Ist die Fahne der FDJ verboten?
Gefragt von: Rosa Voss-Schumann | Letzte Aktualisierung: 22. September 2026sternezahl: 4.6/5 (51 sternebewertungen)
Ja, die Fahne der Freien Deutschen Jugend (FDJ) ist im Gebiet der alten Bundesrepublik Deutschland verboten, da die FDJ dort als verfassungswidrige Organisation gilt (§ 86a StGB), was auch für ihre Kennzeichen gilt; in den neuen Bundesländern ist die Situation durch den Einigungsvertrag anders, und das Zeigen kann dennoch rechtliche Folgen haben, wenn ein Anfangsverdacht einer Straftat besteht, auch wenn die DDR-FDJ nie verboten wurde.
Ist die FDJ Fahne in Deutschland verboten?
Das Verbot besteht auch nach der Deutschen Einheit weiter, bezieht sich aber nach Auffassung des Innenministeriums ausschließlich auf die eigenständige Organisation FDJ in Westdeutschland. Die Abzeichen der FDJ in Westdeutschland und der FDJ sehen jedoch „gleich“ aus, ein Unterschied besteht nicht.
Ist das Tragen des FDJ-Hemdes verboten?
Das Tragen des FDJ-Hemdes ist rechtlich umstritten: Es wurde 1951 in Westdeutschland verboten, das Verbot gilt formal noch, aber Gerichte sehen darin heute meist keine Strafbarkeit mehr, da es nur die verbotene westdeutsche FDJ betrifft, die DDR-FDJ aber nie verboten wurde und ihre Symbole nicht unterschiedlich sind; die Absicht (z.B. politische Propaganda) entscheidet oft über die Einstufung, wobei satirische oder nostalgische Nutzung meist als geschmacklos, aber nicht strafbar angesehen wird.
Wie lautete der Gruß der FDJ?
Die Grußformel der FDJ (Freie Deutsche Jugend) war "Freundschaft!", die sowohl mündlich als auch schriftlich verwendet wurde, wobei sich die Mitglieder mit diesem Wort begrüßten, oft gefolgt von der Gruppenantwort „Freundschaft!“, ähnlich dem Gruß „Glückauf“ unter Arbeitern.
Was ist das Motto der FDJ?
Die Freie Deutsche Jugend (FDJ) hatte nicht ein einzelnes, festes Motto, sondern nutzte verschiedene Parolen je nach Zeit und Anlass, wie z.B. „Für Frieden und Solidarität – Wir kämpfen gegen Imperialismus und Krieg!“ (Weltfestspiele 1959), „Das Vaterland ruft! Schützt die Republik!“ (Mauerbau 1961) oder auch „Der Frieden ist rot! Revolutionen beenden Kriege!“. Ihr Gruß war „Freundschaft“, woraufhin die Antwort ebenfalls „Freundschaft“ lautete, wie Zeitklicks berichtet.
Die 1954 verbotene FDJ demonstriert seit Tagen gegen die Deutsche Einheit in Berlin
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Wie geht der Kommunisten Gruß?
Der kommunistische Gruß ist vielschichtig: Am bekanntesten ist die erhobene Faust als Symbol des Kampfes und der Solidarität, oft verbunden mit Slogans wie „Tod dem Faschismus, Freiheit den Menschen!“. Weitere Grüße sind das Wort „Freundschaft“, das unter Sozialisten und Kommunisten üblich ist, „Lal Salam“ (Roter Gruß) in Südasien und der „Bruderkuss“ zur Bekundung brüderlicher Solidarität zwischen Staatsführern.
Wie begrüßte man sich in der DDR?
In der DDR gab es verschiedene Grußformeln, je nach Kontext: „Freundschaft!“ war der Gruß der FDJ und wurde auch im Sport verwendet („Sport frei!“), während die Jungen Pioniere „Seid bereit!“ mit der Antwort „Immer bereit!“ grüssten. Alltagsgrüße waren oft der traditionelle Gruß „Freundschaft“, der Solidarität ausdrückte, sowie informelle Varianten wie „Schöne Grüße“ oder „Viele Grüße“ in der Korrespondenz.
Ist die FDJ rechts oder links?
Die Freie Deutsche Jugend (FDJ) war eine links-sozialistische Massenorganisation in der DDR, eng verbunden mit der SED, die Jugendliche an die Ideologie des Sozialismus heranführen sollte; heute existiert sie als legale, kommunistische Organisation in Deutschland, die aber keine staatliche Rolle mehr spielt und als links eingestuft wird.
Wie war der Pioniergruß?
Der Pioniergruß lautete: „Seid bereit - Immer bereit“. Fridel Lewin war erste gewählte Vorsitzende der Pionierorganisation, ab 1949 dann übernahm Margot Feist diese Funktion. Der Eintritt in die Organisation war freiwillig. In relativ kurzer Zeit vollzog sich die Entwicklung zu einer Massenorganisation.
War die DDR wirklich sozialistisch?
Ja, die DDR verstand sich offiziell als sozialistischer Staat, definierte sich als "sozialistischer Staat deutscher Nation" und strebte nach einer sozialistischen Gesellschaft nach sowjetischem Vorbild mit Planwirtschaft und Einparteienherrschaft der SED. In der Praxis handelte es sich jedoch um eine Einparteiendiktatur, in der die SED die absolute Macht ausübte und das Leben der Bürger kontrollierte, was eine Abweichung vom sozialistischen Ideal war und zu Kritik führte, dass es sich nicht um "realen Sozialismus" handelte.
Wie hießen Jeans in der DDR?
"Wisent", "Boxer" und "Shanty"
Mitte der 70er-Jahre – die Haltung der SED gegenüber den Jeans war inzwischen moderater geworden – mühten sich die Textilbetriebe der DDR redlich, eine eigene Jeansproduktion in Gang zu setzen. "Wisent", "Boxer" oder "Shanty" hießen die Marken, die ab 1978 auf den Markt kamen.
Ist das SS-Symbol verboten?
Ja, SS-Zeichen wie der Totenkopf sind in Deutschland grundsätzlich verboten (§ 86a StGB), da sie als Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen gelten und mit Geld- oder Freiheitsstrafen geahndet werden können, wenn sie zur Verbreitung des Nationalsozialismus dienen. Das betrifft auch ähnliche Zeichen (wie Wolfsangeln), die den SS-Symbolen zum Verwechseln ähnlich sind. Verboten sind damit Fahnen, Abzeichen, Uniformstücke und Parolen, die auf die SS oder andere verbotene NS-Organisationen verweisen.
Warum ist die DDR-Fahne verboten?
Die Flaggen und Symbole der DDR
Zur Wahrheit gehört aber auch, dass die DDR-Flagge in den 1960er-Jahren in der Bundesrepublik tatsächlich verboten war, weil sie als "Spalterflagge" galt.
Sind FDJ-Hemden verboten?
Das Tragen des FDJ-Hemdes ist rechtlich umstritten: Es wurde 1951 in Westdeutschland verboten, das Verbot gilt formal noch, aber Gerichte sehen darin heute meist keine Strafbarkeit mehr, da es nur die verbotene westdeutsche FDJ betrifft, die DDR-FDJ aber nie verboten wurde und ihre Symbole nicht unterschiedlich sind; die Absicht (z.B. politische Propaganda) entscheidet oft über die Einstufung, wobei satirische oder nostalgische Nutzung meist als geschmacklos, aber nicht strafbar angesehen wird.
War die FDJ gut oder schlecht?
Mehr als 80 Prozent der Kinder und Jugendlichen in der DDR gehörten der sozialistischen Jugendorganisation FDJ und der Pionierorganisation "Ernst Thälmann" an. Materiell gut ausgestattet galt sie als langer Arm der SED.
Ist das DDR-Symbol verboten?
Die Eintragung beim Deutschen Patent- und Markenamt wurde im Sommer 2008 gelöscht, nachdem das Patentgericht entschieden hatte, dass die Verwendung des Staatswappens der DDR als Marke sittenwidrig sei.
Wer trug in der DDR ein rotes Halstuch?
bis zur 7. Klasse waren sie Thälmannpioniere und trugen ein rotes Halstuch. Zur Pionierkleidung gehörten neben dem Halstuch eine weiße Bluse und ein blaues Käppi. Diese Uniform war aber nur zu besonderen Anlässen Pflicht.
Wie begrüßte man die FDJ?
Der Gruß der FDJ (Freie Deutsche Jugend) in der DDR war das Wort „Freundschaft!“, worauf die Antwort „Freundschaft!“ lautete, oft begleitet vom Pioniergruß mit der flachen rechten Hand über dem Kopf, wobei der Daumen zum Kopf und der kleine Finger zum Himmel zeigte. Während die Jungpioniere „Seid bereit! – Immer bereit!“ riefen, war „Freundschaft!“ der direkte FDJ-Gruß, der Solidarität ausdrückte und den „sozialistischen Bruderkuss“ bei Staatsführern symbolisierte, aber auch als allgemeiner Gruß unter Arbeitern diente.
Was bedeutet das blaue Halstuch?
Ein blaues Halstuch hatte in der DDR eine klare Bedeutung: Es war das Symbol der Jungpioniere (1.-4. Klasse), das Treue zur DDR und den sozialistischen Idealen repräsentierte, während rote Halstücher den älteren Thälmannpionieren vorbehalten waren. Allgemein kann Blau aber auch für Ruhe, Vertrauen und Sicherheit stehen, und in der Pfadfinderbewegung (CPD) symbolisiert es Treue, während es bei Bandanas auch mit Gang-Zugehörigkeiten (wie den Crips) verbunden sein kann.
Welche Partei sind Sozialisten?
- Allgemeiner Deutscher Arbeiterverein (1863 bis 1875)
- Sozialdemokratische Arbeiterpartei (1869 bis 1875)
- Sozialistische Arbeiterpartei Deutschlands (1875 bis 1890)
- Spartakusbund (1914 bis 1919)
- Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands (1917 bis 1931)
- Kommunistische Partei Deutschlands (1919 bis 1956)
Wann wurde das FDJ eingestellt?
Am 26. Juni 1951 wurde die „West-FDJ“ verboten, wobei das Verbot aufgrund der Vierteilung West-Berlins nicht galt. Nach einem langwierigen Rechtsstreit trat das Verbot 1954 in Kraft, nachdem die Berufung der FDJ vom Bundesverfassungsgericht abgewiesen worden war.
Hatten Frauen in der DDR Rechte?
Frauen in der DDR genossen in der Tat die gleichen Rechte wie Männer. Zahllose Gesetze vom Recht auf gleichen Lohn für gleiche Arbeit bis hin zu Erleichterungen für berufstätige Mütter sollten es Frauen erleichtern, arbeiten zu gehen und trotz Berufstätigkeit, ihren Aufgaben als Ehefrau und Mutter nachzukommen.
Was sind typische Ossi-Wörter?
Typische "Ossi"-Wörter sind Begriffe aus der DDR-Zeit, die den Alltag prägten, wie Broiler (Brathähnchen), Kaufhalle (Supermarkt), Plaste (Plastik), Stulle (belegtes Brot) und Nicki (T-Shirt), oft mit Bezug auf spezifische Produkte oder Lebensumstände wie Bückware (seltene Ware), Polylux (Overheadprojektor) oder Datsche (Gartenlaube). Diese Begriffe spiegeln die eigene Sprache der DDR wider, die sich von der westdeutschen unterschied.
Wie nannte man Hosenträger in der DDR?
Bunaflitzer – elastischer Hosenträger mit Klippverschlüssen.
Wie hoch war das Begrüßungsgeld für DDR-Bürger?
Um die Bedingungen der Einreise der Besucher aus der DDR zu verbessern, führte die Bundesregierung ab 1970 die Zahlung eines Begrüßungsgeldes in Höhe von 30 DM ein, das jedem Besucher gegen Vorlage seiner Identifikationspapiere ausgezahlt wurde.
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