Ist mein Bausparvertrag gut?
Gefragt von: Corinna Voigt | Letzte Aktualisierung: 4. April 2026sternezahl: 4.6/5 (34 sternebewertungen)
Ob Ihr Bausparvertrag gut ist, hängt stark von Ihren Zielen ab: Er ist sehr gut für die sichere Finanzierung eines Immobilienwunsches (Kauf, Bau, Modernisierung), besonders bei steigenden Zinsen, da Sie sich ein günstiges Darlehen sichern, aber schlecht als reine Geldanlage, da die Guthabenzinsen oft sehr niedrig sind und Gebühren die Rendite schmälern, so Dr. Klein, Verbraucherzentrale.de, Baufi24 und LBS. Er lohnt sich, wenn Sie staatliche Förderungen wie die Wohnungsbauprämie oder Arbeitnehmersparzulage nutzen und langfristig planen, um sich die niedrigen Darlehenszinsen zu sichern, selbst wenn die aktuelle Zinslandschaft günstiger erscheint, meint Wüstenrot Bausparkasse AG.
Sind Bausparverträge noch sinnvoll?
Ja, Bausparen lohnt sich wieder, vor allem als Zinssicherung für zukünftige Immobilienprojekte und in Kombination mit staatlichen Förderungen wie Wohnungsbauprämie oder Wohn-Riester, da es niedrige Darlehenszinsen langfristig festschreibt und Planungssicherheit bietet, auch wenn die Guthabenzinsen eher niedrig sind. Als reine Geldanlage ohne Immobilie ist es wegen der geringen Guthabenzinsen oft nicht rentabel.
Wann ist ein 10.000 € Bausparvertrag zuteilungsreif?
Ein 10.000 € Bausparvertrag wird zuteilungsreif, wenn Sie je nach Tarif 40-50 % (also 4.000-5.000 €) angespart haben, eine Mindestansparzeit (oft 2 Jahre) erreicht und die nötige Bewertungszahl erreicht haben, was typischerweise nach 7-10 Jahren der Fall ist, wobei die genaue Zeit vom Vertrag, Einzahlungen und der Reihenfolge der Zuteilung abhängt.
Was bedeutet Bausparsumme 10.000 Euro?
Eine Bausparsumme von 10.000 Euro bedeutet, dass Sie mit Ihrem Bausparvertrag insgesamt diesen Betrag zur Verfügung haben möchten, aufgeteilt in einen angesparten Teil (ca. 40-50 %, also 4.000-5.000 €) und ein zinsgünstiges Darlehen über den Rest (6.000-7.000 €), um einen Immobilienwunsch (Bau, Kauf, Modernisierung) zu realisieren, wenn der Vertrag zuteilungsreif ist.
Welche Nachteile hat Bausparen?
Die größten Nachteile eines Bausparvertrags sind die hohe Abschlussgebühr und die geringen Zinsen auf das Bausparguthaben. Trotz der Nachteile kann das Bausparen als Ergänzung sinnvoll sein, wenn du in einigen Jahren eine Immobilie erwerben oder bauen möchtest.
Bausparen - die Lüge vom "Zinsen sichern"
31 verwandte Fragen gefunden
Wie viel sollte man monatlich in einen Bausparvertrag einzahlen?
Sie zahlen monatlich einen Betrag ein, der meist bei 4 bis 6 Promille (‰) der vereinbarten Bausparsumme liegt, also rund 3 bis 4 € pro 1.000 € Bausparsumme, aber die Rate ist flexibel anpassbar und kann durch vermögenswirksame Leistungen (VL) vom Arbeitgeber (bis 40 €) aufgestockt werden, was den Prozess beschleunigt und staatliche Förderungen wie Wohnungsbauprämie und Arbeitnehmersparzulage ermöglicht.
Was ist eine bessere Alternative zu einem Bausparvertrag?
Die bessere und günstigere Alternative ist der Fonds- und ETF-Sparplan. Auch hier kann man monatlich Geld zur Seite legen. Mittel- bis langfristig kann man hier mit einer Rendite von 4 bis 6 % pro Jahr rechnen.
Was passiert, wenn man einen Bausparvertrag überspart?
Hat ein Kunde seinen Bausparvertrag „überspart“, also so viel eingezahlt, dass das angesparte Geld die vereinbarte Bausparsumme überschritten hat, darf die Bausparkasse seinen Vertrag kündigen. Kunden derart „übersparter“ Verträge haben meist auch kein Recht mehr auf das Bauspardarlehen.
Wie hoch ist die Abschlussgebühr für einen Bausparvertrag mit 100.000 Euro Bausparsumme?
Ein Bausparvertrag über 100.000 Euro beinhaltet eine Ansparphase (ca. 40 % Eigenkapital, z.B. 40.000 €) mit niedrigen Guthabenzinsen (oft < 1 %), gefolgt von einem zinsgünstigen Darlehen für die restlichen 60 % (z.B. 60.000 €), wobei Abschlussgebühren (ca. 1-1,6 % der Summe) anfallen und die Zuteilung nach ca. 8-10 Jahren erreicht wird, um sich gegen steigende Zinsen abzusichern oder als Tilgung für eine bestehende Finanzierung zu dienen. Die monatliche Belastung (Zins und Tilgung) für das Darlehen liegt dann oft bei ca. 700-900 Euro, abhängig vom Tarif.
Was ist ein guter Zins für einen Bausparvertrag?
Der Mittelwert der Bauspar-Darlehenszinsen aller aktuellen Bauspartarife liegt laut der FMH-Finanzberatung aktuell bei 1,89 Prozent. Allerdings reicht die Spanne von 0,25 bis 5,50 Prozent. Die Guthabenzinsen liegen im Mittelwert bei 0,11 Prozent, bei einer Spanne von 0,01 bis 1,10 Prozent.
Was passiert mit meinem Bausparvertrag nach 7 Jahren?
Ein Bausparvertrag, der 7 Jahre läuft, steht oft kurz vor oder ist bereits in der Zuteilungsreife, was die Auszahlung von Guthaben und/oder Darlehen ermöglicht, aber auch die Sperrfrist für staatliche Förderungen (Arbeitnehmersparzulage, Wohnungsbauprämie) endet, wodurch Sie frei über das geförderte Geld verfügen können, meist für wohnwirtschaftliche Zwecke. Nach 7 Jahren ist die Mindestbindungsfrist für VL-Verträge erreicht, aber je nach Tarif dauert die Zuteilung 7-10 Jahre, bis 30-50% der Bausumme angespart sind.
Was ist eine gute Bewertungszahl?
Die Bewertungszahl muss bei einem Bausparvertrag mindestens 50% betragen, um ein Bauspardarlehen zu erhalten. Eine höhere Bewertungszahl erhöht jedoch die Chancen auf ein Bauspardarlehen und kann auch die Höhe des Bauspardarlehens beeinflussen.
Wie hoch ist die Rückzahlung eines Bauspardarlehens?
Die komplette Tilgung eines Bauspardarlehens ist von der Höhe der Zins- und Tilgungszahlungen abhängig. Üblicherweise ist das Bauspardarlehen nach rund 10 bis 15 Jahren getilgt. In vielen Fällen verlangt die Bausparkasse eine Rückzahlung des Darlehens innerhalb von 20 Jahren.
Was ändert sich bei Bausparverträgen 2025?
Werden 700 € oder mehr jährlich in den Bausparvertrag eingezahlt, beträgt die maximale Höhe der Wohnungsbauprämie 70 € bei Singles. Bei verheirateten Paaren oder Lebenspartnerschaften beläuft sich der Betrag auf 1.400 € jährliche Sparleistung und eine maximale Wohnungsbauprämie von 140 €.
Was ist eine Alternative zum Bausparvertrag?
Alternativen zum Bausparvertrag
Wer flexibel sparen möchte, kann auf börsengehandelte Indexfonds (ETFs) setzen. Diese bieten die Möglichkeit, langfristig von Aktienmarktrenditen zu profitieren und sind im Vergleich zu Bausparverträgen nicht an einen bestimmten Zweck gebunden.
Wie viel Einkommen braucht man für 50.000 Kredite?
Für einen 50.000 € Kredit benötigen Sie ein stabilen monatlichen Nettoeinkommen über der Pfändungsfreigrenze (ca. 1.490 €/Monat, bei Unterhalt mehr) und eine gute Bonität (Schufa), wobei die Kreditrate idealerweise nicht mehr als 35-40% Ihres Nettoeinkommens ausmacht; ein Einkommen ab etwa 1.500 € bis 2.000 € netto monatlich ist oft ein realistischer Startpunkt, aber entscheidend sind die konkrete monatliche Belastung und die Laufzeit, die Sie wählen.
Sind Bausparverträge steuerlich absetzbar?
Jedoch lässt sich nicht jeder Bausparvertrag von der Steuer absetzen. Wenn Sie einen Riester-Vertrag zum Erwerb von Wohneigentum abgeschlossen haben, können Sie die hierfür anfallende Sparsumme sowie die Tilgungsbeiträge in der jährlichen Steuererklärung als Sonderausgaben geltend machen.
Welche Bausparsumme macht Sinn?
Günstig wird ein Bausparvertrag vor allem dann, wenn Du eine niedrige Bausparsumme wählst. Wenn Du die Arbeitnehmersparzulage, die Wohnungsbauprämie oder vermögenswirksame Leistungen nutzen willst, reicht dafür meistens eine Bausparsumme von 10.000 oder 12.000 Euro. Mehr als 20.000 Euro sollten es nicht sein.
Welche Nachteile hat ein Bausparvertrag?
Nachteile eines Bausparvertrags
- Geringe Rendite: Durch den Verfall des Zinsniveaus in den letzten Jahrzehnten ist das Produkt “Bausparer” jedoch schleichend unattraktiver geworden. ...
- Keine Flexibilität: Zusätzlich ist dein Geld für 6 Jahre gebunden.
Was kann ich tun, wenn mein Bausparvertrag voll ist?
Kann ich einen Bausparvertrag nach Zuteilung weiter besparen? Ja, das ist in der Regel möglich. Besprechen Sie mit Ihrer Bausparkasse, dass Sie die Bausparsumme erhöhen möchten. Sie passt den Vertrag dann nach Möglichkeit an, sodass Sie weiter bausparen können.
Wie hoch ist der Bonus bei einem Bausparvertrag?
Hintergrund: Bonuszinsen aus einem Bausparvertrag
Nach den Allgemeinen Bedingungen für Bausparverträge (ABB) erhält der Bausparer bei Verzicht auf das Bauspardarlehen einen Bonus. Dieser besteht in einer auf den Vertragsbeginn rückbezogenen Erhöhung des Guthabenzinses um 2,5 % auf insgesamt 4,75 % jährlich.
Warum ist Bausparen nur noch selten sinnvoll?
Bausparvertrag zum Sparen eher nicht sinnvoll
Erwarten Sie hohe Renditen für Ihre Sparanlagen, ist ein Bausparvertrag nicht geeignet. Die Guthabenzinsen bewegen sich zwischen 0,01 und 0,25 %. Einziger Vorteil für den Bausparvertrag als Sparanlage: Sie erhalten in jedem Fall Ihre Ersparnisse bis zu 100.000 € zurück.
Wie viel kostet ein 300000 € Kredit im Monat?
Die monatliche Rate für einen Kredit über 300.000 € hängt stark von Zinssatz und Laufzeit ab, liegt aber typischerweise zwischen ca. 1.200 € und 1.800 €, je nach Konditionen; bei 30 Jahren Laufzeit und ca. 4,5 % Zinsen sind es etwa 1.577 € bis 1.239 € (längere Laufzeit, niedrigere Rate), während kürzere Laufzeiten höhere Raten bedeuten, aber die Gesamtkosten senken.
Wann ist ein Bausparvertrag mit 10.000 Euro zuteilungsreif?
Ab wann ist ein Bausparvertrag zuteilungsreif? Für deinen Bausparvertrag gibt es keine festgesetzte Laufzeit, sondern nur eine Mindestsparzeit von zwei bis 60 Monaten (je nach Tarif). Eine weitere Voraussetzung ist, dass dein Mindestguthaben je nach Tarif 40 bis 50 Prozent der Bausparsumme beträgt.
Wie alt darf eine rotlichtlampe sein?
Wie viel Kabel kann ich an eine Steckdose?