Zum Inhalt springen

Ist FSME ein Totimpfstoff?

Gefragt von: Anneliese Nowak B.A.  |  Letzte Aktualisierung: 16. Februar 2026
sternezahl: 4.4/5 (33 sternebewertungen)

Der FSME-Totimpfstoff enthält inaktivierte FSME-Viren, die das Immunsystem zur Antikörperproduktion anregen, aber keine Krankheit auslösen können, um so vor der Frühsommer-Meningoenzephalitis zu schützen; es gibt keinen FSME-Lebendimpfstoff, und die Grundimmunisierung erfordert drei Impfungen, gefolgt von regelmäßigen Auffrischungen, besonders für Personen in Risikogebieten.

Welche sind Totimpfstoffe?

Beispiele für Totimpfstoffe sind Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten (Pertussis), Hepatitis A und B, Kinderlähmung (Polio, Spritze), Grippe (Influenza), Pneumokokken, FSME, Tollwut, Humane Papillomaviren (HPV), Cholera, Meningokokken sowie die chinesischen Corona-Impfstoffe (z.B. Sinovac, Sinopharm), die abgetötete Viren enthalten. Sie enthalten inaktivierte Erreger oder deren Bestandteile und können daher keine Infektion auslösen, weshalb sie auch bei Immunschwäche sicher sind. 

Welcher Impfstoff ist FSME?

Für die FSME-Impfung gibt es verschiedene Totimpfstoffe, die mit inaktivierten FSME-Viren arbeiten, wie FSME-IMMUN (für Kinder und Erwachsene) und Encepur (für Erwachsene), wobei die Wahl je nach Alter und Hersteller erfolgt; die Grundimmunisierung besteht immer aus drei Dosen, und es gibt spezielle Kinder- (Junior) und Erwachsenenversionen.
 

Ist Encepur ein Lebendimpfstoff?

Alle verfügbaren FSME-Impfstoffe sind Totimpfstoffe. Vorteil ist, dass das FSME-Virus dadurch seine Virulenz verloren hat und damit nicht mehr pathogen und fähig ist, eine Infektion zu verursachen.

Wie wird der FSME Impfstoff hergestellt?

Impfstoff

Als Impfstoff werden inaktivierte FSME-Viren verwendet. Die Viren werden in Fibroblasten aus Hühnereiern angezüchtet und an Aluminiumhydroxid gebunden als Impfstoff bereitgestellt.

FSME Impfung bei Krebs (Expertin erklärt)

44 verwandte Fragen gefunden

Was ist der Unterschied zwischen Totimpfstoffen und Lebendimpfstoffen?

Der Hauptunterschied liegt in der Beschaffenheit des Erregers: Totimpfstoffe nutzen abgetötete Erreger oder deren Teile, lösen eine schwächere Immunität aus und benötigen Auffrischungen, während Lebendimpfstoffe abgeschwächte, aber vermehrungsfähige Erreger enthalten, die eine stärkere, oft lebenslange Immunität erzeugen, aber bei Immunschwäche kontraindiziert sind. 

Ist die FSME-Impfung gut verträglich?

Ja, die FSME-Impfung gilt als gut verträglich, wobei meist harmlose, vorübergehende Reaktionen wie Rötung oder Schmerz an der Einstichstelle auftreten, auch Kopfschmerzen oder Fieber sind möglich, klingen aber meist schnell wieder ab. Schwerwiegende Nebenwirkungen sind sehr selten; die Impfung ist ein sicherer Schutz vor einer schweren Hirnhautentzündung.
 

Ist der FSME-Impfstoff lebend oder tot?

Der FSME-Impfstoff ist ein Totimpfstoff, der aus inaktivierten (abgetöteten) Viren besteht, die keine Krankheit auslösen können, aber eine Immunantwort hervorrufen. Es gibt keinen FSME-Lebendimpfstoff; der Impfstoff enthält nur inaktivierte Viren, die in Zellkulturen gezüchtet wurden, um eine sichere Immunisierung zu gewährleisten, was ihn auch für Menschen mit Immunschwäche geeignet macht.
 

Was gilt als Lebendimpfstoff?

Ein Lebendimpfstoff hilft dem Immunsystem des Körpers, Infektionen durch nicht abgeschwächte Viren zu erkennen und zu bekämpfen. Beispiele für Lebendimpfstoffe sind der Windpockenimpfstoff und der Masern-Mumps-Röteln-Impfstoff (MMR) .

Was ist der Unterschied zwischen Encepur und FSME?

die FSME-Immun-Studie in einem Niedrig-Endemiegebiet statt, die Encepur®-Studie dagegen in einer Hoch-Endemieregion. Auch sind die Titer (Mengen) schützender Antikörper, die nach zehn Jahren gemessen wurden, zwar ein guter Indikator, um auf die Wirksamkeit der Impfstoffe zu schließen.

Welche Nebenwirkungen hat eine FSME-Impfung?

Die FSME-Impfung wird gut vertragen, häufige Nebenwirkungen sind lokale Reaktionen wie Schmerzen, Rötung an der Einstichstelle sowie allgemeine Symptome wie Kopfschmerzen, Müdigkeit, Fieber (besonders bei Kindern) und Gelenkschmerzen, die meist innerhalb weniger Tage abklingen; sehr selten sind allergische Reaktionen. 

Wie lange hält eine FSME-Impfung wirklich?

Der FSME-Impfschutz hält nach der Grundimmunisierung (drei Impfungen) zunächst mindestens 3 Jahre; danach sind Auffrischungen alle 3 bis 5 Jahre nötig, abhängig vom Alter (ab 60 Jahren eher alle 3 Jahre), um den Schutz aufrechtzuerhalten, wobei ein sehr guter Schutz oft auch länger bestehen kann, aber regelmäßige Auffrischungen wichtig sind. Bei einem Schnellschema muss die Auffrischung entsprechend früher erfolgen, um den Schutz zu gewährleisten. 

Kann ich den FSME-Impfstoff ungekühlt verwenden?

FSME-Impfstoffe müssen kühl gelagert und transportiert werden. Sowohl beim Transport als auch bei der Lagerung kann es – zum Beispiel durch den Ausfall eines Kühlschranks – zu einer Unterbrechung der Kühlkette kommen.

Warum mRNA Impfstoff und nicht Totimpfstoff?

Solche Totimpfstoffe werden schon sehr lange gegen unterschiedliche Krankheiten eingesetzt wie etwa Tetanus oder Grippe. Die neuen mRNA -Impfstoffe dagegen enthalten keine fertigen Teile des Coronavirus, sondern nur den genetischen Bauplan dafür.

Ist die Grippeimpfung ein Tot- oder Lebendimpfstoff?

Die Grippeimpfung ist meist ein Totimpfstoff (inaktivierte Viren oder Virusbestandteile), der gespritzt wird und keine Grippe auslösen kann, aber für Erwachsene die Regel ist; für Kinder gibt es zusätzlich einen Lebendimpfstoff als Nasenspray, der abgeschwächte, aber vermehrungsfähige Viren enthält. Bei Kinderimpfungen werden je nach Alter und Gesundheitszustand beide Typen verwendet, wobei der Nasenspray für Kinder von 2 bis 17 Jahren eine gängige Alternative zur Spritze darstellt.
 

Ist die 6-fach Impfung ein Totimpfstoff?

Die 6-fach-Impfung ist ein Kombinations-Totimpfstoff für Säuglinge, der gleichzeitig vor Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten, Kinderlähmung (Polio), Haemophilus influenzae Typ b (Hib) und Hepatitis B schützt, indem er abgetötete Erregerbestandteile verwendet, um das Immunsystem zu trainieren, ohne eine vollständige Infektion auszulösen. Sie reduziert die Anzahl der Injektionen und schützt frühzeitig vor mehreren gefährlichen Krankheiten.
 

Was ist besser, ein Totimpfstoff oder ein Lebendimpfstoff?

Weder Tot- noch Lebendimpfstoff sind pauschal "besser", sie haben unterschiedliche Stärken und Schwächen: Lebendimpfstoffe (z. B. Masern) simulieren eine natürliche Infektion, bieten meist lebenslange Immunität, sind aber für Immungeschwächte gefährlich und können selten stärkere Nebenwirkungen haben; Totimpfstoffe (z. B. Tetanus, Diphtherie) sind sicher, da die Erreger abgetötet sind, erfordern aber mehrere Dosen und Auffrischungen, da der Schutz schwächer und kürzer ist. Die Wahl hängt vom Impfstoff und dem Gesundheitszustand des Patienten ab, wobei Lebendimpfstoffe bei Gesunden eine langanhaltendere Immunität bieten, aber Totimpfstoffe auch bei Immunschwäche sicher sind. 

Ist Tetanus ein Totimpfstoff oder Lebendimpfstoff?

Zu den Totimpfstoffen gehören beispielsweise Impfstoffe gegen Diphtherie, Hepatitis B, Haemophilus influenzae Typ b (Hib), Kinderlähmung, Keuchhusten, Tetanus und die meisten Grippeimpfstoffe.

Ist eine aktive Impfung ein Lebendimpfstoff?

Eine aktive Impfung stellt die Gabe von abgeschwächten Erregern (attenuierter Lebendimpfstoff) oder von Erreger-Bestandteilen dar. Dabei wird das eigene Immunsystem angeregt, Antikörper und Abwehrzellen gegen diesen Erreger zu entwickeln.

Was spricht gegen die FSME-Impfung?

Innerhalb der ersten vier Tage nach der Impfung können Allgemeinsymptome wie Temperaturerhöhung und Fieber, Kopf-, Muskel- sowie Gelenkschmerzen, Unwohlsein oder Magen-Darm-Beschwerden vorkommen. Sehr selten werden Missempfindungen wie Taubheitsgefühl oder Kribbeln beobachtet.

Welche Art von Impfung ist FSME?

Impfung gegen Zeckenenzephalitis (FSME)

Die Impfstoffe gegen Zecken-Meningoenzephalitis enthalten abgetötete Viren. Ihre Wirkung wird durch ein Aluminiumsalz unterstützt. Die Impfung erfordert drei Impfdosen (0, 2-4 Wochen, 5-12 Monate). Auffrischimpfungen werden alle 10 Jahre empfohlen.

Welche Impfungen sind Totimpfstoffe?

Totimpfstoffe sind Impfungen gegen Krankheiten wie Hepatitis A/B, Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten (Pertussis), FSME, Grippe (Influenza) sowie gegen Pneumokokken, Meningokokken und HPV, da sie keine vermehrungsfähigen Krankheitserreger enthalten, sondern inaktivierte Viren oder Bakterienbestandteile (z.B. Toxine), die das Immunsystem stimulieren. Auch die in Europa zugelassenen COVID-19-Impfstoffe (z.B. mRNA-Impfstoffe) zählen zu den Totimpfstoffen, da sie keine vermehrungsfähigen Viren enthalten.
 

Ist die FSME-Impfung schlapp?

FSME-Impfung: Die häufigsten Nebenwirkungen sind leichte Impfreaktionen. Im Allgemeinen sind die häufigsten Impfreaktionen Schmerzen sowie seltener Rötungen oder Schwellungen an der Impfstelle. Häufig berichtet werden auch Allgemeinsymptome, wie Kopfschmerzen, Müdigkeit oder Muskel- sowie Gelenkschmerzen.

Was sind Nebenwirkungen von FSME Impfungen?

Die FSME-Impfung wird gut vertragen, häufige Nebenwirkungen sind lokale Reaktionen wie Schmerzen, Rötung an der Einstichstelle sowie allgemeine Symptome wie Kopfschmerzen, Müdigkeit, Fieber (besonders bei Kindern) und Gelenkschmerzen, die meist innerhalb weniger Tage abklingen; sehr selten sind allergische Reaktionen. 

Ist die FSME-Impfung wirklich notwendig?

Ja, eine FSME-Impfung ist sehr sinnvoll, besonders für Menschen, die sich in den offiziellen FSME-Risikogebieten aufhalten und dort durch Freizeittätigkeiten (Gartenarbeit, Wandern) oder den Beruf (Forst-, Landwirtschaft) Kontakt zu Zecken haben können. Die Impfung schützt vor der Frühsommer-Meningoenzephalitis, einer gefährlichen Hirnhautentzündung, gegen die es keine Heilung gibt, sondern nur Symptombehandlung. Sie wird von der Ständigen Impfkommission (STIKO) empfohlen und senkt das Risiko einer Erkrankung nach einem Zeckenstich erheblich.