Ist ein Schwangerschaftsabbruch kostenlos?
Gefragt von: Viktoria Martens-Pietsch | Letzte Aktualisierung: 6. September 2026sternezahl: 4.3/5 (17 sternebewertungen)
Für einen Schwangerschaftsabbruch auf eigenen Wunsch müssen die Kosten selbst getragen werden. Sie können einen Antrag auf Kostenübernahme stellen, wenn Sie kein oder nur geringfügiges Einkommen haben. Die Schwangerschaftsabbruch-Kosten werden dann vom Bundesland getragen, in dem Sie leben.
Wann ist eine Abtreibung kostenlos?
Eine Abtreibung muss nicht bezahlt werden, wenn sie medizinisch oder kriminologisch indiziert ist (dann übernimmt die Krankenkasse komplett) oder wenn die schwangere Frau sozial bedürftig ist und ihren Antrag vorab bei der Krankenkasse stellt, was bei geringem Einkommen (z.B. unter 1.500 € Netto bei DAK-Gesundheit, Stand 2025) und nach einer staatlich anerkannten Beratung möglich ist. Auch Sozialhilfeempfängerinnen, Asylbewerberinnen oder Personen in Einrichtungen, die von Sozialhilfe getragen werden, haben Anspruch.
Sind Abtreibungen Kassenleistungen?
Nein, die Krankenkasse übernimmt die Kosten für einen Schwangerschaftsabbruch bei eigener Entscheidung normalerweise nicht; diese müssen selbst getragen werden (ca. 300–800 €). Ausnahmen sind: medizinische oder kriminologische Gründe (z.B. Vergewaltigung), hier zahlt die Kasse komplett, oft über die Gesundheitskarte abgerechnet. Bei geringem Einkommen kann eine Kostenerstattung über das Sozialamt beantragt werden, was ein vorheriges Antragsverfahren bei der Krankenkasse erfordert.
Welche Strafe droht bei Abtreibung?
Ein Schwangerschaftsabbruch ist in Deutschland grundsätzlich nach § 218 StGB mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bedroht, aber in der Praxis meist strafbar, wenn er innerhalb von 12 Wochen nach der Empfängnis nach einer verpflichtenden Beratung durch einen Arzt durchgeführt wird (Beratungsregelung, § 218a StGB) oder bei medizinischer/kriminologischer Indikation. Wer den Abbruch durchführt (Arzt/Arzthelfer) wird härter bestraft, wenn die Schwangere nicht einwilligt oder die Regeln verletzt, während die Schwangere selbst bei der „Beratungsregelung“ nicht strafbar ist.
Wie viel kostet eine Schwangerschaftsabbruchspille?
Allgemein gilt: Die Kosten für einen ambulanten Schwangerschaftsabbruch (egal, ob mit Tabletten oder per Absaugung) liegen zwischen 350 und 600 Euro. Dabei kostet eine medikamentöse Abtreibung weniger als ein instrumenteller Abbruch.
Abtreibung - wie funktioniert ein Schwangerschaftsabbruch mit Tabletten?
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Ist die erste Abtreibung gratis?
Nein, eine erste Abtreibung ist in Deutschland grundsätzlich nicht automatisch kostenlos, aber die Kosten können für Frauen mit geringem Einkommen übernommen werden; die ärztliche Beratung und Nachsorge zahlt die Krankenkasse immer. Die Kosten für den Eingriff selbst (ca. 300–800 €) trägt man selbst, wenn das Einkommen über einer bestimmten Grenze liegt (oft < 1.500 € netto/Monat), aber man kann eine Übernahme beantragen, wenn man bedürftig ist, wobei dann das Bundesland oder die Krankenkasse zahlt.
Kann man im 2. Monat abtreiben?
Ja, ein Abbruch im 2. Monat (ca. 8 Wochen nach letzter Periode) ist in Deutschland möglich und unter bestimmten Bedingungen straffrei, nämlich wenn seit der Empfängnis nicht mehr als 12 Wochen vergangen sind, eine verpflichtende Beratung erfolgt ist und der Abbruch ärztlich durchgeführt wird. Der medikamentöse Abbruch ist oft bis zur 9. Woche möglich, während chirurgische Methoden bis zur 12. Woche nach Empfängnis angewendet werden können.
Kann man im 4. Monat abtreiben?
Das bedeutet, dass eine Schwangerschaft innerhalb der ersten drei Schwangerschaftsmonate ohne Vorliegen eines medizinischen Grundes abgebrochen werden kann. Voraussetzung ist, dass vor dem Abbruch ein Aufklärungsgespräch stattfindet und der Abbruch von einer Ärztin oder einem Arzt durchgeführt wird.
Kann pro Familie eine Abtreibung ablehnen?
Schwangerschaftsabbruch mit medizinischer Indikation
beraten und im Einvernehmen mit der Schwangeren Kontakt zu Beratungsstellen zu vermitteln. kann auch abgelehnt werden. Indikation ausstellt. Diese Frist gilt nicht, wenn akute Gefahr für das Leben der Schwangeren besteht.
Wann ist die Spättabtreibung?
Spätabtreibungen sind in Deutschland bis zur 22. Schwangerschaftswoche (SSW) nach § 218a Abs. 4 StGB erlaubt, wenn eine ärztlich festgestellte Indikation (z.B. eine schwerwiegende Beeinträchtigung der körperlichen oder seelischen Gesundheit der Schwangeren) vorliegt und eine Beratung stattgefunden hat. Der Abbruch wird dann als Geburt eingeleitet, oft mit vorherigem Fetozid (Herzstillstand), um ein Überleben zu verhindern.
Warum darf man bis zur 12. Woche abtreiben?
In Deutschland ist der Schwangerschaftsabbruch bis zur 12. Woche (nach der Befruchtung, also ca. 14. SSW) grundsätzlich straffrei, weil er als weniger gravierend angesehen wird, da der Fötus noch keine eigenständige Lebensfähigkeit entwickelt hat und die Risiken für die Schwangere geringer sind, zudem die Schwangere in dieser Phase das Recht auf Selbstbestimmung stärker wiegt, während ein Abbruch danach nur bei medizinischer oder kriminologischer Indikation möglich ist. Es gibt eine Beratungspflicht und eine Wartefrist, aber der Abbruch wird nicht bestraft, wenn diese eingehalten werden.
Kann man direkt beim Frauenarzt abtreiben?
Eine Schwangerschaft kann operativ oder mit Medikamenten abgebrochen werden („Abtreibung“). Der operative Schwangerschaftsabbruch (Absaugung) wird in der Regel ambulant in einer Klinik oder Arztpraxis durchgeführt.
Was muss ich tun, wenn ich abtreiben will?
Wenn Sie in Deutschland eine Abtreibung planen, müssen Sie zuerst eine staatlich anerkannte Schwangerschaftskonfliktberatung aufsuchen, um einen Beratungsschein zu erhalten, der den Abbruch bis zur 12. Schwangerschaftswoche straffrei macht; danach müssen Sie eine Ärztin oder einen Arzt finden, der den Abbruch durchführt, der entweder medikamentös oder operativ erfolgen kann, abhängig von der Schwangerschaftswoche. Es gibt zwei Hauptwege: medikamentös (bis ca. 7. SSW) oder operativ (bis ca. 12. SSW), und Sie benötigen dafür eine Bescheinigung der Beratung und müssen sich an eine Praxis oder Klinik wenden.
Was tun, wenn man kein Geld für eine Abtreibung hat?
Kostenübernahme Schwangerschaftsabbruch beantragen
Wenn Sie die Kosten für eine Abtreibung nicht selbst tragen können, übernimmt das Bundesland die Kosten. Den Antrag für diese Kostenübernahme stellen Sie bei Ihrer gesetzlichen Krankenkasse. Privat Versicherte wenden sich an eine gesetzliche Krankenkasse ihrer Wahl.
Kann man in der 3. SSW abtreiben?
Der medikamentöse Schwangerschaftsabbruch ist bis zur 9. Schwangerschaftswoche (SSW) möglich.
Wie schnell kann man abtreiben lassen?
Ein Schwangerschaftsabbruch kann medikamentös bis zur 9. Schwangerschaftswoche (SSW) (9 Wochen seit letzter Regel) oder operativ bis zur 12. SSW nach der Beratung erfolgen; bei medizinischer Indikation oder nach Vergewaltigung sind auch spätere Abbrüche bis etwa 22 SSW möglich. Der medikamentöse Abbruch dauert mehrere Tage mit zwei Medikamenten, der operative Eingriff (meist Absaugung) ist oft in wenigen Stunden ambulant abgeschlossen.
Was kostet die Tablette zum Abtreiben?
Kosten nach der Beratungsregelung
Für einen Schwangerschaftsabbruch muss man mit Kosten zwischen 300 und 700 Euro rechnen, je nach gewählter Methode (operativ oder medikamentös) und Narkoseart. Der medikamentöse Abbruch kostet weniger als der operative, da keine Narkose notwendig ist.
Wie viel Geld kriegt man von Pro Familia?
Sie beträgt mindestens 300 € und maximal 1.800 €.
Welche Gefühle erleben Frauen nach einem Schwangerschaftsabbruch?
Nach einem Schwangerschaftsabbruch sind die Gefühle sehr individuell und reichen von Erleichterung, Freude oder auch einem Gefühl der Stärke bis hin zu Trauer, Schuld, Angst, Niedergeschlagenheit, Wut und hormonell bedingten Stimmungsschwankungen, die oft auch mit körperlichen Reaktionen wie Schmerzen und Blutungen einhergehen können, wobei die Verarbeitung stark von den persönlichen Umständen (z.B. Druck, Lebenssituation, moralische Einstellung) abhängt. Es gibt keine pauschale "normale" Reaktion, und professionelle Beratung bei Beratungsstellen wie pro familia oder donum vitae ist eine wichtige Anlaufstelle.
Wann ist die Abtreibung zu spät?
Spätabtreibungen sind in Deutschland bis zur 22. Schwangerschaftswoche (SSW) nach § 218a Abs. 4 StGB erlaubt, wenn eine ärztlich festgestellte Indikation (z.B. eine schwerwiegende Beeinträchtigung der körperlichen oder seelischen Gesundheit der Schwangeren) vorliegt und eine Beratung stattgefunden hat. Der Abbruch wird dann als Geburt eingeleitet, oft mit vorherigem Fetozid (Herzstillstand), um ein Überleben zu verhindern.
Wie wird im 7. Monat abgetrieben?
Der medikamentöse Schwangerschaftsabbruch („Abtreibung“) ist bis zum Ende der 9. Schwangerschaftswoche (63. Tag) seit Beginn der letzten Monatsblutung möglich. Es werden dazu zwei Medikamente in Tablettenform eingesetzt: eines mit dem Wirkstoff Mifepriston und eines mit einem Prostaglandin.
Was tun bei ungewollter Schwangerschaft?
Bei einer ungewollten Schwangerschaft solltest du dich umgehend an eine ärztliche Beratungsstelle (z.B. Pro Familia, AWO) oder deinen Gynäkologen/ Hausarzt wenden, um alle Optionen (Schwangerschaftsabbruch, Austragen mit Unterstützung) zu besprechen und einen notwendigen Beratungsschein zu erhalten; auch anonyme Hilfe gibt es beim Hilfetelefon 0800 40 40 020. Die Beratung ist kostenfrei, vertraulich und ergebnisoffen, um dir bei der Entscheidungsfindung zu helfen, bevor du ggf. eine Abtreibung in Betracht ziehst, die in Deutschland meist innerhalb der ersten 12 Wochen straffrei möglich ist.
Wann ist eine Spättabtreibung erlaubt?
Ein Spätabbruch ist straffrei, wenn eine medizinische Indikation vorliegt – beispielsweise, wenn pränataldiagnostische Untersuchungen, die erst nach der 12. Schwangerschaftswoche durchgeführt werden können, Hinweise auf schwere Fehlbildungen des ungeborenen Kindes geben.
In welcher Woche darf man noch abtreiben?
In Deutschland kann ein Schwangerschaftsabbruch nach der Beratungsregelung bis zur 12. Woche nach Empfängnis (ca. 14. Schwangerschaftswoche) erfolgen, vorausgesetzt, es gab eine anerkannte Konfliktberatung und drei Tage Bedenkzeit; ein medikamentöser Abbruch ist davon nur bis Ende der 9. Woche möglich. Bei einer kriminologischen Indikation (z.B. Vergewaltigung) gilt die Frist bis 12 Wochen nach Befruchtung, bei medizinischer Indikation (Gefahr für Mutter oder Kind) gibt es keine gesetzliche Frist, aber Spätabbrüche (nach 22 Wochen) erfordern besondere medizinische und psychologische Beratung.
Wie lange ist man krank nach einer Abtreibung?
Nach einem Schwangerschaftsabbruch hängt die Krankschreibung stark von der Methode (medikamentös vs. operativ), den individuellen körperlichen und seelischen Folgen und der Art der Arbeit ab; oft reichen wenige Tage bis eine Woche Pause, aber bei körperlich anstrengenden Jobs oder starken Beschwerden können auch 10-14 Tage ratsam sein, wobei der Arzt die genaue Dauer festlegt. Wichtig ist, auf den eigenen Körper zu hören und sich bei starken Schmerzen, Fieber oder starken Blutungen sofort an den Arzt zu wenden, da dies auf Komplikationen hindeuten kann.
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