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Ist Lüften bei Regen sinnvoll?

Gefragt von: Erhard Körner  |  Letzte Aktualisierung: 18. Februar 2026
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Ja, Lüften bei Regen ist sinnvoll, da die kühlere Außenluft meist trockener ist als die feuchte, warme Innenluft und so Schadstoffe und Feuchtigkeit abtransportiert werden; wichtig ist das Stoß- oder Querlüften für nur wenige Minuten, aber bei starkem Sturm oder wenn die Außenluft genauso warm und feucht ist, sollte man das Lüften besser lassen, um Wasserschäden zu vermeiden.

Wie lange Lüften bei Regen?

Bei Regen lüften Sie kurz und kräftig mit Stoßlüften (Fenster ganz öffnen) für 5–15 Minuten, mehrmals täglich (3–4 Mal), um feuchte Luft auszutauschen, ohne dass der Raum auskühlt, wobei Sie bei starkem Regen auf die windabgewandte Seite achten und die Heizung abstellen sollten. Auch bei Regen ist Lüften wichtig, da die Außenluft oft trockener ist, wenn sie kälter ist als drinnen.
 

Was bringt Lüften bei Regen?

Lüften ist auch bei Regenwetter ratsam, denn die Außenluft ist selbst dann nach dem Erwärmen noch trockener als die verbrauchte Innenraumluft. Generell kann kalte Luft weniger Feuchtigkeit aufnehmen als warme. Je kühler die Zimmertemperatur, desto häufiger muss gelüftet werden.

Kann man bei Regen Fenster gekippt lassen?

Mieter müssen für Schäden durch Starkregen am Haus und an der Wohnungseinrichtung haften, wenn sie Dachfenster, Balkontüren und generell Wohnungsfenster geöffnet oder auf „Kippstellung“ lassen und der Regen deshalb in die Räume eindringen kann. Das gilt besonders nach entsprechenden Unwettervorhersagen.

Wann sollte man nicht Lüften?

Der optimale Zeitpunkt dafür: frühmorgens und abends. Besonders in der heißen Jahreszeit sorgen Sie so auch tagsüber für angenehme Temperaturen. Doch Achtung: Lüften Sie nicht quer, wenn eine hohe Luftfeuchtigkeit im Raum herrscht. Ansonsten verteilt sich diese nach dem Duschen oder Kochen noch weiter.

Lüften bei Regen oder Nebel - Ist das sinnvoll? Nicht Lüften bei hoher Luftfeuchtigkeit?

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Ist es sinnvoll, Fenster bei Regen zu öffnen?

Dass die Fenster bei Regen geschlossen bleiben sollten, damit keine zusätzliche Feuchtigkeit in die Räume gelangt, ist übrigens ein Trugschluss. Selbst bei Regenwetter ist Lüften ratsam, da die Außenluft nach dem Erwärmen immer noch trockener als die verbrauchte Innenraumluft ist.

Ist die Luftfeuchtigkeit bei Regen 100 %?

Ja, 100 % Luftfeuchtigkeit bedeutet, die Luft ist mit Wasserdampf gesättigt und kann nichts mehr aufnehmen, was oft bei Regen der Fall ist, da dann die Kondensationskerne für Wolkenbildung und Niederschlag vorhanden sind; es kann aber auch nach dem Regen verdampfen, sodass die Luftfeuchtigkeit steigt, oder im Nebel bei 100 % sein, während die Luft dann beim Erwärmen in Innenräumen scheinbar weniger feucht wird.
 

Ist es schlimm, wenn man einen Tag nicht lüftet?

Ohne einen regelmäßigen Luftaustausch sinkt der Sauerstoffgehalt im Wohnbereich, man fühlt sich müde oder der Kopf schmerzt. Hinzu kommen schlechte Gerüche. Doch nicht nur wegen der gesundheitlichen Folgen, sondern auch aus Kostengründen sollte man auf ein angenehmes Raumklima achten.

Wie bekomme ich Feuchtigkeit aus dem Raum?

Die Luft in der Wohnung und im Haus entfeuchten

Stoßlüften: Die schnellste und einfachste Methode, wie du eine hohe Luftfeuchtigkeit aus der Wohnung bekommst, ist das Stoßlüften. Um im Winter richtig zu lüften und zu heizen, öffne das Fenster für 5–10 Minuten vollständig und stelle dabei die Heizung aus.

Soll man bei Regen Fenster putzen?

Bei Regenwetter kommt niemand auf die Idee, Fenster zu putzen, jedoch auch bei strahlendem Sonnenschein ist davon abzuraten. Durch die Sonneneinstrahlung kann das Reinigungsmittel frühzeitig trocknen und es bilden sich unschöne Streifen.

Soll man bei Regen den Keller Lüften?

Sehen Sie vom Lüften bei Regen oder Schnee ab, damit kein Wasser in die Kellerräume gelangt. Stellen Sie Möbel nicht direkt an die Wände, sondern lassen Sie Luft dazwischen. So kann die Luft im Raum optimal zirkulieren und es bilden sich keine Sporen hinter den Möbeln.

Warum sollte man Fenster beim Lüften nicht kippen?

Ständig frische Luft durch Kipplüften

Doch gerade bei gekippten Fenstern ist der Luftaustausch sehr gering. Im Winter kommt hinzu, dass die Oberflächen im Fensterbereich schnell abkühlen und sich Schimmel bilden kann. Tipp: Gekippte Fenster eher vermeiden und im Winter ganz darauf verzichten.

Warum ist die Luftfeuchtigkeit trotz Lüften über 60%?

Hohe Luftfeuchtigkeit über 60 %, trotz Lüften, deutet oft auf falsches Lüftungsverhalten (Kipplüften statt Stoßlüften), bauliche Probleme (Wärmebrücken, Bauschäden) oder eine hohe Innenfeuchtigkeit durch Aktivitäten wie Kochen/Duschen hin, die nicht ausreichend abgeführt wird. Man sollte Stoßlüften (Querlüften) anstreben, Wäsche draußen trocknen und prüfen, ob Baumängel oder Kondensation an kalten Wänden die Ursache sind; ein Luftentfeuchter kann kurzfristig helfen, muss aber die Ursache bekämpfen. 

Wie warm muss ein Raum sein, damit es nicht schimmelt?

Damit ein Raum nicht schimmelt, sollte die Temperatur konstant bei mindestens 16–18 °C liegen und die Luftfeuchtigkeit 40–60 % nicht überschreiten; eine gleichmäßige Beheizung (kein komplettes Auskühlen) und regelmäßiges Stoßlüften sind entscheidend, um warme, feuchte Luft an kalten Wänden kondensieren zu lassen und so Schimmelbildung zu verhindern.
 

Kann man zu viel oder falsch lüften?

Ja, man kann auch zu viel lüften. Eben beispielsweise durch dauerhaft gekippte Fenster. Aber auch zu lange offene Fenster zur falschen Tageszeit (besonders im Sommer oder Winter) können dazu führen, dass du “falsch” lüftest.

Wie lange sollte man lüften, bis die Fenster nicht mehr beschlagen sind?

Ja, es ist ein gutes Zeichen, dass der Luftaustausch erfolgreich ist, wenn die Fenster nach dem Lüften nicht mehr beschlagen sind, aber "so lange lüften, bis sie trocken sind" ist zu lang und verschwendet Heizenergie, da dies zu lange intensive Wärmeabfuhr bedeutet. Richtig ist: Kurz, aber intensiv (Stoß- oder Querlüften), mehrmals täglich (3-4x) für wenige Minuten (ca. 5-10 Min. je nach Außentemperatur), bis die Feuchtigkeit draußen ist, dann sofort schließen und heizen. Danach die Scheiben abwischen.
 

Was zieht Feuchtigkeit aus der Wand?

Feuchtigkeit wird aus der Wand durch eine Kombination aus Wärme (Heizlüfter, Heizung) und Entfeuchtung (Luftentfeuchter, Bautrockner) gezogen, wobei die warme Luft mehr Feuchtigkeit aufnehmen kann und der Entfeuchter diese bindet. Bei tiefgreifender Feuchtigkeit (aufsteigende Nässe, seitliches Eindringen) helfen spezielle Verfahren wie Injektionen (z. B. mit Silanen), der Einbau von Horizontalsperren (Bleche, Harze) oder Vertikalsperren (Abdichtungen, Drainagen), oft ergänzt durch Spezialputze (Sanierputze).
 

Warum sind meine Fenster trotz Lüften feucht?

Feuchte Fenster trotz Lüften entstehen durch eine Kombination aus hoher Luftfeuchtigkeit (durch Kochen, Duschen, Atmen), kalten Fensterscheiben (Wärmebrücken) und unzureichender Luftzirkulation, wodurch Feuchtigkeit an der kältesten Stelle kondensiert. Helfen Sie mit richtigem Stoßlüften (kurz, kräftig, mehrmals täglich), gleichmäßigem Heizen (Räume nicht auskühlen lassen), Luftentfeuchtern und prüfen Sie ältere Fenster auf Dichtungen oder Schäden, um die Feuchtigkeit zu reduzieren. 

Soll man Lüften, wenn es regnet?

Haben Sie bei Regen eine hohe Luftfeuchtigkeit in der Wohnung, liegt das häufig an der Temperatur. Denn nur wenn es draußen kälter ist als drinnen, funktioniert das Lüften bei Regen. Achten Sie aber darauf, die Fenster bei starken Regenfällen geschlossen zu halten.

Kann durch zu viel Lüften Schimmel entstehen?

Ja, zu viel oder falsches Lüften kann Schimmel verursachen, paradoxerweise vor allem im Winter: Ständig gekippte Fenster kühlen die Wände aus, die Feuchtigkeit in der warmen Raumluft kondensiert dann an den kalten Oberflächen und bildet Schimmel, anstatt einen vollständigen Luftaustausch zu ermöglichen. Richtiges Lüften bedeutet kurzes, kräftiges Stoß- oder Querlüften (3-4 Mal täglich) bei gleichzeitig gedrehten Heizkörpern, um die Luftfeuchtigkeit unter 70 % zu halten und die Bausubstanz warm zu lassen, aber die Feuchtigkeit effektiv zu entfernen.
 

Warum nicht abends Lüften?

Nachts gibt der Mensch durch Atmung und Schwitzen Feuchtigkeit ab, die sich in der Luft, der Matratze oder der Bettwäsche ansammeln kann. Dies führt zu einer erhöhten Luftfeuchtigkeit und einer Konzentration von Kohlendioxid (CO₂) und flüchtigen organischen Verbindungen (VOC).

Ist eine Luftfeuchtigkeit von 70% in der Wohnung unbehaglich?

70 % Luftfeuchtigkeit in der Wohnung sind zu hoch und ein deutliches Warnsignal für Gesundheitsrisiken (Allergien, Atemwegsprobleme) und Bauschäden (Schimmel, Milbenbefall). Sie entsteht oft durch falsches Lüften/Heizen oder Baumaängel und erfordert sofortiges Handeln, wie mehrmaliges Stoßlüften bei gleichzeitigem Heizen, das Reduzieren von Feuchtigkeitsquellen (Kochen, Duschen) und ggf. den Einsatz technischer Entfeuchtung oder die Überprüfung der Bausubstanz, um Schimmel und Bauschäden zu vermeiden.
 

Warum steigt die Luftfeuchtigkeit abends in der Wohnung an?

Wie viel Wasserdampf nun ein bestimmtes Luftvolumen aufnehmen kann, hängt nun aber entscheidend von der Lufttemperatur ab, denn Wärmere Luft kann mehr Wasserdampf aufnehmen als kältere. Das äußert sich zum Beispiel häufig darin, dass nachts die relative Luftfeuchte oftmals deutlich höher ist als tagsüber.

Kann bei 50 Luftfeuchtigkeit Schimmel entstehen?

Nein, bei konstant 50 % Luftfeuchtigkeit in der Mitte des Raumes ist die Schimmelgefahr gering, solange gut gelüftet wird; jedoch kann Schimmel an kalten Oberflächen wie Fenstern oder Ecken entstehen, wo die Feuchtigkeit kondensiert und die Luftfeuchtigkeit lokal 100 % erreicht, was einen idealen Nährboden bietet, da Schimmelpilze Feuchtigkeit aus dem Substrat ziehen und nicht nur aus der Luft. Wichtig ist, die Luftfeuchtigkeit allgemein zwischen 40-60 % zu halten, bei Kälte die Werte niedriger und das Lüften nach Feuchtigkeitsspitzen (Kochen, Duschen) nicht zu vernachlässigen, um Schimmel vorzubeugen.
 

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