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Hatte Darmkrebs kann das wieder kommen?

Gefragt von: Theodor Wahl  |  Letzte Aktualisierung: 11. Januar 2026
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Etwa fünf Prozent der Patienten mit Darmkrebs erkranken später an einer weiteren Krebserkrankung. Und auch bei Darmtumoren, die als geheilt gelten, kann es zu einem Rückfall kommen.

Wie oft kommt Darmkrebs zurück?

Meistens passiert das innerhalb der ersten Jahre nach der Ersterkrankung. 80 Prozent der Rezidive bei Darmkrebs treten in den ersten beiden Jahren nach der Operation auf. Nach fünf Jahren werden so gut wie keine Rückfälle mehr festgestellt. In diesem Zeitraum sollten Sie alle Nachsorgeuntersuchungen wahrnehmen.

Kann man zweimal Darmkrebs bekommen?

Zweittumor: Dies sind Tumorerkrankungen, die vollkommen unabhängig vom ersten Tumor entstehen. Der zweite Darmtumor entsteht an einer anderen Stelle im Darm als der Ersttumor. Man weiß aus Erfahrung, dass Darmkrebspatienten ein erhöhtes Risiko haben, einen erneuten, zweiten Darmkrebs zu entwickeln.

Wie hoch ist die Rückfallquote bei Darmkrebs im Stadium 2?

Statistisch gesehen erleidet jeder fünfte Patient im Stadiums II irgendwann einen Rückfall. Um das Rückfallrisiko zu verringern, kann an die Operation eine Chemotherapie angeschlossen werden (adjuvante Chemotherapie).

Kann Darmkrebs vollständig geheilt werden?

Stadium der Erkrankung

Dies spiegelt sich für Tumorerkrankungen in der sogenannten Fünf-Jahres-Überlebensrate („Wie viele Menschen leben fünf Jahre nach der Diagnose noch?") wider. Wird Darmkrebs in einem frühen Stadium erkannt und therapiert, können nahezu alle Patient:innen dauerhaft geheilt werden.

Der Darmkrebs war schon weit fortgeschritten - Meine Patientengeschichte | Asklepios

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Wie schnell rezidivt man nach Darmkrebs?

Falls es überhaupt zu einem Rückfall kommt, passiert dies meist in den ersten zwei Jahren nach Behandlungsende. Danach ist die Wahrscheinlichkeit für einen Rückfall sehr klein: Nicht einmal ein Prozent der Rezidive ereignen sich später als fünf Jahre nach Operation.

Wie schnell wächst Darmkrebs nach?

Darmkrebs wächst sehr langsam, meist über einen Zeitraum von zehn bis 15 Jahren. Im Anfangsstadium verursacht er kaum Beschwerden. Wenn diese auftreten, ist der Krebs oft schon weit fortgeschritten oder hat Metastasen gebildet. „Keine andere Vorsorgemöglichkeit ist so effizient wie die Darmkrebsvorsorge“, sagt Dr.

Kann Darmkrebs nach einer Operation wieder auftreten?

Darüber hinaus besteht die Gefahr, dass Darmkrebs nach einer zunächst erfolgreichen Behandlung wiederkehrt, es also zu einem Rückfall (Rezidiv) kommt. Dieses Risiko ist besonders in den ersten zwei Jahren nach Therapieabschluss hoch. Nach über fünf Jahren kommt es selten zu Rezidiven.

Wann ist das Rezidivrisiko am höchsten?

Das Risiko für ein Fernrezidiv ist in den ersten 5 Jahren nach der Erstdiagnose am höchsten und besteht auch nach Beginn der endokrinen Standardbehandlung unabhängig vom Lymphknotenstatus der Patient:innen: 11% der Patient:innen ohne Nodalbeteiligung (N0), 13% der Patient:innen mit einer N1- und 24% mit einer N2-/N3- ...

Kann Darmkrebs innerhalb von 2 Jahren entstehen?

Die Mehrzahl der Darmkrebse entsteht auf dem Boden von Polypen. Bei Polypen handelt es sich um Schleimhautvorwölbungen, welche sich innerhalb von einigen Jahren (je nach Größe meist in 2-10 Jahren) zu Darmkrebs entwickeln können.

Ist eine Chemotherapie nach Darmkrebs notwendig?

In den meisten Fällen ist bei Patient*innen mit Darmkrebs eine Chemotherapie notwendig. Lediglich bei Patient*innen, bei denen der Tumor durch eine Operation vollständig entfernt werden kann und die ein niedriges Tumorstadium haben, ist eine Chemotherapie nach der Operation in der Regel nicht notwendig.

Wo streut Darmkrebs als erstes hin?

Das Blut vom Dickdarm fließt über die Pfortader zuerst in die Leber, weshalb hierhin am ehesten Krebszellen verschleppt werden und sich Metastasen oft zuerst in der Leber bilden.

Wie oft wird Darmkrebs bei Darmspiegelung übersehen?

Sie ist zuverlässiger als der Stuhltest und Krebsvorstufen können sofort entfernt werden. Wird bei einer ersten Darmspiegelung kein auffälliger Befund entdeckt, so empfehlen die Leitlinien zur Darmkrebsprävention eine zweite Untersuchung nach einer Frist von zehn Jahren.

Was sind erste Anzeichen von Darmkrebs?

Auffälliger Stuhl: sichtbares Blut im Stuhl, Schleimbeimengungen, besonders übelriechender Stuhl oder bleistiftdünner Stuhl durch Verengungen im Darm. Weitere Verdauungsbeschwerden: häufige, starke Darmgeräusche und Blähungen, Blähungen mit ungewolltem Stuhlabgang, häufige Übelkeit oder Völlegefühle trotz wenig Essen.

Wie schnell entwickelt sich ein Rezidiv?

Ein Rezidiv kann sich unterschiedlich schnell entwickeln. Manchmal vergehen nach der ersten Behandlung wie einer Operation oder Strahlentherapie mehrere Monate, manchmal auch einige Jahre. Die Rezidivgefahr hängt von mehreren Faktoren ab, zum Beispiel vom Stadium des Tumors und der Aggressivität der Krebszellen.

Wie oft muss man nach Darmkrebs kontrollieren?

Nach erfolgreicher Therapie eines Darm- bzw. Enddarmtumors ist es wichtig, dass regelmäßig tumorspezifische Nachuntersuchungen vorgenommen werden. Diese Untersuchungen sollten entsprechend aktueller Empfehlungen und Leitlinien fünf Jahre lang erfolgen.

Kann Darmkrebs vollständig entfernt werden?

Für viele Patienten mit Darmkrebs ist die Operation das wichtigste Behandlungsverfahren. Dabei entfernen die Ärzte den Tumor wenn möglich vollständig. Bislang konnten Betroffene nur so auf eine dauerhafte Heilung hoffen. Beim Rektumkarzinom gewinnen allerdings Therapieansätze ohne Operation zunehmend an Bedeutung.

Welche Schmerzen können nach einer Darmkrebs-OP auftreten?

Nach der Operation auftretende Schmerzen bessern sich nach wenigen Tagen. Bei stärkeren oder plötzlich auftretenden Schmerzen, fragen Sie bitte immer Ihren Arzt um Rat. Leichtere Schmerzen oder krampfartige Beschwerden können manchmal auch durch Verdauungsprobleme wie Durchfall oder Blähungen hervorgerufen werden.

Wann führt Darmkrebs zum Tod?

Unbehandelt führt Darmkrebs in den allermeisten Fällen innerhalb von 12 Monaten zum Tod.

Was sind Auslöser für Darmkrebs?

Männer sind statistisch häufiger von Darmkrebs betroffen als Frauen. Gründe dafür können Lebensstilfaktoren wie Rauchen, höherer Konsum von rotem Fleisch sowie Übergewicht und Bewegungsmangel sein – allesamt bekannte Risikofaktoren für Darmkrebs. Auch hormonelle Unterschiede scheinen eine Rolle zu spielen.

Wann ist Darmkrebs nicht mehr heilbar?

Ist Darmkrebs heilbar: Endstadium

Betroffene mit Darmkrebs im höchsten Stadium (Stadium IV) haben leider eine sehr schlechte Prognose. In dieser Situation ist eine Heilung (kurativer Therapieansatz) in der Regel nicht mehr möglich. Die Patienten und Patientinnen erhalten dann eine palliative Behandlung.

Welche ersten Anzeichen von Darmkrebs gibt es?

Die ersten Anzeichen von Darmkrebs

  • Blut im Stuhl oder rot/schwarz gefärbter Stuhl durch blutende Polypen oder Karzinome.
  • Veränderter Stuhlgang, wie ein Wechsel von Verstopfung und Durchfall oder bleistiftdünner Stuhl.
  • Starke und wiederholte Bauchschmerzen.
  • Ungewöhnlich häufiger Stuhlgang, auch zu ungewöhnlichen Tageszeiten.

Ist eine Chemotherapie bei Darmkrebs notwendig?

Laut Laura Magill von der University of Birmingham kehrt der Darmkrebs bei bis zu einem von drei Patienten nach der OP zurück. "Unsere Forschungsergebnisse zeigen, dass eine Chemotherapie vor der OP die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass alle Krebszellen abgetötet werden.

Wie hoch ist die Lebenserwartung bei Darmkrebs?

Wird Darmkrebs schon in einem frühen Stadium mit nur lokaler Ausbreitung erkannt, beträgt die Fünf-Jahres-Überlebensrate 90 Prozent. Wird bei Dickdarmkrebs und Enddarmkrebs im Frühstadium operiert, betragen die Heilungschancen ebenso bis zu 90 Prozent.