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Für wen lohnt sich eine Hackschnitzelheizung?

Gefragt von: Jonas Bock-Walter  |  Letzte Aktualisierung: 11. Mai 2026
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Eine Hackschnitzelheizung lohnt sich besonders für Haushalte und Betriebe mit hohem Wärmebedarf (über 25.000 kWh/Jahr), wie Mehrfamilienhäuser, Gewerbe oder Landwirte, die viel Platz für Lagerung haben und die günstigen Brennstoffkosten sowie staatliche Förderungen (besonders beim Austausch alter Heizungen) nutzen möchten, da die Anschaffungskosten hoch sind, aber langfristig durch niedrige Betriebskosten amortisiert werden. Für Niedrigenergie-Einfamilienhäuser ist sie meist weniger geeignet, es sei denn, Hackschnitzel aus eigenem Wald verfügbar sind.

Ist eine Hackschnitzelheizung noch sinnvoll?

Ja, eine Hackschnitzelheizung ist oft noch sinnvoll, besonders für Gebäude mit hohem Wärmebedarf (Gewerbe, Landwirtschaft, Mehrfamilienhäuser) aufgrund niedriger Betriebskosten, Umweltfreundlichkeit und staatlicher Förderung. Für durchschnittliche Einfamilienhäuser ist sie jedoch oft überdimensioniert und eine Wärmepumpe kann die bessere Alternative sein. Wichtige Voraussetzungen sind ausreichend Platz für die Lagerung und ein hoher Wärmebedarf, damit sich die Anschaffungskosten amortisieren.
 

Wann rechnet sich eine Hackschnitzelheizung?

Hackschnitzelheizung: Allgemeines

Für ein kleines Einfamilienhaus gibt es meist bessere Alternativen, die auch bei der Anschaffung günstiger sind. Hackschnitzelheizungen lohnen sich eher bei einem hohen Wärmebedarf ab ungefähr 25.000 kWh pro Jahr.

Wie lange darf man noch mit Hackschnitzel Heizen?

Die Bundesregierung hat 2025 bekräftigt: Moderne Biomasseheizungen mit regionalem Restholz oder Hackschnitzeln sind dauerhaft förderfähig, emissionsarm und Teil der nationalen Klimastrategie.

Wie hoch sind die Heizkosten für Hackschnitzel?

Laufende Kosten beim Heizen mit Hackschnitzeln

Sie liegen bei etwa vier Cent pro Kilowattstunde und sind damit niedriger als bei den meisten anderen Brennstoffen. Bei einem Verbrauch von 20.000 Kilowattstunden im Jahr ergeben sich daraus Heizkosten von etwa 800 Euro.

Hackschnitzelheizung - Was du VOR dem Kauf wissen solltest!

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Wie hoch ist die Förderung für Hackschnitzelheizung?

30% Grundförderung: Es gibt eine einheitliche Grundförderung von 30% der förderfähigen Kosten für den Austausch von alten Heizsystemen gegen erneuerbare Energien, wie z.B. Hackschnitzelheizungen.

Wie viel m3 Hackschnitzel für ein Einfamilienhaus?

Für ein durchschnittliches Einfamilienhaus benötigen Sie je nach Dämmung und Heizbedarf etwa 10 bis 15 Kubikmeter (m³) Hackschnitzel pro Jahr, was sich in einem Lager von ungefähr 13 bis 20 m³ Platz niederschlägt, wobei eine Faustregel 1,5 bis 2 m³ pro kW Heizlast für einen Jahresvorrat ist. Der genaue Bedarf hängt stark von der Heizlast (z.B. 10.000 kWh/Jahr) und der Qualität (Feuchte, Schüttdichte) der Hackschnitzel ab. 

Wie viel Hackschnitzel benötige ich für meinen Jahresbedarf?

Faustformel für den Lagerraum:

Pro kW Heizlast = ca. 2 m³ Vorratsraum für einen Jahresbedarf.

Wer ist der Marktführer für Hackschnitzelheizungen?

Es gibt nicht den einzigen Marktführer, aber Heizomat, Windhager, Fröling und Hargassner gehören zu den bekanntesten und größten Herstellern von Hackschnitzelheizungen, die oft in Tests und Vergleichen positiv erwähnt werden und eine große Bandbreite an Leistungen für verschiedene Anwendungsbereiche anbieten. Heizomat ist für seine CO2-neutralen Systeme bekannt, Windhager wird für Qualität und Kundenservice empfohlen, Fröling bietet innovative Brennwerttechnik und Hargassner deckt große Leistungsbereiche ab. 

Wie viel kostet eine Hargassner Hackschnitzelheizung?

Wer sich eine moderne und effiziente Hackgutheizung einbauen möchte, sollte mit Kosten im mittleren 10.000 € Bereich rechnen. Hinzu kommen bei dieser Art der Holzheizung noch die Kosten für das Austragungssystem und den Lagerraum, welche im niedrigen bis mittleren 4-stelligen Preissegment liegen.

Welche Größe sollte ein Pufferspeicher für eine Hackschnitzelheizung haben?

Als Richtwert für die Dimensionierung von Speichersystemen bei Pellets oder Hackgutheizungen kann man zirka 30 l / kW rechnen. Bei Stückholzheizungen gibt die deutsche BAFA, um förderfähig zu sein, 55 l / kW an.

Sind Hackschnitzelheizungen noch erlaubt?

Welche Holzheizungen sind noch erlaubt? Erlaubt sind grundsätzlich alle Anlagen, welche die Vorgaben der ersten BImSchV erfüllen. Das betrifft Kamine und Öfen genauso wie Kessel für Pellets, Scheitholz oder Hackschnitzel. Wichtig zu wissen ist, dass Sie damit auch die 65-Prozent-EE-Pflicht des GEG erfüllen.

Ist Heizen mit Holz billiger als mit Öl?

Holzvergaserkessel sind mit 8.000 bis 12.000 Euro günstiger, in der Bedienung dafür aber mit einem deutlich höheren Aufwand verbunden. Mit dem Brennstoff Öl betriebene Heizungen sind deutlich günstiger. Sie kosten rund 7.000 bis 8.000 Euro, wovon 4.000 Euro für das Gerät selbst anfallen.

Wie hoch sind die Wartungskosten für eine Hackschnitzelheizung?

Wenn Sie eine Hackschnitzelheizung betreiben, müssen Sie mit jährlichen Wartungskosten von ca. 900 Euro rechnen.

Welche Vorteile haben Hackschnitzel?

Hackschnitzel Vorteile im Überblick!

  • Nachhaltiger Energieträger aus Restholz.
  • Vielfältig einsetzbar: Garten, Wärme, Fallschutz.
  • Gute CO₂-Bilanz durch regionale Herkunft.
  • Kostengünstige und preisstabile Brennstoffalternative.
  • Unkrauthemmend und bodenschonend.
  • Rutschhemmend und sicher auf öffentlichen Flächen.

Was kostet der Einbau einer Hackschnitzelheizung?

Eine Hackschnitzelheizung mit Einbau kostet in der Regel zwischen 17.000 € und 30.000 €, oft auch mehr, abhängig von Leistung, Hersteller und Zubehör wie Pufferspeicher und Lagerraum. Die Spanne reicht von günstigeren Anlagen ab ca. 17.000 € bis zu komplexeren Systemen um die 30.000 € oder 37.000 €. Wichtige Kostenfaktoren sind der Heizkessel (oft 10.000 €), die Fördertechnik, Regelung, Montage (3.000-5.000 €) und der Brennstofflager-Bau (ca. 2.500 €). Staatliche Förderungen können die Anschaffung deutlich reduzieren. 

Wie lange darf ich noch mit Hackschnitzel Heizen?

Betroffen sind alle, die noch einen älteren, mit Holz befeuerten Kamin, Ofen oder Heizkessel betreiben, der die Emissionsgrenzwerte des Gesetzgebers nicht einhält. Für sie ist der 31.12.2024 der Stichtag: Bis dahin müssen sie entweder umgerüstet, ausgetauscht oder stillgelegt werden.

Welches Heizsystem ist aktuell das beste?

Betrachtet man alle Gesichtspunkte, wird deutlich, dass derzeit die beste Heizung die Wärmepumpe ist – sowohl im Neu- als auch im Altbau. Es gibt keine andere Heizung, die effizienter ist. Zudem ist die Wärmequelle Umweltenergie und immer verfügbar.

Wie hoch sind die Heizkosten für eine Hackschnitzelheizung?

In einem etwa 140 Quadratmeter großen Neubau Muster-Einfamilienhaus, mit einem durchschnittlichen jährlichen Wärmebedarf von 7.200 Kilowattstunden, verursacht die Hackschnitzelheizung reine Heizkosten in Höhe von 220 Euro pro Jahr.

Wie hoch ist der Brennwert einer Hackschnitzelheizung?

Ihr Brennwert hängt von der Holzart und noch stärker von ihrem Wassergehalt ab. Nadelholz hat einen etwas höheren Brennwert als Laubholz. Ist das Holz frisch geschlagen, hat es einen Wassergehalt von rund 50 Prozent und einen Brennwert von ungefähr 2 Kilowattstunden je Kilogramm Hackschnitzel.

Wie viel Hackschnitzel brauche ich für 1000 Liter Heizöl?

Für die gleiche Energiemenge wie 1000 Liter Heizöl benötigen Sie ungefähr 10 bis 15 Schüttraummeter (Srm) Hackschnitzel, wobei der genaue Wert stark von der Holzart und der Feuchtigkeit (Wassergehalt) der Hackschnitzel abhängt. Im Durchschnitt kann man sagen, dass etwa 12 bis 12,5 Srm Hackschnitzel oder 2,5 Tonnen lufttrockene Hackschnitzel 1000 Liter Heizöl ersetzen können, da die Energieeffizienz der Hackschnitzel variiert.
 

Wie viel kostet 1 m3 Hackschnitzel?

Der genaue Preis für Hackschnitzel hängt von der Qualität und den Brennstoffeigenschaften ab. Je nach Wassergehalt, Größenverteilung, Rindenanteil, Feinanteil, Schüttdichte und Aschegehalt kosten Hackschnitzel zwischen 15,- und 25,- Euro (Stand 2021) pro Schüttraummeter.

Was sind die Nachteile einer Hackschnitzelheizung?

Nachteile einer Hackschnitzelheizung sind hohe Anschaffungs- und Platzkosten für Heizkessel, Pufferspeicher und Brennstofflager, der regelmäßige Aufwand für Ascheentsorgung sowie Feinstaubemissionen, die moderne Filter erfordern, und ein höherer Wartungsaufwand als bei anderen Heizsystemen. Zudem sind die Lagerung und der Transport der Hackschnitzel anspruchsvoll und erfordern Platz und Planung. 

Wie lange hält eine Hackschnitzelheizung?

Eine gut gewartete Hackschnitzelheizung hält in der Regel 20 bis 30 Jahre, oft sogar länger, da die robuste Technik und die mechanischen Teile bei regelmäßiger Pflege und Wartung sehr langlebig sind, wobei sich die Lebensdauer auch durch den Austausch einzelner Komponenten verlängern lässt. Die Gesamthaltbarkeit hängt stark von der Qualität des Kessels, dem Wartungsaufwand und der Nutzung ab.
 

Wie hoch sind die Kosten für eine Hackschnitzelheizung in einem Einfamilienhaus?

Eine Hackschnitzelheizung im Einfamilienhaus ist eine kostengünstige Alternative zu Öl/Gas im Betrieb, erfordert aber hohe Anschaffungskosten (ca. 15.000–30.000 € inkl. Kessel, Lagerung, Fördersystem, Pufferspeicher) und Platz für den Bunker. Sie ist ideal für Eigenheime mit hohem Heizbedarf, die CO2-neutral heizen wollen, wird durch staatliche Förderungen unterstützt und bietet niedrige Betriebskosten (ca. 3 Cent/kWh). Der Betrieb ist automatisiert, ähnlich wie bei Gas/Öl, benötigt aber regelmäßige Wartung und Platz.
 

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