Ist eine Risikoversicherung eine Lebensversicherung?
Gefragt von: Frau Prof. Dr. Hilde Freund | Letzte Aktualisierung: 31. Januar 2026sternezahl: 4.4/5 (30 sternebewertungen)
Ja, eine Risikoversicherung (genauer: Risikolebensversicherung) ist eine Unterform der Lebensversicherung, aber nicht dasselbe wie eine klassische Lebensversicherung, da sie nur im Todesfall zahlt und keine Altersvorsorge darstellt, sondern den Hinterbliebenenschutz fokussiert. Sie ist günstiger als eine Kapitallebensversicherung und dient der finanziellen Absicherung von Angehörigen bei Einkommensverlust, während die Kapitallebensversicherung zusätzlich zum Schutz auch Vermögensaufbau und Altersvorsorge bietet.
Was ist der Unterschied zwischen Risikoversicherung und Lebensversicherung?
Während die Risikolebensversicherung in der Regel nur im Todesfall zahlt, wird die Kapitallebensversicherung auch im Erlebensfall ausgezahlt und dient somit auch der Altersvorsorge. Die Risikolebensversicherung ist deutlich günstiger als die Kapital-Lebensversicherung.
Sind Risikolebens- und Lebensversicherungen dasselbe?
Eine Lebensversicherung ist eine umfassende Absicherung, die den Versicherungsnehmer ein Leben lang finanziell schützt. Eine Risikolebensversicherung hingegen bietet Schutz für einen bestimmten Zeitraum, häufig zwischen 5 und 30 Jahren.
Was ist eine Risikoversicherung?
Eine Risikoversicherung, meist als Risikolebensversicherung (RLV) bekannt, ist eine Versicherung, die im Todesfall des Versicherten eine vereinbarte Summe an die Hinterbliebenen (Familie, Partner, Geschäftspartner) auszahlt, um eine finanzielle Versorgungslücke zu schließen und sie vor den Folgen des Einkommensverlusts zu schützen, z. B. für Kredite, Miete oder Ausbildungskosten der Kinder. Sie dient ausschließlich der Absicherung und baut kein eigenes Kapital auf, zahlt also nur bei Tod während der Vertragslaufzeit.
Was ist die Risikoversicherung?
Eine Risikolebensversicherung (auch Todesfallversicherung genannt) sichert Partner, Familie oder Geschäftspartner finanziell ab, falls Sie sterben. Im Todesfall wird eine vereinbarte Geldsumme ausbezahlt.
Die Risikolebensversicherung einfach erklärt (explainity® Erklärvideo)
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Welche Versicherungen gehören zur Lebensversicherung?
Die bekanntesten Lebensversicherungs-Arten sind klassische Lebensversicherung (= Kapitallebensversicherung) und Risikolebensversicherung. Außerdem gibt es Sonderformen wie fondsgebundene Lebensversicherung und Indexpolice. Meistens dienen Lebensversicherungen als private Altersvorsorge und/oder Hinterbliebenenschutz.
Kann man sich eine Risikoversicherung auszahlen lassen?
Kann man sich eine Risikolebensversicherung auszahlen lassen? Eine Risikolebensversicherung wird weder nach Ablauf ausgezahlt, noch können Sie sich die Summe vorzeitig auszahlen lassen. Die Versicherungssumme ist nur für den tatsächlichen Versicherungsfall gedacht und wird nur dann tatsächlich ausgeschüttet.
Wie lange läuft eine Risikoversicherung?
In der Regel beträgt die Laufzeit einer Risikolebensversicherung 20 Jahre oder mehr. Für verschiedene Lebenssituationen gibt es bestimmte Faustregeln, an denen Du Dich orientieren kannst. So kannst Du entscheiden, wie lange die Risikolebensversicherung Deine Liebsten absichern soll.
Was sind die Nachteile einer Risikolebensversicherung?
Nachteil: Der Nachteil der Risikolebensversicherung ist, dass die Versicherungssumme nur dann an Deine Hinterbliebenen ausgezahlt wird, wenn Du während der vereinbarten Laufzeit stirbst. Endet die Laufzeit und Du bist am Leben, bekommst Du die eingezahlten Beiträge nicht zurück.
Was versteht man unter Lebensversicherung?
Eine Lebensversicherung ist eine Personenversicherung, die finanziell für Risiken wie Tod oder Berufsunfähigkeit absichert und/oder Kapital für die Altersvorsorge bildet, indem sie im Todesfall eine Summe an Hinterbliebene oder im Erlebensfall (z.B. Renteneintritt) eine Auszahlung (Rente/Kapital) an den Versicherungsnehmer leistet, wobei es reine Risikolebensversicherungen und kapitalbildende Lebensversicherungen gibt, wie die Kapital- oder private Rentenversicherung.
Wie lautet eine andere Bezeichnung für Lebensversicherung?
Eine Lebensversicherung (oder Lebensversicherung , insbesondere im Commonwealth of Nations) ist ein Vertrag zwischen einem Versicherungsnehmer und einem Versicherer, in dem der Versicherer verspricht, einem benannten Begünstigten im Todesfall der versicherten Person einen Geldbetrag auszuzahlen.
Ist eine Risikolebensversicherung sinnvoll?
Der Abschluss einer Risikolebensversicherung ist sinnvoll, wenn im Falle Ihres Todes bei Ihren Hinterbliebenen eine finanzielle Lücke entsteht. Die Leistungen der gesetzlichen Rentenversicherung können bestehende Ausgaben nämlich meist nicht decken.
Haben Risikolebensversicherungen einen Rückkaufswert?
Hat eine Risikolebensversicherung einen Rückkaufswert? Eine Risikolebensversicherung hat in der Regel keinen Rückkaufswert, denn bei der Versicherung werden die Beiträge ausschließlich für den Versicherungsschutz, also die Absicherung der Hinterbliebenen im Todesfall, verwendet.
Kann man eine Risikolebensversicherung in eine Lebensversicherung umwandeln?
Es ist möglich, eine Risikolebensversicherung in eine Kapitallebensversicherung umzuwandeln. Wer mehr Geld zur Verfügung hat und zusätzlich für das Alter vorsorgen möchte, sollte von seinem Umtauschrecht der Lebensversicherung innerhalb von zehn Jahren Gebrauch machen.
Was ist besser, Sterbeversicherung oder Risikolebensversicherung?
Die Wahl zwischen Risikolebens- und Sterbegeldversicherung hängt vom Zweck ab: Die Risikolebensversicherung (RLV) sichert eine hohe Summe zur Existenzsicherung für Angehörige (z.B. bei Krediten) und ist oft für Jüngere mit begrenzter Laufzeit; die Sterbegeldversicherung deckt zweckgebunden nur die Bestattungskosten, ist für Ältere geeignet, oft mit langer Laufzeit (bis zum Tod) und weniger strenger Risikoprüfung, aber niedrigerer Summe. Wählen Sie die RLV für umfassende finanzielle Absicherung, die Sterbegeldversicherung für die reine Bestattungsvorsorge, besonders bei höheren Eintrittsaltern.
Wann zahlt eine Risikolebensversicherung nicht?
Eine Risikolebensversicherung zahlt nicht, wenn der Versicherte die Beiträge nicht zahlt, der Vertrag abgelaufen oder gekündigt ist, oder bei bestimmten Ausschlüssen wie vorsätzlichem Selbstmord in den ersten drei Jahren; auch verschwiegene Vorerkrankungen oder gefährliche Hobbys bei Vertragsabschluss können zur Leistungsverweigerung führen. Auch der Tod durch Krieg oder den Einsatz von ABC-Waffen kann ausgeschlossen sein.
Ist eine Lebensversicherung das Gleiche wie eine Risikolebensversicherung?
Der Hauptunterschied ist, dass die Kapitallebensversicherung (oft "normale" Lebensversicherung genannt) sowohl im Todesfall als auch im Erlebensfall leistet (Altersvorsorge), während die Risikolebensversicherung (RLV) nur im Todesfall innerhalb der Laufzeit zahlt und somit reinen Hinterbliebenenschutz bietet. RLV ist günstiger, da kein Kapital für den Erlebensfall angespart wird, und eignet sich z.B. zur Absicherung eines Kredits.
Ab welchem Alter sollte man eine Risikolebensversicherung kündigen?
Es gibt keine Altersgrenze, ab der sich eine Lebensversicherung nicht mehr lohnt ; es kommt ganz auf Ihre persönliche Situation an. Dennoch kann eine Lebensversicherung auch nach dem 65. Lebensjahr sinnvoll sein, wenn Sie Angehörige haben, die finanziell von Ihnen abhängig sind.
Was ist die beste Versicherung im Todesfall?
Für die Absicherung Ihrer Familie ist vor allem die Risikolebensversicherung gut geeignet. Sie können die Versicherungssumme an Ihre Bedürfnisse anpassen und bezahlen nur die Kosten für das tatsächliche Risiko. Auf Veränderungen können Sie relativ flexibel reagieren und die Risikolebensversicherung anpassen.
Was passiert am Ende der Risikolebensversicherung?
Nach Ablauf einer Risikolebensversicherung passiert nichts, wenn die versicherte Person noch lebt: Der Vertrag endet automatisch, der Versicherungsschutz erlischt, und es gibt keine Auszahlung, weil die Police nur den Todesfall während der Laufzeit absichert. Der Sinn der RLV ist es, die Hinterbliebenen finanziell abzusichern, nicht den Versicherten selbst. Nach Ablauf können Sie einen neuen Vertrag mit neuen Gesundheitsfragen abschließen oder eine Option zur Verlängerung (wenn inkludiert) nutzen, wie LV 1871 erklärt.
Ist eine Risikolebensversicherung mit 60 Jahren noch sinnvoll?
Ja, eine Lebensversicherung ist auch mit 60 Jahren noch möglich, oft als Risikolebensversicherung zur Absicherung von Hinterbliebenen oder als Sterbegeldversicherung für die Bestattungskosten, wobei die Beiträge mit dem Alter steigen und Gesundheitsfragen relevant sind, aber auch Alternativen wie kombinierte Policen oder separate Absicherungen existieren. Während die klassische Kapitallebensversicherung für Senioren oft weniger attraktiv ist, bieten Risikolebensversicherungen (bis ca. 75 Jahre möglich) und Sterbegeldversicherungen (oft ohne Gesundheitsprüfung) gute Möglichkeiten, um finanzielle Lücken zu schließen und Angehörige zu entlasten.
Was kostet eine Risikolebensversicherung ab 50?
Eine Risikolebensversicherung ist eine reine „Todesfallabsicherung“. Sie dient der finanziellen Absicherung des Partners und der Kinder sowie der Absicherung von Krediten oder Darlehen.
Was bringt eine Risikoversicherung?
Was ist die Risikolebensversicherung? Wer eine Risikolebensversicherung abschließt, sichert seine Angehörigen gegen den eigenen Todesfall finanziell ab. Konkret: Wenn der Versicherte stirbt, erhalten die Hinterbliebenen einen festgelegten Geldbetrag, die sogenannte Todesfallsumme.
Ist die Auszahlung einer Risikolebensversicherung steuerpflichtig?
Während Sie Ihre Beiträge zur Risikolebensversicherung zurzeit nur begrenzt steuerlich geltend machen können, bleibt die Risikolebensversicherung im Leistungsfall, also bei der Auszahlung der Versicherungssumme an die bezugsberechtigte Person, uneingeschränkt einkommensteuerfrei: Es fällt also keine Einkommensteuer an.
Wann wird die Todesfallleistung bei der Risikolebensversicherung vorgezogen?
Wann wird eine vorgezogene Todesfallleistung gewährt? Sind Sie schwer erkrankt und haben eine Lebenserwartung von weniger als zwölf Monaten, wird die Versicherungssumme beim Premium und Premium Plus Schutz bereits vor dem Tod ausgezahlt.
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