Ist ein Lipödem eine Behinderung?
Gefragt von: Meinolf Voß | Letzte Aktualisierung: 1. Februar 2026sternezahl: 4.9/5 (75 sternebewertungen)
Ja, ein Lipödem kann als Behinderung anerkannt werden, wenn es zu erheblichen Einschränkungen im Alltag führt; die Anerkennung hängt vom Schweregrad (GdB) ab, der von leicht (GdB 10-20) bis schwer (GdB 50+) reichen kann, wobei oft das vergleichbare Lymphödem herangezogen wird und höhere GdB-Werte (z. B. GdB 80) bei starker Beeinträchtigung möglich sind, was Schwerbehindertenausweis und Nachteilsausgleiche ermöglicht.
Welcher Grad der Behinderung bei Lipödem?
Mittleres Lipödem (Stadium II, Schmerzen, eingeschränkte Mobilität): GdB 20–40. Schweres Lipödem (Stadium III, erhebliche Einschränkungen, evtl. Lymphödem): GdB 50+ (Möglichkeit auf Schwerbehindertenausweis)
Was steht mir bei Lipödem zu?
Berlin – Die Liposuktion bei Lipödem ist künftig unabhängig vom Stadium der chronischen Erkrankung eine Regelleistung der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Sie gilt künftig für Beine und Arme. Das hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) heute einstimmig beschlossen.
Wie viel Prozent bei Lipödem?
Lipödem betrifft schätzungsweise 10 % aller Frauen, wobei die genaue Zahl unklar ist, da viele Fälle unentdeckt bleiben. Häufig sind auch Arme betroffen (ca. 30 % der Betroffenen haben zusätzlich Armbeteiligung, teilweise sogar 90 % der Fälle werden an den Armen gesehen, aber erst später bemerkt). Bei einer Behinderung kann ein Grad der Behinderung (GdB) beantragt werden, der individuell festgelegt wird (z.B. 30-40 bei Stadium 2).
Gilt Lipödem als Behinderung?
Die Veränderungen beginnen in der Regel im Alter zwischen 10 und 30 Jahren. Behinderung: Menschen mit Lipödem können unter das Gleichstellungsgesetz fallen, wenn ihre Erkrankung seit über 12 Monaten erhebliche negative Auswirkungen auf ihre alltäglichen Aktivitäten hat oder voraussichtlich haben wird .
Lipödem und der Grad der Behinderung
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Wird Lipödem als Krankheit anerkannt?
Zählt das Lipödem zu einer anerkannten Krankheit? Das Lipödem gilt bei den Krankenkassen als anerkannte chronische Krankheit. Unterstützt werden aber bisher nur konservative Therapien, wie Lymphdrainagen oder Kompressionsmaßnahmen.
Kann man wegen Ödemen eine Behinderung erhalten?
Wenn Sie aufgrund von Flüssigkeitsansammlungen in den Beinen oder anderen Extremitäten mindestens 12 Monate lang arbeitsunfähig sind, haben Sie möglicherweise Anspruch auf Sozialleistungen wegen Erwerbsunfähigkeit . Dies gilt sowohl für Ödeme an sich als auch dann, wenn die Schwellung ein Symptom einer anderen Erkrankung ist.
Wie viel Grad gibt es bei Lipödem?
Lipödem wird in drei Stadien eingeteilt, die den Schweregrad der Fettgewebsvermehrung beschreiben: Stadium I mit glatter Haut und weichem Fett, Stadium II mit Dellen, Wellen (Orangenhaut) und Knotenbildung, sowie Stadium III mit starker Vermehrung, verhärtetem Gewebe und großen Fettlappen (Überhängen). Wichtig ist, dass Schmerzen und Blutergüsse unabhängig vom Stadium auftreten können und das Fettgewebe symmetrisch an Armen und Beinen, aber nicht an Händen und Füßen, eingelagert wird.
Ist ein Lymphödem eine Schwerbehinderung?
Ein Lymphödem kann zu einer Schwerbehinderung führen, insbesondere in höheren Stadien (Stadium 3), wenn erhebliche Bewegungseinschränkungen bestehen, was die Anerkennung eines GdB von 50 oder mehr ermöglicht und oft das Merkzeichen „G“ (erhebliche Beeinträchtigung der Bewegungsfähigkeit) rechtfertigt, auch wenn der GdB individuell und nach ärztlicher Begutachtung von den tatsächlichen Alltagsbeeinträchtigungen abhängt. Der Grad der Behinderung (GdB) wird nach den Versorgungsmedizinischen Grundsätzen festgelegt, wobei Stadium 3 mit stark eingeschränkter Gehfähigkeit (z.B. < 100 m) häufig zu GdB 50+ führt.
Welche Langzeitfolgen hat Lipödem?
8) Lipödem beeinträchtigt die Lebensqualität erheblich
Lipödem kann den Alltag erheblich beeinträchtigen und zu Mobilitätseinschränkungen, chronischen Schmerzen, Müdigkeit und Konzentrationsstörungen führen. Viele Betroffene leiden zudem unter psychischen Problemen wie Depressionen und Angstzuständen, die oft durch Stigmatisierung und verzögerte Diagnose noch verschlimmert werden.
Kann man mit Lipödem einen Behindertenausweis beantragen?
Ein Schwerbehindertenausweis (GdB 50+) ist bei Lipödem möglich, wenn erhebliche Funktionseinschränkungen bestehen, oft in Verbindung mit einem Lymphödem (Lipolymphödem) und Bewegungseinschränkungen, die durch die "Versorgungsmedizinischen Grundsätze" bewertet werden. Die Einstufung hängt vom Schweregrad (Stadium I-III) und Begleiterkrankungen (Schmerzen, Lymphödem, psychische Folgen) ab, wobei das Versorgungsamt die Bewertung anhand der vergleichbaren Werte für Lymphödeme vornimmt, um einen GdB von 50 oder höher zu erreichen. Ein GdB von mindestens 50 qualifiziert für den Schwerbehindertenausweis und oft auch für das Merkzeichen "G" (erhebliche Beeinträchtigung der Bewegungsfähigkeit).
Gilt Lipödem als Krankheit?
Lipödem ist eine wenig bekannte und häufig fehldiagnostizierte Fettgewebserkrankung , die vorwiegend Frauen betrifft und zu schmerzhaften, lokalisierten Fettansammlungen im Unterkörper, insbesondere an Oberschenkeln, Hüften und in manchen Fällen auch an den Oberarmen, führt. Unbehandelt schreitet die Erkrankung fort und kann sich verschlimmern, was zu Lymphödemen und Bewegungseinschränkungen führen kann.
Was darf man bei Lipödem nicht machen?
Was sollte man bei einem Lipödem nicht essen?
- Lebensmittel mit einem hohen glykämischen Index, z.B. Pommes Frites oder Weißbrot.
- Zucker.
- Lebensmittel mit hohem Salzgehalt.
- Käse, Fleisch und Wurstwaren.
- Vollfette Milchprodukte.
- Fertiggerichte.
- Süßigkeiten.
- Limonaden und Säfte.
Ist man mit Lipödem behindert?
Ja, ein Lipödem kann als Behinderung anerkannt werden, wenn es zu erheblichen Einschränkungen im Alltag führt; die Anerkennung hängt vom Schweregrad (GdB) ab, der von leicht (GdB 10-20) bis schwer (GdB 50+) reichen kann, wobei oft das vergleichbare Lymphödem herangezogen wird und höhere GdB-Werte (z. B. GdB 80) bei starker Beeinträchtigung möglich sind, was Schwerbehindertenausweis und Nachteilsausgleiche ermöglicht.
Wie viel Prozent Behinderung Tabelle?
Eine Tabelle für den Grad der Behinderung (GdB) gibt es nicht als feste Liste für jede Krankheit, sondern als Orientierung in den Versorgungsmedizinischen Grundsätzen, die den GdB nach Auswirkungen festlegen; Beispiele sind GdB 30-40 bei leichteren Störungen (z.B. Hörschäden) bis zu GdB 80-100 bei schweren Fällen (z.B. Verlust von Gliedmaßen, schwere Persönlichkeitsstörungen). Die genauen Werte hängen stark von der Art und Schwere der Einschränkung ab, weshalb z.B. Hörverlust, Wirbelsäulenschäden oder chronische Schmerzen unterschiedliche GdB-Bereiche haben, die sich an den tatsächlichen Funktionseinschränkungen orientieren.
Lohnt sich eine Lipödem-Diagnose?
Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung des Lipödems sind entscheidend, um ein Fortschreiten der Erkrankung zu verhindern und die Lebensqualität zu verbessern . Zu den Behandlungsmethoden gehören Lebensstiländerungen, Physiotherapie, Kompressionskleidung und in manchen Fällen ein chirurgischer Eingriff.
Ist ein Lymphödem lebenslang?
Lymphödem ist eine chronische Erkrankung, die zu Schwellungen im Körpergewebe führt. Sie kann jeden Körperteil betreffen, tritt aber meist in den Armen oder Beinen auf.
Kann ich einen blauen Parkausweis bekommen, wenn ich ein Lymphödem habe?
Lymphödem ist eine chronische Erkrankung und nicht zwangsläufig eine Behinderung. Wenn Sie jedoch glauben, dass Sie möglicherweise Anspruch auf einen Behindertenparkausweis haben, können Sie ein entsprechendes Formular beim Sozialamt Ihrer Gemeinde anfordern . Dieses muss von Ihrem Hausarzt unterschrieben werden.
Welche Stufen bei Lipödem?
Lipödem-Stadien beschreiben die fortschreitende Ausprägung der Fettverteilungsstörung, unterteilt in I (glatte Haut, leichte Fettvermehrung), II (unebene Haut, Dellen, Knoten) und III (starke Umfangsvermehrung, Fettlappen/Wammenbildung). Die Stadien beschreiben hauptsächlich die äußere Erscheinung und das Gewebe (glatt zu grob/verhärtet), während die Typen (1-4/5) angeben, welche Körperregionen (Hüfte, Beine, Arme) betroffen sind, oft mit begleitendem Lymphödem im späteren Stadium.
Wie viel Prozent Schwerbehinderung gibt es bei Lymphödem?
Ein Lymphödem kann einen Grad der Behinderung (GdB) nach sich ziehen, der vom Schweregrad (Stadium) abhängt, wobei höhere Stadien (insbesondere Stadium 3 mit massiven Einschränkungen) zu GdB-Werten ab 50 führen können, was eine Schwerbehinderung ermöglicht; die Einstufung erfolgt individuell durch das Versorgungsamt und berücksichtigt Bewegungseinschränkungen, Schmerzen und notwendige Therapien (z. B. Kompression). Auch häufige Erysipelinfektionen (Wundrose) können einen GdB von 20-40 oder mehr begründen.
Was führt bei Lipödem zu Hunger?
Lymphödeme und Lipödeme lassen sich aushungern, indem man zugesetzten Zucker (insbesondere Fruktose), raffinierte Getreideprodukte (insbesondere glutenhaltige Getreideprodukte) und chemisch veränderte Fette meidet .
Wie lange kann man wegen eines Lymphödems eine Erwerbsminderungsrente beziehen?
Lymphödem als behindernde Erkrankung
Zusätzlich zur Erfüllung der Aufnahmekriterien muss die Behinderung entweder 12 Monate andauern oder voraussichtlich 12 Monate andauern oder zum Tod führen. Da ein Lymphödem nicht immer eines dieser Kriterien erfüllt, wird es nicht als ausreichend behindernd eingestuft, um im Verzeichnis der Sozialversicherungsbehörde (SSA) aufgeführt zu werden.
Sind Ödeme im Bein gefährlich?
Ja, Wasser in den Beinen kann gefährlich sein, da es auf ernste Krankheiten wie Herz-, Nieren-, Leber- oder Venenerkrankungen hinweisen kann (z.B. Herzinsuffizienz, Thrombose) und unbehandelt zu Komplikationen wie Lungenembolie führen kann. Bei starken, plötzlichen, einseitigen Schwellungen mit Schmerzen, Rötung, Überwärmung, Atemnot oder Brustschmerzen sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden, da dies Notfallsituationen signalisieren kann.
Können Sie mit Ödemen arbeiten?
Ödeme führen dazu, dass Teile Ihres Körpers anschwellen (vergrößern), was Sie möglicherweise daran hindert, Ihre täglichen Aufgaben zu erledigen .
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