Zum Inhalt springen

Für was steht als?

Gefragt von: Fatma Fuhrmann  |  Letzte Aktualisierung: 4. Juli 2026
sternezahl: 4.9/5 (52 sternebewertungen)

"Als" kann zwei Hauptbedeutungen haben: Entweder die Abkürzung für Amyotrophe Lateralsklerose (ALS), eine schwere neurodegenerative Erkrankung, die zu Muskelschwund und Lähmungen führt, oder es ist eine Konjunktion und ein Adverb, das in der deutschen Sprache Vergleiche (schneller als) oder zeitliche Einordnungen in der Vergangenheit (als ich jung war) ausdrückt.

Was bedeutet die Abkürzung "als"?

Die Abkürzung ALS steht hauptsächlich für Amyotrophe Lateralsklerose, eine fortschreitende und unheilbare Nervenkrankheit, die Muskeln lähmt, aber es kann je nach Kontext auch für Advanced Life Support (erweiterte Lebensrettung) stehen, besonders im medizinischen Notfallbereich. 

Wie hoch ist die Lebenserwartung bei ALS?

Die Lebenserwartung bei Amyotropher Lateralsklerose (ALS) ist verkürzt, mit einer durchschnittlichen Überlebenszeit von zwei bis fünf Jahren nach der Diagnose, aber der Verlauf variiert stark, wobei einige Patienten nur Monate, andere aber auch über 10 Jahre oder länger überleben können, oft mit Hilfe unterstützender Therapien wie der Beatmung. Die häufigste Todesursache ist die Atemlähmung. 

Was ist der Auslöser für ALS?

ALS (Amyotrophe Lateralsklerose) wird durch den fortschreitenden Verlust von Nervenzellen (Motoneuronen) verursacht, die Muskeln steuern; die genaue Ursache ist oft unbekannt, aber eine Kombination aus vererbbaren Genmutationen (in ca. 5-10% der Fälle) und Umweltfaktoren (wie Toxinen, Rauchen, intensiver Belastung) wird vermutet, die Proteine fehlfalten und zum Zelltod führen.
 

Was ist ALS?

"Als Erklärung" bedeutet, dass etwas als Erklärung, Begründung oder Beispiel dient; oft wird es im Kontext der Amyotrophen Lateralsklerose (ALS) verwendet, einer schweren, unheilbaren Nervenkrankheit, die zu fortschreitender Muskelschwäche und Lähmungen führt, aber die geistige Fähigkeit meist bewahrt. Die Krankheit zerstört Nervenzellen (Motoneuronen), die Muskelbewegungen steuern, und äußert sich durch Muskelschwund, Krämpfe und Probleme beim Sprechen, Schlucken und Atmen.
 

Für was steht die AfD: Migration, Integration, Energiepolitik, Euro, Wirtschaft, Innere Sicherheit

27 verwandte Fragen gefunden

In welchem Alter bricht ALS aus?

Die Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) bricht meist zwischen dem 50. und 70. Lebensjahr aus, mit einem Durchschnittsalter von etwa 56 bis 58 Jahren, aber auch jüngere Erwachsene (25-35 Jahre) und ältere Menschen können betroffen sein, wie Stephen Hawking zeigte. Männer erkranken etwas häufiger als Frauen, und die Krankheit beginnt schleichend mit Muskelschwäche. 

Was heißt in der Medizin ALS?

Die Abkürzung für Amyotrophe Lateralsklerose ist ALS. Die Krankheit ALS hat nichts mit MS (Multiple Sklerose) zu tun, es handelt sich um zwei völlig unterschiedliche Erkrankungen. Pro Jahr erkranken etwa ein bis zwei von 100.000 Personen an ALS.

Was sind die ersten Anzeichen von ALS?

Erste Symptome von ALS sind oft unspezifisch, beginnen häufig schleichend mit Muskelschwäche und -zuckungen in Armen/Händen (z.B. beim Schreiben) oder Füßen (Gangunsicherheit/Fußheberschwäche), können aber auch als Sprech-, Kau- und Schluckbeschwerden (z.B. undeutliche Sprache, vermehrtes Speicheln) auftreten; selten starten sie mit Atemproblemen. Diese Frühsymptome betreffen meist nur eine Muskelregion, bevor sich die Erkrankung ausbreitet und zu fortschreitender Lähmung führt, die alle Muskelgruppen (auch die für Atmung) beeinträchtigt. 

Welcher bekannte Schauspieler hat ALS?

Mark Sloan – bei einem Flugzeugabsturz starb. Danach folgten weitere Rollen in verschiedenen Serien und Filmen. Doch zuletzt machte Dane mit einer traurigen Nachricht Schlagzeilen: Im Frühjahr 2025 machte er öffentlich, dass er an der unheilbaren Krankheit Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) erkrankt ist.

Wie ist das Ende bei ALS?

ALS ist unheilbar und die Lebenserwartung ist verkürzt. Durchschnittlich sterben Menschen mit ALS 3 Jahre nach Diagnosestellung, einige leben auch bis zu 10 Jahren mit der Erkrankung. Todesursache ist in den meisten Fällen die Schwächung bzw. Lähmung der Atemmuskulatur.

In welchem Alter tritt meistens ALS auf?

In Deutschland gibt es derzeit etwa 8.000 bis 9.000 Patienten; im Jahr erkranken hierzulande etwa 2.500 Menschen neu an der ALS. Meist erkranken Menschen im Alter zwischen 60 und 80 Jahren.

Wie macht sich ALS am Anfang bemerkbar?

ALS (Amyotrophe Lateralsklerose) macht sich anfangs oft durch unspezifische Symptome wie schleichende Muskelschwäche, feine Zuckungen (Faszikulationen) oder Krämpfe bemerkbar, häufig beginnend in einer Hand (schwieriges Schreiben, Greifen) oder einem Fuß (Fußheberschwäche). Auch Sprech- und Schluckprobleme (verwaschene Sprache, vermehrtes Speicheln) sind häufige Erstsymptome. 

Wie ist das Endstadium von Polyneuropathie?

Das Endstadium der Polyneuropathie ist durch schwere Muskelschwäche, Lähmungen und Taubheit gekennzeichnet, was zu stark eingeschränkter Beweglichkeit, Gleichgewichtsverlust (Rollstuhl- oder Gehhilfenabhängigkeit) und oft zu chronischen Schmerzen führt; zusätzlich können autonome Nervenstörungen Herz, Verdauung oder Blase beeinträchtigen, was die Lebensqualität erheblich mindert.
 

Hat man bei ALS Schmerzen?

Ja, bei ALS können Schmerzen auftreten, auch wenn die Krankheit selbst nicht primär schmerzhaft ist, da die Sinnesnerven unberührt bleiben; die Schmerzen entstehen durch Folgesymptome wie schmerzhafte Muskelkrämpfe, Spastik, Gelenksteifigkeit und Sehnenverkürzungen durch die Muskelschwäche und Lähmungen. Diese Schmerzen sind ein häufiges und wichtiges Thema und müssen intensiv behandelt werden. 

Was ist der Unterschied zwischen MS und ALS?

MS (Multiple Sklerose) greift die schützende Myelinschicht der Nerven an, was zu schubweisen Symptomen führt, während ALS (Amyotrophe Lateralsklerose) direkt die Nervenzellen schädigt, die Muskelbewegungen steuern, was zu einem raschen, fortschreitenden Muskelschwund führt und eine kürzere Lebenserwartung hat. MS hat oft einen Verlauf mit Schüben und Remissionen und ist nicht immer tödlich, während ALS progressiv und schnell fortschreitend ist.
 

Was löst ALS aus?

Die genauen Ursachen für ALS (Amyotrophe Lateralsklerose) sind weitgehend unbekannt, aber Forscher vermuten eine Kombination aus genetischen Faktoren (bei ca. 10 % der Fälle) und Umwelteinflüssen sowie Proteinstörungen (wie bei TDP43) als Auslöser, die zum Absterben der Motoneuronen führen. In den meisten Fällen (sporadische ALS) entstehen die ersten Symptome zufällig, während bei familiärer ALS Gendefekte die Krankheit verursachen.
 

Warum hat Hawking noch so lange mit ALS gelebt?

Mediziner prophezeiten ihm, nur noch wenige Jahre zu leben. Allerdings handelte es sich vermutlich um eine chronisch juvenile ALS (JALS), die durch einen extrem langen Krankheitsverlauf gekennzeichnet ist. Seit 1968 nutzte er einen Rollstuhl.

Wer ist ALS Patient mit ALS berühmt?

Bekannte Patienten, die mit einer Krankheit in Verbindung gebracht werden, sind oft Persönlichkeiten wie der Astrophysiker Stephen Hawking (ALS), der Maler Jörg Immendorff (ALS) und der Schauspieler Eric Dane (ALS), die durch ihre Sichtbarkeit die Krankheit bekannter machten; sie zeigen, dass Krankheiten wie ALS viele Menschen betreffen können, die oft mit Engagement und Lebensmut dagegen ankämpfen.
 

Hat Howard Carpendale wirklich MS?

Ja, Howard Carpendale ist an Multipler Sklerose (MS) erkrankt, was er 2003 öffentlich machte, nachdem er erste Anzeichen wie Kribbeln und Schmerzen im Bein bemerkte; er managt die Krankheit durch Sport, Bewegung und Disziplin und hat auch über Depressionen gesprochen.
 

Was kann der Auslöser für ALS sein?

Die Ursache von ALS ist noch nicht vollständig geklärt, es wird jedoch angenommen, dass sowohl genetische als auch Umweltfaktoren eine Rolle spielen. Die Diagnose erfolgt in der Regel durch klinische Untersuchungen und elektrophysiologische Tests wie Elektromyographie (EMG) und Nervenleitungsuntersuchungen.

Wie lange kann man mit ALS leben?

Die Lebenserwartung bei Amyotropher Lateralsklerose (ALS) ist verkürzt, liegt aber individuell sehr unterschiedlich; durchschnittlich versterben Betroffene 3 bis 5 Jahre nach der Diagnose, aber ein Teil überlebt 10 Jahre oder länger, wobei die Schwächung der Atemmuskulatur meist zur Todesursache wird. Fortschritte in der Behandlung können Lebensqualität und -dauer verbessern. 

Wie sind Zuckungen bei ALS?

Typisches Muskelzucken bei ALS sind Faszikulationen (sichtbare Zuckungen kleiner Muskelbündel unter der Haut) und Muskelkrämpfe, oft beginnend in Händen oder Füßen, kombiniert mit Muskelschwäche und Muskelschwund, die sich fortschreitend ausbreiten. Diese Zuckungen können sich auch an der Zunge zeigen (Fibrillationen), sind aber oft von anderen Symptomen wie Schwäche, Sprech- oder Schluckstörungen begleitet, was sie von harmlosen Zuckungen unterscheidet. 

Was ist ALS im Endstadium?

Im Endstadium der ALS schreitet der Muskelschwund stark voran, was zu hochgradigen Lähmungen der Extremitäten und einem Verlust der Fähigkeit zu sprechen führt. Schluckstörungen können ebenfalls sehr ausgeprägt sein, sodass eine Ernährung über eine sogenannte PEG-Sonde eingelegt werden muss.

Welche Krankheit ist ähnlich wie ALS?

Krankheiten, die ALS ähneln ("ALS-Mimics"), sind oft andere Motoneuronerkrankungen oder neuromuskuläre Störungen wie Multiple Sklerose (MS), Myasthenia gravis, CIDP oder Spinale Muskelatrophie (SMA), aber auch Stoffwechselerkrankungen, zervikale Myelopathie oder seltene Syndrome, die Muskelschwäche, Spastik oder Faszikulationen verursachen, was eine genaue Diagnostik (MRT, EMG, Bluttests) zur Abgrenzung notwendig macht, um die richtige Behandlung zu finden. 

Welche Tabletten bei ALS?

Bei ALS (Amyotrophe Lateralsklerose) gibt es keine Heilung, aber Riluzol ist das wichtigste Medikament, das das Fortschreiten verlangsamt, indem es den Neurotransmitter Glutamat hemmt. Zusätzlich werden Medikamente zur Linderung von Symptomen wie Muskelkrämpfen (z.B. Baclofen), Speichelfluss (z.B. Glycopyrronium) und Stimmungsschwankungen (z.B. Antidepressiva wie Citalopram) eingesetzt. Neuere, zielgerichtete Therapien wie Tofersen (Qalsody) sind für spezifische genetische Formen (SOD1-Mutation) verfügbar. 

Nächster Artikel
Was kostet Ciprofloxacin 500?