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Ist medizinische Fußpflege gleich Podologie?

Gefragt von: Hans-Dieter Kremer B.Sc.  |  Letzte Aktualisierung: 23. August 2022
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ein Podologe ist in der Lage so genannte Risikopatienten wie Diabetiker, Bluter und Rheumatiker entsprechend ärztlicher Verordnung fachgerecht zu behandeln. Die medizinische Fußpflege ist die präventive, therapeutische und rehabilitative Behandlung am gesunden, von Schädigungen bedrohten oder bereits geschädigten Fuß.

Was versteht man unter medizinischer Fußpflege?

Die Podologie (medizinische Fußpflege / medizinische Fußbehandlung) beschäftigt sich mit krankhaften Veränderungen der Füße, zum Beispiel an der Fußhaut und den Fußnägeln. Podologische Behandlungen sollen Beschwerden lindern und Schäden an den Füßen vorbeugen.

Was darf eine medizinische Fußpflegerin?

Typische Tätigkeiten einer medizinischen Fußpflege sind die Behandlung von Patienten mit diabetischem Fußsyndrom, Fußfehlstellungen, eingewachsenen Zehennägeln, Warzen oder Hühneraugen oder auch Patienten mit Nagel- oder Fußpilz.

Was gehört alles zu einer Podologischen Behandlung?

Die Podologische Therapie umfasst das fachgerechte Abtragen bzw. Entfernen von krankhaften Hornhautverdickungen, das Schneiden, Schleifen und Fräsen von krankhaft verdickten Zehennägeln und die Behandlung von Zehennägeln mit Tendenz zum Einwachsen sowie von eingewachsenen Zehennägeln im Stadium 1.

Wann zahlt die Krankenkasse Podologische Fußpflege?

Die gesetzlichen Krankenkassen zahlen die podologische Behandlung von Schäden am Fuß, die durch Diabetes, Nervenschäden oder Rückenmarksverletzungen bedingt sind. Auch bei diesen Behandlungen gibt es jedoch einen Eigenanteil, der von den Patienten selbst bezahlt werden muss.

Podologie vs Fußpflege - Wer darf was?

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Wer bekommt ein Rezept für Podologie?

Wann darf mein Arzt mir Podologie verordnen? Ihr Arzt darf die podologische Therapie verordnen, wenn Sie an einem diagnostizierten diabetischen Fußsyndrom mit Gefühls- und/oder Durchblutungsstörungen (Wagner-Stadium 0) leiden.

Wie oft sollte man zur medizinischen Fußpflege?

FEETASTIC: Wie oft sollte man zur medizinischen Fußpflege gehen? Reichen zwei Besuche im Jahr? Köhler: Nein, Sie sollten in jedem Fall regelmäßig zur medizinischen Fußpflege gehen. Allgemein empfohlen wird einmal im Monat.

Wie lange dauert eine Podologische Fußpflege?

Die podologische Komplexbehandlung dauert zwischen 30 und 50 Minuten. Sie besteht aus einem Fußbad, einer ausführlichen Anamnese, einer Inspektion sowie Palpation der Füße und der eigentlichen podologischen Behandlung.

Was ist eine kleine Podologische Behandlung?

Die podologische Therapie umfasst das fachgerechte Abtragen bzw. Entfernen von krankhaften Hornhautverdickungen, das Schneiden, Schleifen und Fräsen von krankhaft verdickten Zehennägeln mit Tendenz zum Einwachsen sowie von eingewachsenen Zehnnägeln im Stadium 1.

Warum brauche ich ein Privatrezept für Podologische Fußpflege?

In einer medizinischen Grauzone

Nur mit einer Verordnung, so der Verband, seien Podologen auch berufsrechtlich auf der sicheren Seite. Das sieht auch die Bayerische Landesärztekammer so und empfiehlt die Ausstellung eines Privatrezepts, was für den Arzt unproblematisch sei.

Was zahlt die Krankenkasse für medizinische Fußpflege?

90 Prozent der Behandlungskosten für Podologie werden von der Krankenkasse übernommen. Der Podologe rechnet dies direkt mit uns ab. Eine Zuzahlung von 10 Prozent sowie eine einmalige Gebühr in Höhe von 10 Euro pro Verordnung zahlen Sie selbst. Für Kinder und Jugendliche übernehmen wir die gesamten Kosten.

Wie läuft eine medizinische Fußpflege ab?

Nach dem Fußbad, wird die Hornhaut mittels Skalpell und/oder Fräser entfernt, die Nägel gekürzt, gefeilt und ausgeputzt. Bei Bedarf werden Hühneraugen, Pilz- und eingewachsene Nägel behandelt oder mit dem Fräser abgetragen.

Wer darf Nagelpilz behandeln?

Podologen ist unter ärztlicher Anleitung eine Mitbehandlung von Nagelpilz möglich.

Was muss auf einem Podologie Rezept stehen?

Allgemeine Voraussetzungen für die Verordnung

Voraussetzung für die erstmalige Verordnung einer podologischen Behandlung ist eine ärztliche Diagnostik. Diese muss insbesondere die dermatologischen und neurologischen Befunde beinhalten, ggf. auch angiologische oder muskuloskelettale Beurteilungen.

Was macht der Podologe bei Nagelpilz?

Die Podologin reduziert das Dickenwachstum der befallenen Nägel und entfernt das mit Nagelpilz infizierte Material soweit es geht. Danach kann die Nagelpilzerkrankung optimal therapiert werden. Ergänzend wird der Nagelpilz meist mit einem oralen Präparat, das den Wirkstoff Terbinafin enthält, bekämpft.

Kann man medizinische Fußpflege von der Steuer absetzen?

Der 4. Senat des Schleswig-Holsteinischen FG hat entschieden, dass die von Podologen erbrachten Leistungen der medizinschen Fußpflege auch dann nach § 4 Nr. 14 Buchst. a UStG steuerfrei sein können, wenn sie nicht aufgrund einer ärztlichen Verordnung erfolgen.

Wie teuer ist ein Podologe?

Die Kosten für eine Behandlung variieren je nach Art und Dauer, liegen durchschnittlich jedoch bei etwa 25–40 Euro. Die Kosten trägt die Krankenkasse nur, wenn die medizinische Notwendigkeit gegeben ist und ein entsprechendes Rezept vorliegt.

Wie lange ist eine Verordnung für den Podologen gültig?

Dafür gibt es, ähnlich wie bei Arzneimitteln, verschiedene Verordnungsvordrucke (Rezepte). Der Patient muss die Therapie innerhalb von 14 Tagen nach dem Ausstellen des Rezeptes beginnen (Ausnahme Podologie: 28 Tage), ansonsten verliert die Verordnung ihre Gültigkeit.

Wann bekommt man ein Rezept für medizinische Fußpflege?

Medizinische Fußpflege konnte bis Juni 2020 nur für Menschen mit Diabetes auf Rezept verordnet werden. Seit 1. Juli 2020 bekommen nun auch Personen mit Neuropathien oder einem Querschnittsyndrom die Fußpflege auf Rezept.

Wie oft darf man die Hornhaut entfernen?

Einen generell gültigen Zeitplan gibt es trotzdem nicht, denn Hornhaut ist so individuell wie unsere Füße. Wie oft die Entfernung notwendig ist, hängt von Hautbild und Pflege ab. Der Zeitraum liegt für viele Betroffene zwischen zwei Wochen und zwei Monaten.

Warum habe ich starke Hornhaut an den Füßen?

Wie Hornhaut entsteht

An den Füßen entsteht Hornhaut in einem Zusammenspiel von trockener Haut, Druckbelastung und Reibung. Die Haut bildet dann vermehrt ganz bestimmte Hautzellen, die Korneozyten. Die Hornhautschicht selbst besteht aus abgestorbenen Hautzellen, weshalb sie auch schmerzfrei entfernt werden kann.

Was mögen Nagelpilze nicht?

Als altbewährtes Nagelpilz-Hausmittel gilt die Zitrone: Tränken Sie ein Wattestäbchen in frischen Zitronensaft und benetzen Sie morgens und abends den betroffenen Nagel damit. Das Ganze wiederholen Sie täglich über mehrere Wochen – auch noch einige Tage nach Abklingen der Symptome.

Kann ein Podologe Nagelpilz feststellen?

Die Podologie: Erfolgreiche Nagelpilzbehandlung

Dabei ist zu beachten, dass aufgrund der berufsständischen Regularien nur Podologen beziehungsweise medizinisch qualifiziertes Fußpflege-Personal zur Behandlung von Nagelpilz befugt sind.

Wie oft Nägel Abschleifen bei Nagelpilz?

Einmal pro Woche sollte die Prozedur stattfinden. Wer Nagelpilz am Fuß hat, wäscht sich am besten täglich die Füße und trocknet sie anschließend gründlich ab – auch zwischen den Zehen.

Wie lange dauert eine gute Fußpflege?

Eine klassische Pediküre dauert 35 Minuten. Mit zusätzlichen Leistungen kann es bis zu einer Stunde dauern.