androhung von Zwangsmitteln; letztendlich kann die zuständige Behörde sogar die Arbeiten zwangsweise durchführen lassen, was zusätzliche Kosten verursacht, da die Pflicht zur Brandschutzprüfung gesetzlich vorgeschrieben ist und Sicherheitsrisiken wie Schornsteinbrände drohen.
Was passiert mit Kaminöfen, die vor 1995 geprüft wurden?
Das Wichtigste in Kürze. Alte Kamin- und Kachelöfen müssen laut 1. BImSchV saniert oder stillgelegt werden, wenn sie Grenzwerte für Feinstaub und Kohlenmonoxid nicht einhalten. Für Öfen vor 1985 endete die Frist 2017, für Modelle von 1985 bis 1994 endete sie 2020, und Geräte von 1995 bis einschließlich 21.
Was kostet eine Kaminofenabnahme?
Die Kosten für die Abnahme eines neuen Kaminofens durch den Schornsteinfeger liegen meist zwischen 40 und 150 Euro, oft um die 100 Euro, variieren aber je nach Aufwand, Bundesland und Region. Es ist ratsam, vorab den zuständigen Schornsteinfeger nach dem genauen Preis zu fragen, da es keine bundesweit einheitlichen Tarife gibt und er die Kosten detailliert aufschlüsseln muss.
Welche Kaminöfen dürfen nach 2025 weiter betrieben werden?
Ab 2025 dürfen Kaminöfen, die zwischen 1995 und 2010 eingebaut wurden, nur weiterbetrieben werden, wenn sie die Grenzwerte der Bundes-Immissionsschutzverordnung (BImSchV) Stufe 2 einhalten (max. 0,15 g/m³ Feinstaub, 4 g/m³ CO) oder nachgerüstet wurden; neue Öfen müssen diese Werte bereits erfüllen; ein generelles Verbot gibt es nicht, aber die Einhaltung der Grenzwerte ist entscheidend.
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