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Ist es ungesund tagsüber zu schlafen und nachts wach zu sein?

Gefragt von: Frau Ortrud Probst B.A.  |  Letzte Aktualisierung: 19. April 2026
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Tagsüber schlafen und nachts wach sein ist ungesund, da es den natürlichen Schlaf-Wach-Rhythmus (zirkadianen Rhythmus) stört und zu Schlafstörungen führt, was Konzentrationsprobleme, ein geschwächtes Immunsystem, erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Stoffwechselstörungen (wie Diabetes) sowie psychische Probleme verursachen kann; dies kann durch Schichtarbeit, psychische Erkrankungen oder eine gestörte innere Uhr bedingt sein und sollte medizinisch abgeklärt werden. Ein kurzer Powernap (max. 30 Min.) kann tagsüber beleben, aber ein dauerhafter Umkehrrhythmus ist schädlich und sollte nicht mit Mittagsschlaf ausgeglichen werden.

Warum schlafe ich tagsüber und bin nachts wach?

Narkolepsie wird umgangssprachlich auch „Schlafkrankheit“ genannt. Die Betroffenen sind nämlich tagsüber ungewöhnlich schläfrig und neigen dazu, plötzlich einzuschlafen. Der Grund dafür ist nicht Schlafmangel, sondern eine organische Störung im Gehirn. Narkolepsie ist nicht heilbar.

Ist es ungesund, nachts wach zu sein?

Schlaf-Wach-Störungen gehören sie zu den häufigsten gesundheitlichen Beschwerden. Je nach Art der Schlafstörung kann der Schlaf zu kurz oder zu lang, zu häufig unterbrochen oder nicht erholsam sein. Auf Dauer kann dies der Gesundheit schaden und das Risiko für zahlreiche Erkrankungen erhöhen.

Ist es schädlich, tagsüber zu schlafen?

Grundsätzlich ist Mittagsschlaf nicht schädlich. Allerdings kann zu langes Schlafen mittags zu Schlafträgheit führen und deinen nächtlichen Schlaf beeinträchtigen. Wenn du nachmittags in einen Tiefschlaf verfällst, kannst du dann möglicherweise abends nicht so gut einschlafen.

Warum bin ich tagsüber müde und nachts wach?

Müdigkeit tagsüber und Wachheit nachts sind oft auf eine gestörte innere Uhr (zirkadianer Rhythmus) zurückzuführen, verursacht durch schlechte Schlafgewohnheiten, Stress, unregelmäßige Arbeitszeiten (Schichtarbeit/Jetlag) oder Bildschirmzeit vor dem Schlafen, aber auch durch psychische Faktoren wie Depression oder körperliche Ursachen wie Mangelerscheinungen (Eisen, B12) oder Schlafapnoe; eine grundlegende Ursache kann auch ein Chronotyp sein, der nicht zum Alltag passt.
 

Ständig müde? 10 überraschende Gründe für Ihre Müdigkeit: Tipps & mögliche Krankheiten

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Wie oft aufwachen in der Nacht ist normal?

Es ist völlig normal, bis zu 30 Mal pro Nacht kurz aufzuwachen, da unser Schlaf aus Schlafzyklen besteht und wir uns meist nur an die Momente erinnern, in denen wir länger wach sind. Solange Sie schnell wieder einschlafen, ist das kein Problem, aber wenn das Aufwachen Sie emotional aufregt oder Sie länger wach bleiben, kann es auf eine Schlafstörung hinweisen, die Sie mit einem Arzt besprechen sollten, betont die Sleep Foundation. 

Wann ist Müdigkeit nicht mehr normal?

Folgende Punkte deuten darauf hin, dass die Erschöpfung ein normales Maß übersteigt: Betroffene sind über längere Zeit ständig müde, schlapp, antriebslos oder rasch erschöpft. Der Energiemangel bessert sich nicht durch Ausruhen oder Schlafen. Alltagsaktivitäten aufzunehmen oder durchzuhalten, fällt schwer.

Ist es ungesund, am Tag zu Schlafen?

Ist lange Schlafen gesund? Lange Schlafen kann sowohl gesund als auch ungesund sein. Gelegentliches Ausschlafen, besonders nach stressigen Wochen, ist wohltuend für Körper und Geist. Regelmäßiges Überschlafen kann jedoch zu negativen Folgen wie Müdigkeit und Konzentrationsproblemen führen.

Welche Krankheit steckt hinter dauernder Müdigkeit?

Ständige Müdigkeit kann viele Ursachen haben, von Mangelerscheinungen (Eisen, B12) über psychische Belastungen (Depression, Burnout, Stress) und Schlafstörungen (Schlafapnoe) bis hin zu körperlichen Erkrankungen wie Schilddrüsenunterfunktion, Diabetes, Herz-Kreislauf-Problemen, Autoimmunerkrankungen (z.B. Multiple Sklerose) oder chronischem Erschöpfungssyndrom (ME/CFS). Auch bestimmte Medikamente oder Infektionen können Müdigkeit auslösen. Um die genaue Ursache zu finden, ist ein Arztbesuch unerlässlich, um eine Diagnose zu stellen und die richtige Behandlung zu beginnen. 

Ist ruhen so gut wie Schlafen?

Nein, Ruhen ist nicht dasselbe wie Schlafen, aber beides ist wichtig: Ruhen (Pausen) entspannt Körper und Geist kurzfristig (senkt Blutdruck, löst Verspannungen), während Schlaf eine tiefere, komplexere Regeneration ist, die das Gehirn zur Gedächtnisbildung braucht, das Immunsystem stärkt, Hormone reguliert und das seelische Gleichgewicht sichert. Man kann sich ausruhen, ohne zu schlafen, aber Schlaf ist durch seine spezifischen Prozesse (z. B. Tiefschlafphasen) unverzichtbar und kann nicht vollständig durch Pausen ersetzt werden.
 

Ist es schädlich, eine Nacht nicht zu schlafen?

Nein, eine einzelne Nacht ohne Schlaf ist nicht direkt „schlimm“, aber sie beeinträchtigt deine Leistungsfähigkeit am nächsten Tag deutlich mit Müdigkeit, Konzentrations- und Gedächtnisproblemen und schlechterer Reaktionsfähigkeit, ähnlich wie Alkohol. Dein Körper kann sich meistens gut erholen, wenn du die folgende Nacht wieder ausreichend schläfst. Chronischer, regelmäßiger Schlafmangel ist jedoch ein ernstes Gesundheitsrisiko, das Herzprobleme, Diabetes, Übergewicht und psychische Erkrankungen fördern kann.
 

Ist Dösen auch erholsam?

Ja, Dösen (Powernapping) ist sehr erholsam, wenn es richtig gemacht wird, da es die Leistungsfähigkeit steigert, Stress reduziert und die Stimmung hebt; wichtig ist, es kurz zu halten (ca. 15-20 Min.), um nicht in den Tiefschlaf zu fallen und danach müde zu sein. Es ersetzt zwar nicht den Nachtschlaf, aber kurze Ruhephasen sind eine effektive Regeneration für Gehirn und Körper.
 

Wie lange darf man tagsüber schlafen?

Ein richtiger Mittagsschlaf sollte nicht mehr als 10 bis maximal 30 Minuten dauern. Dauert er länger, fallen Sie in die Tiefschlafphase.

Was tun gegen nachts aufwachen?

Gegen nächtliches Aufwachen helfen eine feste Schlafroutine, eine dunkle, kühle Schlafumgebung (16-18°C), Entspannungstechniken (Atemübungen, autogenes Training), das Vermeiden von schweren Mahlzeiten und Koffein am Abend sowie körperliche Aktivität tagsüber. Wenn Sie aufwachen: Bleiben Sie ruhig, schauen Sie nicht auf die Uhr, drehen Sie sich nicht im Bett herum, stehen Sie nach 15 Minuten auf und machen Sie etwas Ruhiges, bis Sie wieder müde sind, um das Bett nur mit Schlaf zu assoziieren. 

Welcher Militärtrick lässt mich in 2 Minuten einschlafen?

Die "Military-Sleep-Method" ist ein systematischer Prozess, der den Körper und Geist entspannt: Gesicht entspannen: Schließt die Augen und konzentrieren euch darauf, Stirn, Wangen und Kiefer zu lockern. Schultern und Arme lösen: Senkt die Schultern und lasst die Arme entspannt neben dem Körper ruhen.

Was ist ein kaputter Schlafrhythmus?

Betroffene schlafen zu unpassenden Zeiten ein. Sie können weder so einschlafen noch so aufwachen, wie sie es sich eigentlich wünschen. Zu den häufigsten Ursachen eines gestörten Schlafrhythmus gehören der sogenannte Jetlag, Arbeiten in Früh- und Nachtschichten sowie eine Verlagerung unserer Schlafphasen.

Welches Organ sorgt für Müdigkeit?

Müdigkeit durch Schilddrüsenunterfunktion

Das Hormon TSH (Thyreoidea-stimulierendes-Hormon) wird in der Hirnanhangsdrüse produziert. Es regt die Schilddrüse dazu an, die Hormone T3 und T4 zu bilden. T3 und T4 liegen im Körper zu 99 % in gebundener Form vor.

Welches Vitamin fehlt häufig bei Müdigkeit?

Müdigkeit kann auf einen Mangel an verschiedenen Vitaminen und Mineralstoffen hinweisen, besonders häufig sind B-Vitamine (B12, Folsäure), Eisen, Vitamin D und Magnesium, die wichtig für Energiestoffwechsel, Blutbildung und Stimmung sind; eine ausgewogene Ernährung und im Zweifel eine Blutuntersuchung beim Arzt sind wichtig, um die genaue Ursache zu klären.
 

Welche Blutwerte sollte man bei Müdigkeit untersuchen?

Bei Müdigkeit sind wichtige Blutwerte unter anderem das Blutbild (Hämoglobin, Ferritin für Eisenmangel), Schilddrüsenhormone (TSH, fT3, fT4), Vitamin B12, Folsäure und Vitamin D, da Mangelzustände oder eine Schilddrüsenunterfunktion häufige Ursachen sind. Auch der Blutzucker (Nüchternblutzucker, HbA1c) und Entzündungswerte (CRP) können Aufschluss geben, ebenso Magnesium, Zink und Selen.
 

Ist es ungesund, tagsüber zu schlafen?

Neueste Studien belegen nämlich, dass ein gelegentliches Mittagsschläfchen durchaus gut für die Herzgesundheit ist und das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen deutlich reduziert.

Welche Nachteile hat es, tagsüber zu schlafen?

Risiken übermäßigen Tagesschlafs

Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass übermäßiger Schlaf am Tag mit Folgendem in Zusammenhang stehen könnte: Erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Mehrere Studien haben einen Zusammenhang zwischen häufigem Mittagsschlaf und einem erhöhten Risiko für Herzerkrankungen, Schlaganfall und Bluthochdruck festgestellt.

Sind 6 Stunden Schlaf im Alter genug?

Aber wie viel Schlaf braucht man denn nun im Alter? „Untersuchungen an gesunden älteren Menschen, die keine Schlafprobleme beklagen und deren Lebensalter deutlich über 70 Jahre liegt, schlafen im Mittel etwa zwischen 6 und 8 Stunden pro Nacht“, so die DGMS.

Auf welche Krankheit deutet ständige Müdigkeit hin?

Es kann auch sein, dass durch eine Erkrankung mehr Energie verbraucht wird. Erkrankungen, die über das normale Maß hinausgehende Müdigkeit verursachen können, sind u. a. eine Blutarmut, Schilddrüsenunterfunktion, Glutenunverträglichkeit, Depression, Angststörungen, Diabetes und ein Schlafapnoe-Syndrom.

Was hilft sofort gegen Müdigkeit?

Sofort gegen Müdigkeit helfen Bewegung (kurzer Spaziergang), frische Luft, Tageslicht, ein kurzer Powernap (10-20 Min.), Wasser trinken, Kaffee oder Tee, Kaugummikauen oder Power-Posen, um den Kreislauf anzukurbeln und das Gehirn zu aktivieren. Auch ein kaltes Erfrischung (z.B. Gesicht waschen), Ohrläppchenmassagen oder Wechselduschen können kurzfristig wach machen. 

Wann wird Müdigkeit gefährlich?

Jeder Mensch kennt Müdigkeit als natürliches Anzeichen dafür, dass der Körper eine Pause braucht. Wenn Sie jedoch häufig und über einen längeren Zeitraum hinweg ständig müde sind, sollten Sie einen Arzt oder eine Ärztin aufsuchen, um etwaige Erkrankungen als Ursache auszuschließen.