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Ist man ohnmächtig wenn man schläft?

Gefragt von: Harry Popp  |  Letzte Aktualisierung: 19. Januar 2026
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Nein, man ist beim normalen Schlaf nicht bewusstlos im Sinne einer Ohnmacht, sondern befindet sich in einem veränderten Bewusstseinszustand mit reduzierter Wahrnehmung, in dem das Gehirn sehr aktiv ist, aber nicht vollständig "abgeschaltet". Das Gehirn verarbeitet Informationen, sortiert Erinnerungen und repariert sich selbst, aber wir verlieren das Bewusstsein für unsere Umgebung, weil Hirnareale, die für das Bewusstsein zuständig sind, in den Schlafmodus wechseln.

Ist man bewusstlos, wenn man schläft?

Nein, man ist im Schlaf nicht vollständig bewusstlos, sondern in einem veränderten Bewusstseinszustand; das Gehirn ist aktiv, verarbeitet Informationen, konsolidiert Erinnerungen und regeneriert sich, auch wenn die Wahrnehmung der Außenwelt reduziert ist, was Schlaf von echter Bewusstlosigkeit (wie Koma) unterscheidet. Man kann aus dem Schlaf durch äußere Reize geweckt werden, was bei Koma nicht möglich ist.
 

Kann man im Schlaf in Ohnmacht fallen?

Nein, man fällt normalerweise nicht "in Ohnmacht", während man fest schläft, da der Schlaf ein tiefer Zustand des Bewusstseins ist, aber das Gehirn aktiv bleibt. Allerdings können hypnagogische Halluzinationen (Einschlaf-Erscheinungen) oder eine Schlafparalyse beim Übergang in den Schlaf zu dem Gefühl fallen oder zucken führen, was harmlos ist; gefährlicher sind aber Schlafapnoe (Atemaussetzer) oder narkoleptische Attacken, die zu plötzlichem Bewusstseinsverlust führen können, aber meist schon während des Einschlafens oder im Wachzustand auftreten.
 

Warum werde ich im Schlaf ohnmächtig?

Epilepsie steht an erster Stelle der Differenzialdiagnosen, wenn Patienten während des Schlafs Synkopen erleiden; andere Ursachen sind Schlaflähmung, Schlafapnoe, Hypoglykämie, Panikattacken oder Arrhythmien [12].

Kann man im Liegen bewusstlos werden?

Ja, man kann auch im Liegen ohnmächtig werden, obwohl es seltener ist als beim Aufstehen; dies kann durch starke Emotionen (Angst, Schmerz), aber auch durch Stoffwechselprobleme, Herzrhythmusstörungen, Medikamente oder neurologische Ursachen wie Epilepsie ausgelöst werden, die den Blutfluss zum Gehirn kurzzeitig unterbrechen. Der häufigste Fall ist die orthostatische Synkope, die beim Lagewechsel auftritt, aber auch andere Formen der Ohnmacht können in jeder Position eintreten, wenn das Gehirn nicht genügend Sauerstoff bekommt.
 

Immer zu wenig Schlaf? Schlimme Folgen durch Schlafmangel? Das sollten Sie wissen bei Beschwerden!

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Warum bin ich im Liegen ohnmächtig geworden?

Wenn der Blutdruck zu stark abfällt, kann dies zu einer vasovagalen Synkope führen . Man verliert das Bewusstsein, weil das Gehirn nicht ausreichend mit Blut versorgt wird. Auslöser einer vasovagalen Synkope sind fast immer Ereignisse in der Umgebung oder im direkten Umfeld. Dazu gehören beispielsweise Dinge, die man sieht oder fühlt und die einen belasten.

Was ist eine Beinahe-Ohnmacht?

Eine Beinahe-Ohnmacht bezeichnet die Vorboten einer Synkope mit Symptomen wie Schwarzwerden vor den Augen, Schwindel und Kaltschweißigkeit – jedoch ohne Bewusstseinsverlust.

Wie erkenne ich, ob jemand schläft oder bewusstlos ist?

Ohr über Mund und Nase der betroffenen Person legen und hören, ob Atemgeräusche vorhanden sind. dabei mit der Wange prüfen, ob Luftstrom der betroffenen Person fühlbar ist. Die Atmung wird längstens zehn Sekunden kontrolliert.

Kann man durch Schlafmangel umkippen?

Dauerhaft zu wenig Schlaf kann eine Reihe von unangenehmen körperlichen Symptomen nach sich ziehen. Hier sticht Schwindel besonders hervor. Wenn ein Mensch ständig unter Schlafmangel leidet, kann das zu einem Gefühl der Benommenheit und zu Schwindel führen. Dies kann Deinen Alltag erheblich beeinträchtigen.

Was ist ein Fainting-Episode?

Die Synkope ist die Folge einer globalen Funktionsstörung des zentralen Nervensystems, die in der Regel auf eine unzureichende Hirndurchblutung zurückzuführen ist. Die meisten Synkope resultieren aus benignen Ursachen. Einige weniger häufige Ursachen umfassen Herzrhythmusstörungen oder -ausflussobstruktion.

Was ist der Unterschied zwischen ohnmächtig und schlafen?

Der Hauptunterschied ist die Reaktionsfähigkeit und die Ursache: Schlaf ist ein natürlicher, kontrollierter Zustand, in dem das Gehirn aktiv ist (Träume, Schlafphasen) und der Mensch weckbar bleibt, während Bewusstlosigkeit ein pathologischer Zustand ist, bei dem die Person nicht weckbar ist, lebenswichtige Reflexe (Husten, Schlucken) fehlen und die Ursache meist eine ernste Störung (Unfall, Krankheit) ist. Schlafende sind arglos, aber bei Bewusstsein (wenn auch abgeschwächt), Bewusstlose sind nicht ansprechbar und oft in Lebensgefahr.
 

Ist es normal, aus dem Bett zu fallen?

Und sehr selten fallen Erwachsene eben auch einmal aus dem Bett. Bleibt es bei einem Einzelfall, ist das noch kein Grund zur Sorge. Sollte es öfter vorkommen und ist man beunruhigt, ist aber ein Besuch beim Schlafmediziner empfehlenswert.

Wie merkt man einen Schlaganfall im Schlaf?

Ein Schlaganfall im Schlaf (Wake-up-Stroke) zeigt die gleichen Symptome wie ein normaler Schlaganfall, wird aber beim Aufwachen bemerkt: plötzlich auftretende Lähmungen oder Taubheitsgefühle auf einer Körperhälfte, herabhängender Mundwinkel, Sprachstörungen (nuscheln, unverständliche Worte), Sehstörungen oder starke Schwindelgefühle und Kopfschmerzen. Da der Zeitpunkt unbekannt ist, zählt jede Minute – sofort den Notruf 112 wählen, auch wenn die Symptome nachlassen, da dies ein medizinischer Notfall ist.
 

Was bedeutet "fallen im Schlaf"?

"Fallen im Schlaf" meint meist Einschlafzuckungen (hypnagogische Zuckungen) – harmlose Muskelzuckungen beim Einschlafen, oft begleitet vom Gefühl zu fallen oder zu erschrecken, da das Gehirn die Muskelentspannung falsch interpretiert. Seltener kann es bei REM-Schlaf-Verhaltensstörung passieren, dass man aufgrund von lebhaften Träumen unkontrolliert aus dem Bett fällt, was jedoch eine ernstere Störung ist.
 

Was ist der Unterschied zwischen bewusstlos und ohnmächtig?

Ohnmacht (Synkope) ist eine kurze, meist harmlose Form der Bewusstlosigkeit durch vorübergehende Minderdurchblutung des Gehirns, die oft mit Vorboten (Schwindel, Übelkeit) einsetzt und nach Sekunden wieder endet, während Bewusstlosigkeit ein längerer Zustand ist, der bei über einer Minute auftritt, auf schwerere Ursachen (Schlaganfall, Vergiftung, Unfall) hinweist und einen Notfall darstellt, bei dem die Person nicht ansprechbar ist und lebenswichtige Funktionen gefährdet sein können. Der Hauptunterschied ist also die Dauer und die zugrunde liegende Ursache.
 

Ist das Gehirn mit 25 ausgereift?

Ja, das menschliche Gehirn gilt als weitgehend ausgereift, wenn der präfrontale Kortex seine Entwicklung abgeschlossen hat, was typischerweise um das Alter von 25 Jahren der Fall ist. Dieser Bereich ist entscheidend für höhere kognitive Funktionen wie Impulskontrolle, Entscheidungsfindung, Planung und soziale Interaktion, wodurch junge Erwachsene lernfähig bleiben, aber auch eine verbesserte Impulskontrolle entwickeln.
 

Kann man ohnmächtig werden, wenn man schläft?

Ja, man kann im Schlaf ohnmächtig werden, aber es ist seltener und oft ein Zeichen für eine zugrunde liegende medizinische Ursache wie Epilepsie, Schlafapnoe, Herzrhythmusstörungen, Schlaganfall oder Unterzuckerung, die zu einer echten Bewusstlosigkeit führen kann, im Gegensatz zu normalen Schlafphänomenen wie Schlaflähmung. Normalerweise behält man im Schlaf das Bewusstsein, aber bei medizinischen Problemen kann es zu Ohnmachtsanfällen (Synkopen) kommen, die sich durch Symptome wie Schwitzen, Schwindel, Herzrasen oder Orientierungsverlust äußern können und sofortige ärztliche Abklärung erfordern. 

Kann Schlaf einen Herzinfarkt auslösen?

Ja, ein Herzinfarkt kann auch im Schlaf auftreten, besonders häufig in den frühen Morgenstunden, oft begünstigt durch Schlafapnoe (Atemaussetzer), Schlafmangel oder unregelmäßigen Schlaf, was zu Sauerstoffmangel und erhöhter Herzbelastung führt; wichtige Risikofaktoren sind auch Stress, Schichtarbeit, nächtlicher Fluglärm und die Störung der inneren Uhr, aber Herzrasen allein ohne Brustschmerzen oder Atemnot ist meist harmlos, doch bei Verdacht auf einen Infarkt (Druckgefühl, Atemnot) ist sofortige Notfallhilfe nötig.
 

Ist 4 Stunden Schlaf zu wenig?

Ja, 4 Stunden Schlaf sind für die meisten Menschen deutlich zu wenig und führen langfristig zu ernsthaften Gesundheitsrisiken wie Herz-Kreislauf-Problemen, Diabetes, Übergewicht, geschwächtem Immunsystem und psychischen Problemen, da der Körper die notwendigen Regenerationsprozesse nicht abschließen kann; nur wenige genetisch bedingte "Kurzschläfer" können dies ohne negative Folgen verkraften, während 7-8 Stunden Schlaf für Erwachsene als ideal gelten. 

Kann man im Liegen ohnmächtig werden?

Ja, man kann auch im Liegen ohnmächtig werden, obwohl es seltener ist als beim Aufstehen; dies kann durch starke Emotionen (Angst, Schmerz), aber auch durch Stoffwechselprobleme, Herzrhythmusstörungen, Medikamente oder neurologische Ursachen wie Epilepsie ausgelöst werden, die den Blutfluss zum Gehirn kurzzeitig unterbrechen. Der häufigste Fall ist die orthostatische Synkope, die beim Lagewechsel auftritt, aber auch andere Formen der Ohnmacht können in jeder Position eintreten, wenn das Gehirn nicht genügend Sauerstoff bekommt.
 

Kann man im Schlaf ersticken oder wacht man auf?

Man kann im Schlaf ersticken, besonders durch schwere Schlafapnoe (Atemaussetzer), Reflux oder äußere Ursachen wie bei Babys (fremde Objekte, Erdrücken), aber oft weckt ein Notmechanismus den Körper reflexartig auf, bevor es tödlich endet; da dies aber nicht immer garantiert ist, sind Schlafapnoe-Behandlung und sichere Schlafumgebung (bes. für Babys) wichtig. Der Körper startet ein Notprogramm (Aufwachen, Japst nach Luft), doch der Schlaf bleibt gestört und das Herz-Kreislauf-System belastet. 

Wie fühlt man sich kurz vor Bewusstlosigkeit?

Sie kann sich durch Vorboten wie Übelkeit, Hitzegefühl, weiche Knie oder ein flaues Gefühl im Bauch äußern. Oder auch ohne Vorwarnung ganz einfach da sein. Häufig führen Ohnmachten zu Stürzen, unter Umständen mit Verletzungen.

Wie kündigt sich Bewusstlosigkeit an?

Symptome vor einer Ohnmacht (Synkope) sind oft Schwindel, Übelkeit, Sehstörungen (Schwarzwerden vor Augen, Flimmern), Schwächegefühl, Schwitzen, Blässe und Herzrasen oder Herzstolpern, die sich durch Hinlegen und Hochlagern der Beine verhindern lassen können. Eine vollständige Bewusstlosigkeit bedeutet einen plötzlichen, kurzen Verlust des Bewusstseins und der Muskelkontrolle, bei dem die Person nicht reagiert und oft stürzt, wobei die Atemwege gefährdet sind und ein Notruf abgesetzt werden muss.
 

Soll man nach Ohnmacht ins Krankenhaus?

Ja, jede Ohnmacht (Synkope) sollte ärztlich abgeklärt werden, um ernste Ursachen auszuschließen, auch wenn sie oft harmlos ist; bei längerer Bewusstlosigkeit, Atemnot, Krämpfen, Brustschmerzen oder wenn die Person nach dem Aufwachen nicht ansprechbar ist, sofort den Notruf (112) wählen und mit Wiederbelebungsmaßnahmen beginnen. Bei unkomplizierten Fällen mit schneller Erholung kann der Arztbesuch später erfolgen, aber eine Abklärung ist wichtig, da Verletzungen durch den Sturz drohen und Wiederholungen auf ernstere Probleme hinweisen können. 

Was löst plötzliche Ohnmacht aus?

Die Antwort ist nicht einfach, denn es gibt mehrere Erklärungen: Besonders häufig führen Entgleisungen des Kreislaufs zur plötzlichen Ohnmacht. Angst, Schmerzen oder Stress können zu einer Überreaktion des Nervensystems (einer vasovagalen Synkope) führen. Es kommt zum plötzlichen Blutdruck- und/oder Pulsabfall.

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