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Ist Altersteilzeit ein ruhendes Arbeitsverhältnis?

Gefragt von: Ramona Schütz  |  Letzte Aktualisierung: 16. Oktober 2026
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Nein, die Altersteilzeit, insbesondere die Freistellungsphase (passive Phase) im Blockmodell, ist kein ruhendes Arbeitsverhältnis, weil der Arbeitgeber weiterhin zur Lohnfortzahlung verpflichtet bleibt, auch wenn die Arbeitspflicht entfällt. Ruhende Arbeitsverhältnisse (z. B. bei unbezahltem Urlaub) stellen eine Suspendierung beider Hauptpflichten dar (Arbeit & Lohn), was bei Altersteilzeit nicht der Fall ist; das Arbeitsverhältnis besteht formal weiter bis zum Vertragsende, auch wenn es sich um eine Teilzeitbeschäftigung handelt.

Ist die Altersteilzeit eine Ruhephase?

Die Altersteilzeit-Ruhephase (auch Freistellungsphase oder passive Phase genannt) ist die zweite Hälfte der Altersteilzeit, in der der Arbeitnehmer nicht mehr arbeitet, aber weiterhin Gehalt bezieht, das durch Wertguthaben aus der ersten Hälfte (Arbeitsphase) finanziert wird; sie ermöglicht einen sanften Übergang in die Rente, wobei Sozialversicherungsbeiträge weiterlaufen, was Renteneinbußen minimiert. Diese Phase ist oft durch eine vollständige Freistellung von der Arbeit gekennzeichnet und endet mit dem Renteneintritt, wobei Regeln für Urlaub und Krankengeld gelten.
 

Was zählt als ruhendes Arbeitsverhältnis?

Ein Arbeitsverhältnis ruht, wenn die Hauptleistungspflichten (Arbeit gegen Lohn) ausgesetzt sind, typischerweise bei gesetzlichen Schutzzeiten wie Elternzeit, Pflegezeit, Wehrdienst, aber auch bei Sabbatical, Kurzarbeit, unbezahltem Sonderurlaub oder langwieriger Krankheit, wobei Nebenpflichten wie Treuepflicht meist bestehen bleiben. 

Ist ein Arbeitsverhältnis während der Altersteilzeit ein ruhendes Arbeitsverhältnis?

Während der Freistellungsphase einer Altersteilzeit im Blockmodell ruht das Arbeitsverhältnis nicht. Dennoch ist der Urlaubsanspruch zu kürzen (vgl. BAG vom 3.12.2019 – 9 AZR 33/19 – ZTR 2020, 301). Dies ergibt sich aus § 7 TV ATZ.

Ist Altersteilzeit ein Beschäftigungsverhältnis?

Bei der Altersteilzeit handelt es sich um eine Teilzeitbeschäftigung, die durch das Altersteilzeitgesetz (AltTZG) geregelt ist. Da kein rechtlicher Anspruch auf Altersteilzeit besteht, ist sie nur aufgrund einer freiwilligen Vereinbarung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer möglich.

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Welche Nachteile hat die Altersteilzeit?

Nachteile der Altersteilzeit sind vor allem geringere Rentenansprüche und weniger Nettogehalt (trotz Aufstockung), ein abrupter Übergang ins Rentenleben beim Blockmodell und das Risiko bei Insolvenz des Arbeitgebers, wenn Wertguthaben nicht ausreichend gesichert sind; auch können Sonderleistungen wie Dienstwagen wegfallen. 

Ist ein Altersteilzeitvertrag ein befristeter Arbeitsvertrag?

Der ATZ-Vertrag wird üblicherweise als befristeter Arbeitsvertrag abgeschlossen. Er bedarf daher zwingend der Schriftform. Er sollte eine Regelung über die Reduzierung der Arbeitszeit, über das reduzierte Arbeitsentgelt und die Höhe des Aufstockungsbetrages enthalten.

Wann endet das Arbeitsverhältnis bei Altersteilzeit?

Die Altersteilzeit endet erst, wenn Altersrente beansprucht werden kann. Die wöchentliche Arbeitszeit reduziert sich auf die Hälfte gemäß dem Gleichverteilungs- oder Blockmodell. Die Beschäftigung ist versicherungspflichtig, also nicht geringfügig.

Was gilt als Unterbrechung des Arbeitsverhältnisses?

Zusammenfassung. Zu Arbeitsunterbrechungen kommt es z. B. bei unbezahltem Urlaub, Arbeitsbummelei, Streik oder Aussperrung.

Was ändert sich bei der Altersteilzeit 2026 in Deutschland?

Ab 2026 gibt es in Deutschland (und Österreich, wo viele Quellen herkommen) Änderungen bei der Altersteilzeit: Die geförderte Laufzeit wird schrittweise verkürzt (ab 2029 auf 3 Jahre), der staatliche Lohnausgleich sinkt temporär auf 80 %, und Nebentätigkeiten werden stärker eingeschränkt oder verboten, was die Attraktivität mindert und den Druck erhöht, Altverträge vor Jahresende 2025 zu sichern. Die "Teilpension" als Alternative in Österreich wird eingeführt, während in Deutschland die Änderungen eher in Richtung strengerer Regeln gehen, um ältere Arbeitnehmer länger im Job zu halten. 

Wann ruht ein Arbeitsverhältnis kraft Gesetzes?

Ein Arbeitsverhältnis ruht, wenn die wechselseitigen Hauptpflichten kraft Gesetzes oder (ggf. konkludenter) vertraglicher Vereinbarung suspendiert sind und somit der jeweilige Gläubiger von seinem Schuldner die Erbringung der Leistung nicht mehr verlangen und durchsetzen kann (BAG 9.

Ist eine bezahlte Freistellung ein ruhendes Arbeitsverhältnis?

Der zweite Fall wird häufig auch als „ruhendes Arbeitsverhältnis“ bezeichnet. Ein Beispiel für eine bezahlte Freistellung ist der (Erholungs-)Urlaub, oder auch die Freistellung von Auszubildenden für die Teilnahme am Berufsschulunterricht.

Hat man bei einem ruhenden Arbeitsverhältnis Anspruch auf Urlaub?

Ja, auch bei einem ruhenden Arbeitsverhältnis entsteht in der Regel der gesetzliche Mindesturlaubsanspruch weiter, beispielsweise bei Krankheit oder Elternzeit, wobei der Arbeitgeber diesen Anspruch nicht einfach kürzen darf, aber die Fälligkeit und der Verfall durch vertragliche Regelungen (z.B. Ausschlussfristen) beeinflusst werden können. Während der Bezugszeit von Arbeitslosengeld I gibt es zwar keinen "Urlaub" im herkömmlichen Sinne, aber Sie dürfen verreisen, wenn Sie dies vorher bei der Agentur für Arbeit beantragen und genehmigen lassen, sonst droht der Wegfall der Leistungen. 

Ist Altersteilzeit Vorruhestand?

Ja, Altersteilzeit ist eine Form des Vorruhestands, ermöglicht aber einen sanfteren Übergang, da das Arbeitsverhältnis bestehen bleibt und man bis zur regulären Rente weiter in die Sozialversicherung einzahlt, während ein klassischer Vorruhestand oft mit der Auflösung des Arbeitsvertrags und der Zahlung von Vorruhestandsgeld verbunden ist. Altersteilzeit (ab 55) reduziert die Arbeitszeit bei Lohnaufstockung, während beim Vorruhestand das Arbeitsverhältnis endet und der Arbeitnehmer früher komplett ausscheidet, aber weniger Rentenpunkte sammelt. 

Was bedeutet ein ruhendes Arbeitsverhältnis?

Ein ruhendes Arbeitsverhältnis bedeutet, dass die Hauptpflichten (Arbeitspflicht des Arbeitnehmers, Lohnpflicht des Arbeitgebers) eines bestehenden Arbeitsvertrags vorübergehend ausgesetzt sind, der Vertrag selbst aber fortbesteht, ohne dass eine Kündigung erfolgt. Typische Gründe sind Elternzeit, Mutterschutz, Wehrdienst oder Sabbaticals, wobei Nebenpflichten wie Verschwiegenheit oft bestehen bleiben. 

Hat Altersteilzeit Auswirkungen auf die Pension?

Die Altersteilzeit wirkt sich nicht negativ auf die Pension aus. Auch der Abfertigungsanspruch bleibt auf Basis der Arbeitszeit vor Herabsetzung der Arbeitszeit gewahrt. Die Laufzeit der Altersteilzeit ist grundsätzlich auf fünf Jahre beschränkt.

Was gilt als Unterbrechung der Ruhezeit?

ein Telefongespräch die Ruhezeit unterbricht. Bei einer 15-minütigen Unterbrechung müsste danach die einzuhaltende Ruhezeit wieder von neuem beginnen. Es gibt hier durchaus aber Sonderregelungen, die besonders bei Krankenhaus Angestellten gelten. Der Bereitschaftsdienst gilt dagegen als Arbeitszeit.

Wie wird Betriebszugehörigkeit bei Unterbrechung berechnet?

Uneins sind sich die Gerichte bei der Frage, wann von einer kurzen Unterbrechung auszugehen ist. In der Regel werden Unterbrechungen bis zu sechs Monaten toleriert. Ist die Unterbrechung zu lang, werden die Beschäftigungsverhältnisse bei der Berechnung der Betriebszugehörigkeit nicht addiert, sondern zählen getrennt.

Ist langzeitkrank ein ruhendes Arbeitsverhältnis?

Nein, bei einer normalen Langzeiterkrankung ruht das Arbeitsverhältnis nicht; es besteht rechtlich fort, bis es gekündigt wird, der Arbeitnehmer wieder arbeitsfähig ist oder eine Erwerbsminderungsrente eintritt. Ruhen kann es jedoch unter bestimmten Voraussetzungen, wie etwa bei einer befristeten Erwerbsminderungsrente oder wenn dies tarif- oder vertraglich vereinbart ist. 

Welche Nachteile hat Altersteilzeit?

Nachteile der Altersteilzeit sind vor allem geringere Rentenansprüche und weniger Nettogehalt (trotz Aufstockung), ein abrupter Übergang ins Rentenleben beim Blockmodell und das Risiko bei Insolvenz des Arbeitgebers, wenn Wertguthaben nicht ausreichend gesichert sind; auch können Sonderleistungen wie Dienstwagen wegfallen. 

Kann ich während der Altersteilzeit betriebsbedingt gekündigt werden?

Eine betriebsbedingte Kündigung während der Altersteilzeit ist schwierig, aber nicht unmöglich: Sie ist nur in der Arbeitsphase bei echten betrieblichen Erfordernissen (z.B. Betriebsschließung) möglich, da nur dort ein Beschäftigungsbedarf entfällt; in der Freistellungsphase ist sie wegen fehlendem Beschäftigungsbedarf meist ausgeschlossen, da hier nur noch ein "ruhendes" Verhältnis besteht. Generell gilt, dass die Altersteilzeit an sich nicht kündigungsbegründend ist, aber eine außerordentliche Kündigung (z.B. bei Betrug) oder eine Kündigung bei separater Vereinbarung möglich bleibt. 

Wie viel verliert man bei Altersteilzeit?

Bei der Altersteilzeit arbeiten älteren Mitarbeiter, je nach Vereinbarung, um bis zu 60 Prozent weniger und bekommen bis zu 80 Prozent des Lohns. Es handelt sich um eine Leistung aus der Arbeitslosenversicherung, die für ältere Beschäftigte an das Unternehmen ausbezahlt wird.

Was ist bei Altersteilzeitverträgen zu beachten?

Bei Altersteilzeit müssen Sie auf die vertragliche Vereinbarung (Kein Rechtsanspruch!), die finanziellen Aspekte (Gehaltsaufstockung mind. 20%, Steuerlast!) und die Rentenauswirkungen achten, die durch das Blockmodell (Arbeits- und Freistellungsphase) und die Aufstockung der Rentenbeiträge durch den Arbeitgeber abgefedert werden; wichtig sind zudem die Voraussetzungen (Alter 55+, 1080 Tage versichert) und die Regelungen zu Sonderzahlungen, die entfallen können. 

Welche Änderungen gibt es bei der Altersteilzeit ab 2026?

⚠️ Achtung: Seit 1. Jänner 2024 wird die geblockte Altersteilzeit nach und nach abgeschafft. Die Förderung für Arbeitgeber:innen (in Form des Altersteilzeitgeldes) wird bis Ende 2028 schrittweise reduziert und ab 2029 vollständig eingestellt. Ab dann ist nur noch das kontinuierliche Modell möglich.

Wie lange darf ich in der Altersteilzeit krank sein?

In der Arbeitsphase der Altersteilzeit gilt zunächst die normale 6-wöchige Lohnfortzahlung durch den Arbeitgeber; danach zahlt die Krankenkasse Krankengeld, was zu finanziellen Einbußen führt, da es niedriger berechnet wird und das Wertguthaben nicht bespart wird, was oft eine Verlängerung der Arbeitsphase (Nacharbeit) oder eine Kürzung der Freistellungsphase nach sich zieht, wobei Tarifverträge oder betriebliche Vereinbarungen die Situation durch Aufstockung der Zahlungen oder Übernahme der Kosten verbessern können, aber eine sehr lange Krankheit die Altersteilzeitpläne durcheinanderbringen kann. 

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