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Ist die Grundsteuer abhängig von der Wohnfläche?

Gefragt von: Karl-Heinrich Hummel B.Sc.  |  Letzte Aktualisierung: 31. Juli 2026
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Auch für den Kauf einer Immobilie können die richtig bemessene Wohnfläche und ihre korrekte Angabe eine wichtige Rolle spielen, um eine hohe Grundsteuer zu sparen. Denn durch sie lassen sich die Immobilien gut miteinander vergleichen. Für die Berechnung der Grundsteuer wird die Wohnfläche ebenfalls herangezogen.

Wie stark wirkt sich die Wohnfläche auf die Grundsteuer aus?

Die Wohnfläche wird in fast jedem Bundesland für die Berechnung des Grundsteuerwertes benötigt, sie beeinflusst letztlich auch die Höhe der Grundsteuer. Denn: Je mehr Wohnfläche ein Gebäude hat, desto höher fällt am Ende die Grundsteuer aus.

Wie viel Grundsteuer zahle ich für 100 Quadratmeter?

Die Basiswerte für die Grundsteuer ermitteln: Pro Quadratmeter Wohnfläche werden 50 Cent berechnet. (bei einem 100 m² großem Haus also 50 Euro). Und pro Quadratmeter Grundstücksfläche 4 Cent (bei 1000 m² also 40 Euro).

Was zählt nicht zur Wohnfläche bei der Grundsteuer?

Auf einen Blick. Wohnfläche: Alle Wohnzwecken dienenden Räume. Balkone/Loggien mit ¼, unbeheizbare Wintergärten mit ½ anrechnen. Nutzfläche: Betriebliche, öffentliche oder sonstige Zwecke (z.B. Büros, Werkstätten, Vereinsräume) – alle nicht bewohnten Flächen außer Zubehörräume.

Was passiert, wenn man bei der Grundsteuer zu wenig Wohnfläche angibt?

Eine falsche Angabe zur Wohnfläche kann zu falschen Steuerberechnungen führen, was zu Nachzahlungen oder Rückerstattungen führen kann. Es ist wichtig, dass die Flächenangaben korrekt sind, um finanzielle Belastungen in diesem Zusammenhang zu vermeiden.

Wie wird die Wohnfläche ermittelt? Thema: Grundsteuer & Wohnflächenberechnung

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Welche Auswirkungen hat es, wenn die Wohnfläche bei der Grundsteuer falsch angegeben wird?

Eine präzise Angabe der Wohnfläche kann zu einer korrekten und fairen Berechnung der Steuerlast führen. Fehlerhafte oder ungenaue Angaben können dazu führen, dass Eigentümer zu viel oder zu wenig Grundsteuer zahlen.

Welche Räume sollte man bei Grundsteuer weglassen?

Die Flächenangaben bei der Grundsteuer

Vereinfacht dargestellt ist bei der Grundsteuererklärung folgendes gemeint: Wohnfläche nach WoFlV, Zubehörräume wie Kellerräume, Abstellräume außerhalb der Wohnung, Waschküchen, Trockenräume, Heizungsräume oder Bodenräume sind komplett wegzulassen.

Was zählt für das Finanzamt als Wohnfläche?

Was gehört zur Wohnfläche? Die Wohnfläche einer Wohnung umfasst die Grundflächen der Räume, die ausschließlich zu dieser Wohnung gehören. Bei Wohnheimen sind dies auch die Grundflächen der Räume, die zur gemeinschaftlichen Nutzung vorgesehen sind.

Ist der Flur eine Wohnfläche?

Ja, der Flur zählt zur Wohnfläche, sofern er sich innerhalb der Wohnung befindet und von den Bewohnern genutzt wird, da er Teil des privaten Wohnbereichs ist; gemeinschaftliche Flure oder Treppenhäuser außerhalb der Wohnung werden jedoch nicht angerechnet. Die volle Fläche wird berechnet, wobei bei Dachschrägen und unter Treppen Einschränkungen gelten können, aber der Flur selbst wird in der Regel zu 100 % berücksichtigt, so die Volksbanken Raiffeisenbanken, die R+V Versicherung, DAHLER & COMPANY, Beispielhaus, www.a-better-place.de, Exporo, Fertighausexperte, myHOMEBOOK, immowelt, ImmoScout24, Grundriss Butler, Haus & Grund Deutschland, PROJECT Immobilien, Facebook und Schwäbisch Hall Webseite sowie die Wohnflächenverordnung. 

Was braucht man bei der Grundsteuer nicht angeben?

Grundsteuer: Räume, die weder Wohn- noch Nutzfläche sind, müssen Sie nicht angeben

  1. Kellerräume.
  2. Abstellräume und Kellerersatzräume außerhalb der Wohnung.
  3. Waschküchen.
  4. Bodenräume.
  5. Trockenräume.
  6. Heizungsräume.
  7. Garagen.

Hat das Alter des Hauses Einfluss auf die Grundsteuer?

Das Baujahr eines Gebäudes hat direkten Einfluss auf die Ermittlung des Einheitswerts, welcher wiederum die Grundlage für die Grundsteuermesszahl und somit für die gesamte Grundsteuerbelastung bildet.

Für wen wird die neue Grundsteuer teurer?

Mit Inkrafttreten der Grundsteuerreform ab 2025 gilt für alle bebauten und unbebauten Grundstücke eine Grundsteuermesszahl von 0,34 ‰, Eine Ausnahme bilden Ein- und Zweifamilienhäuser, Mietwohngrundstücke und Wohnungseigentum - hier beträgt die einheitliche Grundsteuermesszahl 0,31 ‰.

Hat der Wert des Hauses Einfluss auf die Grundsteuer?

Welche Faktoren sind für die Berechnung der Grundsteuer wichtig? Der Grundsteuerwert gibt den Immobilienwert wieder. Er wird vom Finanzamt berechnet und dient als Bemessungsgrundlage für die Ermittlung der Grundsteuer.

Wie hoch ist der Grundsteuermessbetrag für ein Einfamilienhaus in guter Lage?

Du rechnest also: 1 x 40 Euro = 40 Euro und 0,7 x 50 Euro = 35 Euro. Der Grundsteuermessbetrag beträgt deshalb 40 + 35 = 75 Euro. Diese Zahl musst Du jetzt mit dem Hebesatz multiplizieren und durch 100 teilen: 75 Euro x 975 /100 = 731,25 Euro. Das ist Deine zu zahlende jährliche Grundsteuer ab 2025.

Wo finde ich die Wohnfläche meines Hauses?

Die Wohnfläche eines Hauses steht meist in den Bauunterlagen (Grundriss), im Mietvertrag oder Kaufvertrag, im Energieausweis oder in der Wohnflächenberechnung selbst, die nach der Wohnflächenverordnung (WoFlV) erstellt wird und nicht im Grundbuch zu finden ist, da es sich um eine spezifische Berechnungsgröße handelt, die je nach Norm variiert. 

Was ist günstiger in der Grundsteuer, Wohnfläche oder Nutzfläche?

Je geringer die Wohnfläche, desto günstiger die neue Grundsteuer – das gilt in 15 der 16 Bundesländer. Lediglich Baden-Württemberg bildet eine Ausnahme. Denn für das dortige Flächenmodell ist nur die Grundstücksfläche relevant, die Wohnfläche nicht (mehr dazu hier).

Was zählt nicht zur Wohnfläche im Einfamilienhaus?

Zur Wohnfläche zählen nicht Kellerräume, Heizungsräume, Waschküchen, Garagen, Flure, Treppen (oft nur anteilig), Balkone, Terrassen (oft nur anteilig), Dachschrägen unter 1 Meter Höhe und bestimmte Nischen, während beheizbare Wintergärten und Schwimmbäder je nach Verordnung zu 50% oder 100% angerechnet werden können. 

Wie kann ich meine Wohnfläche selbst messen?

Um Wohnraum zu messen, ermitteln Sie Länge und Breite jedes Raumes vom inneren Rand der Wände aus (lichtes Maß) und multiplizieren diese für die Grundfläche, wobei Sie Flächen unter 1 m Höhe nicht, zwischen 1-2 m Höhe zu 50 % und darüber zu 100 % anrechnen; Dachschrägen, Balkone, Terrassen und Wintergärten werden nach speziellen Regeln teilweise (z.B. 25-50 %) berücksichtigt. Nutzen Sie ein Laser-Messgerät oder Maßband für genaue Ergebnisse und ziehen Sie spezielle Bereiche wie Heizungsnischen oder Schornsteine ab, je nach WoFlV (Wohnflächenverordnung).
 

Wann darf eine Terrasse zu 50% als Wohnfläche angerechnet werden?

Eine Terrasse wird zu 50 % angerechnet, wenn sie qualitativ besonders hochwertig ist, z.B. durch eine vollständige Überdachung oder Verglasung, hochwertigen Belag (Holz, Naturstein) und/noder einen hohen Wohnwert durch besondere Lage (Süd/West-Ausrichtung) oder Ausstattung (Strom, Wasser, Windschutz) erreicht. Die Regel ist 25 %, 50 % sind die Ausnahme nach § 4 der Wohnflächenverordnung (WoFlV) und müssen begründet werden, oft bei Loggien oder wertsteigernden Dachterrassen.
 

Welche Räume zählen nicht bei der Grundsteuer?

Flächen unter einem Meter Höhe werden gemäß Wohnflächenverordnung gar nicht berücksichtigt. Wintergärten und Schwimmbäder zählen hingegen stets zur Wohnfläche, während Balkone, Loggien und Terrassen nur zu 25 Prozent angerechnet werden.

Woher bekomme ich eine Wohnflächenberechnung?

Eine Wohnflächenberechnung bekommst du vom Verkäufer/Vermieter, aus alten Bauunterlagen, dem Miet- oder Kaufvertrag oder dem Energieausweis, alternativ erstellst du sie selbst mit Online-Rechnern oder lässt sie von einem <Gutachter> erstellen, was oft für Banken und Finanzamt nötig ist und rechtssicher ist. Für die Grundsteuererklärung oder Bankunterlagen ist eine professionelle Berechnung nach WoFlV (Wohnflächenverordnung) wichtig. 

Welche Wohnfläche muss ich in der Grundsteuererklärung angeben?

Nur Flächen mit einer Raumhöhe von mindestens zwei Metern werden bei der Grundsteuererklärung voll berücksichtigt. Flächen mit einer Raumhöhe von weniger als zwei Metern, aber mindestens über einem Meter müssen zu 50 Prozent in die Wohnflächenberechnung übernommen werden.

Was mindert die Grundsteuer?

Insbesondere Wohnen wird mit Ermäßigungen bei der Grundsteuer entlastet. Grundstücksspekulationen werden unattraktiver gemacht und der Neubau gefördert. Die einfachere Verwaltung der Grundsteuer führt zu geringeren Personal- und Verwaltungskosten.

Wer zahlt Grundsteuer bei Leerstand?

Die anteiligen Kosten für leerstehende Wohnungen müssen Sie als Vermieter selbst tragen. Sie dürfen diese nicht auf die anderen Mieter verteilen.

Wird der Garten bei der Grundsteuer angerechnet?

Eine gute Nachricht: Gärten, die sich um ein Wohnhaus herum befinden, zählen nicht als land- oder forstwirtschaftlich genutzte Fläche. Sie gehören unabhängig von ihrer Nutzung zum Grundvermögen und fließen mit der jeweiligen Fläche in die Berechnung des Grundsteuermessbetrags ein.