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Habe ich ein Recht mein Enkelkind zu sehen?

Gefragt von: Frau Prof. Natalja Niemann B.Sc.  |  Letzte Aktualisierung: 25. Januar 2026
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Ja, Großeltern haben grundsätzlich ein gesetzliches Recht auf Umgang mit ihren Enkelkindern (§ 1685 BGB), aber nur, wenn dieser Kontakt dem Wohl des Kindes dient; das bedeutet, es muss eine enge Bindung bestehen und der Kontakt muss für die Entwicklung des Kindes förderlich sein, was im Einzelfall vom Familiengericht geprüft wird, wenn Eltern den Kontakt verweigern, wobei außergerichtliche Einigung immer zuerst angestrebt werden sollte.

Wie oft hat die Oma das Recht, den Enkel zu sehen?

Wie oft dürfen Großeltern die Enkel sehen? Häufigkeit und Dauer sind gesetzlich nicht geregelt. Dies wird individuell bestimmt. Verschiedene Gerichtsentscheide räumen Großeltern einen Umgang von 4 bis 5 Stunden im Monat ein sowie ein Umgangswochenende von Freitagnachmittag bis Sonntagabend ein.

Kann Mutter Umgang mit Oma verbieten?

Die Rechtspraxis hat festgestellt, dass das Umgangsrecht für Grosseltern nicht grundlos eingeschränkt werden darf. Hat das Kind regelmässigen Kontakt zu seinen Grosseltern, so kann weder Mutter, noch Vater den Umgang ohne ersichtlichen Grund untersagen.

Was kann ich tun, um mein Enkelkind zu sehen?

Lebt Ihr Enkelkind bei der leiblichen Mutter oder dem leiblichen Vater, sollten Sie versuchen, vor dem Gang zum Familiengericht eine Besuchsregelung zu treffen. Ist dies nicht möglich oder befindet sich Ihr Enkelkind in einer Pflegefamilie, können Sie beim Familiengericht einen Antrag auf Anordnung von Besuchsrechten stellen.

Hat Schwiegermutter Recht auf Enkel?

Fazit. Großeltern sowie andere Verwandte und enge Bezugspersonen können ein Recht auf Umgang mit Enkelkindern bzw. Kindern der Familie haben. Entscheidend ist, dass der Umgang dem Wohl des Kindes dient.

Großeltern haben ein Recht auf die Enkel - Rechtstipp Dr. Sonntag Fürth

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Haben Großeltern ein Recht auf Umgang mit dem Enkel?

Für Großeltern ist es oft wichtig, eine Beziehung zu ihren Enkelkindern zu pflegen. Auch wenn die Eltern des Kindes sich trennen oder scheiden lassen. Grundsätzlich haben Großeltern ein Recht auf Umgang mit ihrem Enkelkind, wenn dieser dem Wohl des Kindes dient.

Kann ich jemandem den Umgang mit meinem Kind verbieten?

Das Umgangsbestimmungsrecht (§ 1632 Abs. 2 BGB) erlaubt es den Eltern, den Umgang des Kindes auch gegenüber Dritten zu regeln. Dies kann z.B. bedeuten, dass Kontakte zu bestimmten Personen verboten werden, wenn der Einfluss dieser Personen das Kindeswohl gefährdet​.

Was tun, wenn man seine Enkelkinder nicht sehen darf?

Es empfiehlt sich, zunächst Besuche mit den Eltern des Kindes zu vereinbaren . Sprechen Sie mit ihnen und teilen Sie ihnen mit, dass Sie Ihr Enkelkind vermissen. Sie können sich dabei auch an eine neutrale Person, beispielsweise einen Mediator, wenden. Jedes Familiengericht in New York City bietet ein Mediationsprogramm an.

Wenn Ihr Sohn Ihnen den Umgang mit Ihrem Enkelkind verweigert?

Wenn eine Mediation nicht möglich ist oder nicht zum Erfolg geführt hat, können Sie Ihren Fall auch vor das Familiengericht bringen . Nach dem Kindergesetz (Children's Act, 1989) können Großeltern und andere Familienmitglieder beim Familiengericht Umgangsregelungen beantragen, wobei der bisherige Umgang und die Gründe für eine Umgangsverweigerung berücksichtigt werden.

Welche Tipps gibt es für Großeltern?

7 Tipps für werdende Omas und Opas

  • Als Großeltern den Familienzusammenhalt fördern. ...
  • Ratschläge gut portionieren. ...
  • Über die Erziehung sprechen. ...
  • Selbst mit anpacken. ...
  • Das eigene Glück nicht vergessen. ...
  • Neue Medien nutzen. ...
  • Die Enkelkinder finanziell unterstützen. ...
  • Häufig gestellte Frage.

Was dürfen Großeltern nicht tun?

Was dürfen Großeltern nicht tun

  • Das sollten Großeltern im Umgang mit den Enkeln beachten. 1.1 Enkelkindern zu viel Geld geben. 1.2 Nicht aufräumen lassen. ...
  • Das sollten Großeltern im Umgang mit den eigenen Kindern unterlassen. 2.1 Ungefragt Ratschläge geben. ...
  • So benehmen sich Großeltern gegenüber Dritten besser nicht.

Was tun, wenn die Mutter das Besuchsrecht verweigert?

Sollte Ihnen der Umgang verweigert werden, müssen Sie sich an die Kindesschutzbehörde am Wohnsitz des Kindes wenden. Dort wird daraufhin der persönliche Verkehr festgelegt. Das Umgangsrecht soll Eltern auch nach einer Scheidung grundsätzlich zustehen.

Was bedeutet Entfremdung von Großeltern?

Was ist die Entfremdung der Großeltern? Die Entfremdung der Großeltern ist eine Form des Missbrauchs älterer Menschen, ein Begriff für die Misshandlung älterer Menschen in einer Gesellschaft.

Kann man den Großeltern den Kontakt zum Enkel verbieten?

Weil sich die Großeltern ständig in die Erziehung einmischten, verboten die Eltern ihnen den Umgang mit den Enkelkindern.

Kann man als Oma das Umgangsrecht einklagen?

Großeltern können Umgangsrecht mit Enkel einklagen

Möchten Großeltern ihren Anspruch auf Umgang mit ihrem Enkelkind gegen den Willen der Kindeseltern geltend machen, müssen sie einen entsprechenden Antrag beim Familiengericht stellen.

Welche Aufgaben hat eine Oma?

die Hälfte aller Großeltern regelmäßig Aufgaben in der Betreuung ihrer Enkelkinder. Für viele Familien ist diese Unterstützung entscheidend, um Arbeit, Kinderbetreuung und Haushaltsorganisation überhaupt unter einen Hut zu bekommen.

Was passiert, wenn das Kind den Umgang nicht will?

Ordnungsgeld gegen den betreuenden Elternteil: Wenn dieser die Umgangsverweigerung fördert oder nicht verhindert. Die Höhe kann bis zu 25.000 Euro betragen. Umgangspflegschaft: Ein Umgangspfleger soll zwischen den Beteiligten vermitteln und den Umgang organisieren. Dies ist besonders bei kleineren Kindern erfolgreich.

Kann man den Umgang mit einem Kind verweigern?

Rechtlich gesehen, haben Kinder kein Umgangsverweigerungsrecht. Jedoch sollte der Kindeswille unter Umständen respektiert werden. Dabei gilt: Je älter das Kind ist, desto eher sollte man die Wünsche des Kindes respektieren. Auch bei Gerichtsentscheidungen spielt der Wille des Kindes mit zunehmendem Alter eine Rolle.

Kann der Vater das Kind zum Umgang zwingen?

In welchem Umfang die Umgangspflicht zu erfüllen ist, ist gesetzlich jedoch nicht geregelt. Eltern sind – mit Blick auf das Kindeswohl – verpflichtet, sich um eine einvernehmliche Lösung zu bemühen. Ist dies nicht möglich, kann das Familiengericht eine verbindliche Entscheidung treffen.

Wie oft sollte man seine Enkelkinder sehen?

Damit erkennt auch der Gesetzgeber die Einzigartigkeit der Beziehung zwischen Großeltern und Enkelkindern an. Übrigens geht man gemeinhin von 4 bis 5 Stunden Umgang im Monat aus. Dies kann jedoch variieren, da das Zeitfenster im Fall einer juristischen Auseinandersetzung individuell festgelegt wird.

Kann die Mutter den Umgang bestimmen?

Das Umgangsbestimmungsrecht ist ein selbstständiger Teil der Personensorge. Als Träger der elterlichen Sorge bestimmen die Eltern darüber, mit wem das Kind Umgang haben kann und soll. Die Befugnis zur Umgangsbestimmung ist unabhängig vom Aufenthaltsbestimmungsrecht.

Welche Sätze sollten Eltern nie sagen?

10 Sätze, die Eltern niemals zu ihren Kindern sagen sollten

  1. Das interessiert mich nicht. ...
  2. Daran hast du die Schuld! ...
  3. Das habe ich dir doch gleich gesagt. ...
  4. Es macht mich traurig, wenn du so bist. ...
  5. Lass mich in Ruhe, ich habe keine Zeit. ...
  6. Warum kannst du nicht sein wie dieser oder jener. ...
  7. Hör auf zu weinen!

Was muss ich dem Kindsvater alles mitteilen?

Zumeist begehrt der Kindesvater solche Auskünfte von der Mutter, beispielsweise über die schulische Entwicklung oder gesundheitliche Fragen. Zentrale Vorschrift hierfür ist § 1686 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) der Bundesrepublik Deutschland.

Kann Mutter Umgang mit Oma verbieten?

Die Rechtspraxis hat festgestellt, dass das Umgangsrecht für Grosseltern nicht grundlos eingeschränkt werden darf. Hat das Kind regelmässigen Kontakt zu seinen Grosseltern, so kann weder Mutter, noch Vater den Umgang ohne ersichtlichen Grund untersagen.

Was tun, wenn man sein Enkelkind nicht sehen kann?

Als erste Möglichkeit sollten Sie eine Mediation oder die Kontaktaufnahme mit Ihrem örtlichen Kindeskontaktdienst versuchen. Sollte dies nicht zum Erfolg führen, könnten Sie beim Familiengericht einen Antrag auf Erlass einer Anordnung stellen, die Ihnen direkten und/oder indirekten Kontakt zu Ihren Enkelkindern ermöglicht.

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