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Ist PMDS heilbar?

Gefragt von: Nico Friedrich  |  Letzte Aktualisierung: 26. Oktober 2026
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Nein, PMDS (Prämenstruelle Dysphorische Störung) ist nicht direkt heilbar, aber die Symptome können durch verschiedene Behandlungen oft sehr gut kontrolliert und gelindert werden, bis sie mit den Wechseljahren meist von selbst verschwinden; die Therapie ist individuell und kombiniert oft Lifestyle-Änderungen, Psychotherapie (z.B. KVT) und Medikamente wie SSRIs oder Hormontherapien.

Wann hört PMDS auf?

PMS und PMDS Symptome können ab der ersten Periode auftreten. Oft verschlimmern sie sich auch erst später, z.B. nach dem Absetzen der Pille, nach einer Geburt, Fehlgeburten oder in den Wechseljahren. Mit der Menopause hören die Symptome in der Regel auf, da es dann keine starken Hormonschwankungen mehr gibt.

Kann PMDS wieder verschwinden?

Ja, PMS-Beschwerden klingen in der Regel wieder ab und verschwinden vollständig mit Einsetzen der Regelblutung, um dann im nächsten Zyklus erneut aufzutreten; sie sind also zyklusbedingt und nicht permanent. Eine Heilung gibt es nicht, aber Symptome können durch Lebensstiländerungen (Stressreduktion, Sport, Ernährung) und medizinische/therapeutische Maßnahmen gelindert oder sogar verhindert werden, etwa durch hormonelle Verhütung, die den Eisprung unterbindet.
 

Was hilft wirklich gegen PMDS?

Die meisten Frauen bewältigen leichte PMS-Beschwerden, indem sie in der prämenstruellen Phase auf Ruhe und Stressvermeidung achten. Empfehlungen wie Sport, Entspannung, Rauchverzicht, Alkoholvermeidung, Koffeinreduktion und salzarme Ernährung können helfen, sind aber wissenschaftlich wenig belegt.

Was löst PMDS aus?

Die Ursachen der PMDS (Prämenstruelle Dysphorische Störung) sind komplex und neurobiologisch, basieren oft auf einer genetischen Überempfindlichkeit des Gehirns gegenüber den natürlichen Schwankungen von Geschlechtshormonen (Östrogen und Progesteron) im Zyklus, was die Gehirnchemie (wie Serotonin) beeinflusst. PMDS ist keine Hormonstörung selbst, sondern eine starke Reaktion des Gehirns, die durch Faktoren wie Stress, frühere Traumata oder bestimmte Verhütungsmittel verstärkt werden kann und zu schweren psychischen Symptomen führt. 

Premenstrual Dysphoric Disorder (PMDD)

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Was passiert im Gehirn bei PMDS?

Bei den von PMDS betroffenen Frauen ist die Transporterdichte für den Botenstoff (Transmitter) Serotonin im Gehirn vor der Regelblutung stark erhöht. Dies würde einen vorübergehenden Serotoninmangel bei der Signalübertragung an den Synapsen im Gehirn begünstigen, der die affektiven Symptome der PMDS erklären könnte.

Kann ein Mann mit PMDS schwanger werden?

PMDS-Patienten sind selten fertil und leiden meist unter Unfruchtbarkeit und Leistenbruch. Ursachen der Unfruchtbarkeit sind vielfältig, wie z. B. Hodenhypoplasie und Ejakulationsgangobstruktion durch Kompression durch MD-Strukturen.

Welches Hormon fehlt bei PMDS?

Es ist wissenschaftlich noch nicht genau geklärt, was genau PMS verursacht. Die gängigste Theorie ist, dass ein Ungleichgewicht der weiblichen Hormone Östrogen und Progesteron der Auslöser ist. Progesteron wird in der zweiten Zyklushälfte gebildet, also vor dem Einsetzen der Menstruation .

Welches Medikament hilft gegen PMDS?

Medikamente bei PMDS (Prämenstruelle Dysphorische Störung) sind oft SSRI-Antidepressiva (z.B. Fluoxetin, Sertralin) als erste Wahl für Stimmungssymptome, kombiniert mit Pille (orale Kontrazeptiva) zur Zyklusregulierung oder zur Unterdrückung des Eisprungs. Auch Diuretika gegen Wassereinlagerungen, Schmerzmittel (Ibuprofen), und in schweren Fällen GnRH-Agonisten kommen zum Einsatz, oft off-label. Wichtig ist die individuelle ärztliche Abklärung, da manche Medikamente (wie Progesteron) kontraproduktiv sein können.
 

Wie kann ich die Periode abschwächen?

Um die Periode abzuschwächen, helfen Wärme (Wärmflasche, Bad), Entspannung (Yoga, Ruhe), bestimmte Hausmittel (Eisenreiche Ernährung, Vitamin E), hormonelle Verhütungsmittel wie die Pille oder Spirale, sowie spezielle Medikamente wie Tranexamsäure, wobei bei starken Beschwerden auch ärztliche Eingriffe wie Endometriumablation möglich sind, betont gesund.bund.de, always.de und cyclotest.de.
 

Ist PMDS eine depressive Störung?

PMDS (Prämenstruelle Dysphorische Störung) ist eine schwere Form des prämenstruellen Syndroms (PMS) mit ausgeprägten depressiven Symptomen wie Hoffnungslosigkeit, Reizbarkeit, Angst und Stimmungsschwankungen, die zyklisch vor der Menstruation auftreten und das Leben stark beeinträchtigen, aber nach der Periode wieder verschwinden und von einer „normalen“ Depression abgegrenzt werden müssen. Die Ursachen liegen in einer veränderten Reaktion des Serotonin-Stoffwechsels auf normale Hormonschwankungen. Behandlung kann durch Lebensstiländerungen, Entspannungstechniken und spezifische Medikamente (SSRI) erfolgen.
 

Hilft eine Geburt bei PMDS?

Manche Frauen erfahren eine Linderung ihrer Symptome, da die Schwangerschaft den Menstruationszyklus unterbricht und somit die hormonellen Schwankungen verhindert, die PMDS auslösen . Andere leiden weiterhin unter Stimmungsschwankungen, insbesondere wenn sie empfindlich auf schwangerschaftsbedingte Hormonveränderungen reagieren.

Welcher Arzt bei PMDS?

Bei PMDS (Prämenstruelle Dysphorische Störung) ist der Gynäkologe/die Gynäkologin die erste Anlaufstelle, da es eine gynäkologische Erkrankung ist, die mit Hormonen zusammenhängt, aber auch Psychiater, Psychotherapeuten oder spezialisierte Zentren (z.B. für psychische Frauengesundheit) können helfen, insbesondere bei starken psychischen Symptomen. Spezialisierte Gynäkologen mit Hormon-Fokus sind ideal, um die Hormonwerte zu prüfen und Behandlungen wie die Pille im Langzyklus zu besprechen. 

Welche Ernährung bei PMDS?

Die Ernährung bei PMDS (Prämenstruelle Dysphorische Störung) sollte auf eine entzündungshemmende, ausgewogene Kost mit viel Obst, Gemüse, Vollkornprodukten und Proteinen setzen, während Zucker, Koffein, Salz und Alkohol reduziert werden sollten, um Blutzucker zu stabilisieren und Wassereinlagerungen zu mindern, unterstützt durch Vitamine (B6, D, E) und Mineralien (Magnesium, Kalzium). Eine gezielte Ernährung kann Symptome wie Stimmungsschwankungen, Heißhunger und Krämpfe positiv beeinflussen, oft ist jedoch eine Kombination mit anderen Therapien notwendig. 

Welches Hormon fehlt bei Traurigkeit?

Ein Mangel an dem Glückshormon Dopamin kann hingegen zu den Ursachen einer Depression zählen, da der Mensch durch die geringe Ausschüttung des aktivierenden Neurotransmitters antriebsloser, trauriger und gehemmter wird.

Ist PMDS eine Angststörung?

Was ist PMDS (Prämenstruelle Dysphorische Störung)?

Was ist, wenn extreme Stimmungsschwankungen auftreten, die eher an eine Depression vor der Periode erinnern und die körperliche Schmerzen die Angst verstärken, alltägliche Aufgaben nicht mehr bewältigen zu können? Solche massiven Symptome von PMDS sind kennzeichnend.

Was tun bei starker PMDS?

Bei starker PMDS helfen eine Kombination aus medizinischer Behandlung (oft Antidepressiva wie SSRIs), Psychotherapie (KVT), Lebensstiländerungen (Ernährung, Bewegung, Stressabbau), Entspannungstechniken (Yoga, Meditation) und pflanzlichen Mitteln (Mönchspfeffer, Johanniskraut) – aber immer in Absprache mit einem Arzt, da PMDS eine ernsthafte körperliche Störung mit starken psychischen Folgen ist. 

Welche Vitamine können bei PMDS helfen?

Zu den wichtigsten zählen Vitamin B6 und Calcium. In jedem Fall wird Psychotherapie als wichtige Basisbehandlung empfohlen. PMDS ist zwar keine psychische Erkrankung, sondern eine körperliche, doch die emotionalen Auswirkungen und der Umgang damit können sehr belastend sein.

Wie lange dauert PMDS?

Prämenstruelle dysphorische Störung (PMDS)

Bei prämenstruelle dysphorische Störung treten die Symptome regelmäßig und nur in der 2. Hälfte des Menstruationszyklus auf; die Symptome enden mit oder kurz nach der Menses.

Ist PMDS aggressiv?

Die Prämenstruelle Dysphorische Störung (PMDS) ist eine hormonbasierte Stimmungsstörung. Viele Betroffene leiden neben anderen Symptomen auch unter starker Gereiztheit und Wutausbrüchen während ihrer lutealen Phase. Jeder Mensch erlebt in seinem Leben viele Gefühle und auch Wut.

Wie wirkt Gestag auf die Psyche?

Gestagene haben eine ambivalente Wirkung auf die Psyche: Sie können beruhigend und angstlösend wirken, indem sie das Gehirn beeinflussen, aber bei manchen Frauen auch zu Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit, Angst und depressiven Verstimmungen führen, besonders bei der Einnahme synthetischer Formen in der Pille, während andere keine negativen Effekte spüren. Die Wirkung hängt stark von der individuellen Reaktion und der Art des Gestagens ab, wobei sie Östrogenwirkungen teilweise entgegenwirken können. 

Wie viele Frauen leiden an PMDS?

Etwa zehn bis fünfzehn Prozent aller gebärfähigen Frauen leiden an einer leichten Form der PMDS. Sie können damit aber ganz gut leben und sich arrangieren. Bei fünf bis sieben Prozent der Frauen ist die Störung allerdings so stark ausgeprägt, dass sie ihren Alltag in der 2. Zyklushälfte nicht mehr bewältigen können.

Ist PMDS vererbbar?

PMDS ist vererbbar. Das zeigen Studien mit Familien und eineiigen Zwillingen. Das bedeutet, dass es biologische Ursachen für die Erkrankung geben muss. Stark vereinfacht kann man sagen, dass das Gehirn anders funktioniert und deswegen stärker als normal auf Sexualhormone und Hormonschwankungen reagiert.

Was ist PMDS bei Frauen?

PMDS (Prämenstruelle dysphorische Störung) ist eine schwere Form des PMS, bei der Frauen vor der Periode intensive psychische Symptome wie Depression, Angst, Reizbarkeit, Hoffnungslosigkeit und Schlafstörungen erleben, die den Alltag stark beeinträchtigen und sich mit der Menstruation bessern. Es ist eine anerkannte Störung mit neurobiologischen Ursachen, bei der das Gehirn anders auf normale hormonelle Schwankungen reagiert, was zu erheblichen Stimmungsschwankungen führt, die über normale PMS hinausgehen.
 

Kann man PMDS testen?

Bislang gibt es keinen Test, mit dem sich PMDS nachweisen lässt. Auch die Hormonwerte sind bei Frauen mit PMDS oft völlig normal.