Für was kann man fristlos gekündigt werden?
Gefragt von: Arnold Ruf | Letzte Aktualisierung: 15. Februar 2026sternezahl: 5/5 (55 sternebewertungen)
Fristlose Kündigungen (außerordentliche Kündigungen) erfordern einen wichtigen Grund, der die Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses unzumutbar macht, wie Straftaten (Diebstahl, Betrug), schwere Beleidigungen/Gewaltdrohungen, beharrliche Arbeitsverweigerung oder Arbeitszeitbetrug, oft nach erfolgloser Abmahnung. Auch Vertrauensbruch (z. B. Konkurrenztätigkeit) oder Mobbing können Gründe sein. Entscheidend ist, dass der Grund schwerwiegend genug ist, sodass der Arbeitgeber nicht bis zum Ende der Kündigungsfrist warten kann, und dass keine milderen Mittel ausreichen.
Welche Gründe gibt es für eine fristlose Kündigung?
Gründe für eine fristlose Kündigung sind schwere Pflichtverletzungen, die das Arbeitsverhältnis unzumutbar machen, wie z.B. Diebstahl, Betrug, schwere Beleidigungen oder Tätlichkeiten am Arbeitsplatz, aber auch beharrliche Arbeitsverweigerung, das Vortäuschen von Krankheit („Blaumachen“) oder das Nichteinhalten von Rauchverboten trotz Abmahnung. Auch ein dringender Verdacht auf solche Taten kann eine sogenannte Verdachtskündigung rechtfertigen, wenn eine vorherige Anhörung des Mitarbeiters stattfand. Entscheidend ist, dass der Kündigende das Abwarten der regulären Frist nicht zumuten kann.
Unter welchen Umständen darf man fristlos kündigen?
Eine fristlose Kündigung ist möglich, wenn ein wichtiger Grund vorliegt, der dem Arbeitgeber die Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses unzumutbar macht, z.B. durch schwere Pflichtverletzungen wie Diebstahl, schwere Beleidigungen, beharrliche Arbeitsverweigerung oder Betriebsspionage. Diese muss innerhalb von zwei Wochen nach Kenntnis des Kündigungsgrundes erfolgen und erfordert oft eine Interessenabwägung, wobei bei langjährigen Mitarbeitern höhere Hürden bestehen. Auch Arbeitnehmer können unter bestimmten Umständen fristlos kündigen (z.B. bei Lohnrückständen oder Mobbing).
Welche Beispiele gibt es für fristlose Kündigungen?
Eine fristlose Kündigung ist ein formal korrektes, schriftliches Dokument (z. B. Arbeits- oder Mietvertrag), das das Ende eines Vertrages sofort mit Zugang bewirkt und einen wichtigen, schwerwiegenden Grund benennt (z. B. Diebstahl, grobe Pflichtverletzung, Mietrückstand) und idealerweise eine Hilfs-Kündigung zum nächstmöglichen Termin enthält, um rechtliche Sicherheit zu gewährleisten, da sie sofortige Konsequenzen wie Arbeitslosengeld-Sperren haben kann.
Kann man ohne Abmahnung fristlos gekündigt werden?
Ja, eine fristlose Kündigung ohne vorherige Abmahnung ist möglich, aber nur in sehr seltenen Fällen bei besonders schweren Pflichtverletzungen, die das Vertrauensverhältnis sofort zerstören (z.B. Diebstahl, Betrug, schwere Körperverletzung), sodass eine Weiterbeschäftigung unzumutbar ist (§ 626 BGB). Normalerweise ist eine Abmahnung als letzte Warnung nötig; ohne Abmahnung ist sie meist unwirksam, da sie das letzte Mittel darstellt, um dem Arbeitnehmer die Chance zur Verhaltensänderung zu geben.
Was rechtfertigt eine fristlose Kündigung? - Kanzlei Hasselbach
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Welche 3 Kündigungsgründe gibt es?
Die drei Hauptgründe für eine Kündigung nach dem deutschen Arbeitsrecht sind personenbedingt (z.B. Krankheit), verhaltensbedingt (z.B. Arbeitsverweigerung, Pflichtverletzung) und betriebsbedingt (z.B. Auftragsrückgang, Umstrukturierung), wobei diese drei auch die „ordentlichen“ Kündigungsgründe darstellen, die eine soziale Rechtfertigung erfordern. Arbeitnehmer kündigen oft aus Stress, mangelnder Wertschätzung oder fehlenden Aufstiegschancen, während Arbeitgeber rechtlich die drei oben genannten Gründe benötigen.
Kann ich wegen Mobbings fristlos kündigen?
Ja, eine fristlose Kündigung wegen Mobbing ist möglich, wenn die Mobbing-Handlungen schwerwiegend und nachweisbar sind, die Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses für Sie unzumutbar wird, der Arbeitgeber trotz Kenntnis nicht eingreift und Sie die Kündigung innerhalb von zwei Wochen nach Kenntnis des wichtigen Grundes aussprechen – eine rechtliche Beratung ist unerlässlich. Sie müssen das Mobbing lückenlos dokumentieren, da die Beweislast bei Ihnen liegt, um Sperrfristen beim Arbeitslosengeld zu vermeiden und Ansprüche durchzusetzen.
Was verliert man, wenn man fristlos kündigt?
Wenn der Austritt doch unberechtigt war
Oft verlieren Arbeiter:innen die Sonderzahlungen (Urlaubszuschuss und Weihnachtsremuneration). Dies ist allerdings abhängig vom Kollektivvertrag. Angestellte haben auch bei unberechtigtem Austritt in jedem Fall Anspruch auf die aliquoten Sonderzahlungen.
Wie werde ich fristlos gekündigt?
Eine fristlose Kündigung setzt einen wichtigen Grund voraus, der eine Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses unzumutbar macht, sowie die Einhaltung einer 2-Wochen-Frist nach Kenntnis des Grundes und die Schriftform; typische Gründe sind Straftaten, beharrliche Arbeitsverweigerung, schwere Beleidigungen oder erhebliche Lohnrückstände, wobei eine vorherige Abmahnung oft nötig ist und eine Interessenabwägung beider Seiten stattfinden muss.
Welche Gründe gibt es für eine fristlose Kündigung als Arbeitnehmer?
Das Wichtigste in Kürze
- Eine fristlose Kündigung kann ausgesprochen werden, wenn ein schwerwiegender Grund vorliegt, der das Fortführen des Arbeitsverhältnisses unzumutbar macht.
- Zu den häufigsten Gründen zählen Diebstahl, wiederholte unentschuldigte Abwesenheit oder schwere Pflichtverletzungen.
Wie geht es nach einer fristlosen Kündigung weiter?
Nach Ausspruch einer fristlosen Kündigung stellt der Arbeitgeber regelmäßig die Gehaltszahlung ein. Darüber hinaus tritt in vielen solchen Fällen eine Sperrzeit für das Arbeitslosengeld ein. Das kann für den Arbeitnehmer die schwerwiegende Folge haben, dass er für längere Zeit weder Gehalt noch Arbeitslosengeld erhält.
Kann ich von heute auf morgen fristlos kündigen?
Eine fristlose Kündigung ist für Arbeitnehmer meist ein Schock – von heute auf morgen ist der Job weg. Arbeitgeber und Arbeitnehmer dürfen jedoch nicht ohne Grund fristlos kündigen, der Gesetzgeber hat eine fristlose Kündigung an strenge Voraussetzungen geknüpft.
Was ist ein wichtiger Kündigungsgrund?
Ein wichtiger Kündigungsgrund (außerordentliche Kündigung) liegt vor, wenn die Fortsetzung des Vertragsverhältnisses unzumutbar ist, wie bei schweren Pflichtverletzungen (Lohnrückstand, Beleidigungen, Arbeitsverweigerung) oder Straftaten, wodurch die fristlose Beendigung gerechtfertigt wird. Für Arbeitnehmer sind Gründe wie Lohnrückstand oder Mobbing relevant, für Arbeitgeber z.B. Diebstahl oder Arbeitsverweigerung; oft ist eine Abmahnung vorab nötig, außer bei extremen Fällen.
Wann darf ein Arbeitgeber mich fristlos kündigen?
Eine fristlose Kündigung beendet das Arbeitsverhältnis sofort und ist nur bei einem wichtigen Grund zulässig. Anerkannte Gründe sind z. B. Straftaten oder Gewaltandrohungen gegen den Arbeitgeber, Blaumachen, beharrliche Arbeitsverweigerung oder schwere Beleidigungen.
Was sind außerordentliche Kündigungsgründe?
Außerordentliche Kündigungsgründe sind schwerwiegende Pflichtverletzungen, die eine Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses für den Arbeitgeber unzumutbar machen und eine fristlose Beendigung rechtfertigen, wie Diebstahl, Betrug (z. B. Arbeitszeitbetrug), schwere Beleidigungen, Tätlichkeiten, beharrliche Arbeitsverweigerung oder Geheimnisverrat, wobei oft eine vorherige Abmahnung entbehrlich ist. Diese Gründe müssen so gravierend sein, dass dem Kündigenden das Abwarten der regulären Kündigungsfrist nicht zugemutet werden kann.
Was sind schwerwiegende Gründe?
Beispiele für schwerwiegende Gründe sind: Vorsätzliche Straftaten des Arbeitnehmers oder des Arbeitgebers, insbesondere Diebstahl, Betrug, Körperverletzung oder Beleidigung. Arbeitsverweigerung oder beharrliche Nichtbefolgung von Anweisungen des Arbeitgebers.
Unter welchen Umständen kann man fristlos kündigen?
Eine fristlose Kündigung ist möglich, wenn ein wichtiger Grund vorliegt, der dem Arbeitgeber die Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses unzumutbar macht, z.B. durch schwere Pflichtverletzungen wie Diebstahl, schwere Beleidigungen, beharrliche Arbeitsverweigerung oder Betriebsspionage. Diese muss innerhalb von zwei Wochen nach Kenntnis des Kündigungsgrundes erfolgen und erfordert oft eine Interessenabwägung, wobei bei langjährigen Mitarbeitern höhere Hürden bestehen. Auch Arbeitnehmer können unter bestimmten Umständen fristlos kündigen (z.B. bei Lohnrückständen oder Mobbing).
Welche Beispiele gibt es für eine außerordentliche Kündigung?
Eine außerordentliche Kündigung ist eine fristlose Beendigung des Arbeitsverhältnisses aus wichtigem Grund, wie z.B. bei Diebstahl, schwerer Arbeitsverweigerung, Betrug, Beleidigungen oder gravierenden Pflichtverletzungen, und erfordert eine sofortige Reaktion, oft mit hilfsweiser ordentlicher Kündigung, um Rechtssicherheit zu schaffen und Sperrzeiten beim Arbeitslosengeld zu vermeiden, mit entsprechenden Musterschreiben als Vorlage.
Woher bekomme ich mein Geld, wenn ich fristlos gekündigt werde?
Wirst Du fristlos gekündigt, kriegst Du eine Sperre vom Arbeitsamt von 12 Wochen. In dieser Zeit gibt es kein Arbeitslosengeld. Deine einzige effektive Möglichkeit, die Sperre zu umgehen: Du musst gegen die Kündigung klagen. Wenn Du Dich erfolgreich gegen die Kündigung wehrst, kriegst Du Arbeitslosengeld.
Was ist ein triftiger Grund für eine fristlose Kündigung?
Eine fristlose Kündigung aus wichtigem Grund beendet ein Arbeitsverhältnis sofort, wenn die Fortsetzung unzumutbar ist, z. B. bei Diebstahl, Arbeitsverweigerung, schweren Beleidigungen oder Gewalt am Arbeitsplatz; sie muss innerhalb von zwei Wochen nach Kenntnis des Grundes ausgesprochen und der Grund schriftlich mitgeteilt werden. Sowohl Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber können sie aussprechen, wenn ein schwerwiegender Verstoß vorliegt, der die Vertrauensbasis zerstört.
Hat man bei einer fristlosen Kündigung Anspruch auf Resturlaub?
Bei einer fristlosen Kündigung verfällt der Resturlaub nicht, sondern muss vom Arbeitgeber in Geld ausgezahlt (Urlaubsabgeltung) werden, da eine Freistellung oder das Nehmen der Tage meist nicht mehr möglich ist. Ob die Kündigung durch Arbeitgeber oder Arbeitnehmer erfolgte, spielt keine Rolle; der Anspruch auf Auszahlung des verdienten Urlaubs bleibt bestehen, da die Kündigung den bestehenden Urlaubsanspruch nicht aufhebt.
Wie viel Geld bekommt man bei einer fristlosen Kündigung?
Bei einer fristlosen Kündigung hängt es vom Grund ab: Bei gerechtfertigtem Rauswurf gibt es meist keinen Lohn mehr und eine 12-wöchige Sperrzeit beim Arbeitslosengeld (ALG), aber eine Abfindung kann oft durch Klage erkämpft werden, während bei ungerechtfertigter Kündigung der Lohn nachgezahlt werden muss, wenn der Arbeitnehmer (AN) die Kündigung anficht. Wichtig: Bei einer Kündigung durch den AN selbst wegen Lohnrückstand kann er Lohn für die reguläre Frist verlangen, bei ungerechtfertigter Kündigung durch den AG steht ihm eine Entschädigung zu, die oft in einer Abfindung mündet.
Kann ich aus psychischen Gründen fristlos kündigen?
Nein, eine fristlose Kündigung durch Sie selbst wegen psychischer Probleme ist meist nicht sinnvoll, da Sie dann Sperrzeiten beim Arbeitslosengeld riskieren; Sie können aber immer ordentlich mit Frist kündigen, idealerweise mit ärztlicher Bestätigung, dass der Job Ihre Genesung behindert, was beim Arbeitsamt wichtig ist, um Nachteile zu vermeiden. Fristlose Kündigungen sind bei psychischen Problemen nur in extremen Ausnahmefällen möglich, wenn ein "wichtiger Grund" vorliegt (z.B. durch eine Straftat).
Ist lästern über den Chef ein Kündigungsgrund?
Ja, Lästern über den Chef kann ein Kündigungsgrund sein, vor allem wenn es sich um ehrverletzende Äußerungen, Schmähkritik oder Verleumdungen handelt, die das Betriebsklima nachhaltig stören oder den Ruf schädigen; während harmloser Klatsch in vertraulichen Gesprächen oft toleriert wird, führen öffentliche Lästereien oder solche in sozialen Medien schnell zu Abmahnung oder Kündigung, da sie eine erhebliche Pflichtverletzung darstellen.
Kann ich mich krankschreiben lassen, wenn ich gemobbt werde?
Ja, Sie können sich wegen Mobbing krankschreiben lassen, wenn die psychischen oder physischen Folgen wie Schlafstörungen, Angstzustände oder Burnout eine Arbeitsunfähigkeit verursachen; ein Arzt stellt die Krankschreibung nicht wegen „Mobbing“ aus, sondern wegen der daraus resultierenden Krankheit, wobei der Fokus auf den Symptomen liegt, um Ihnen eine Pause zu ermöglichen und das Problem anzugehen. Mobbing selbst ist kein medizinischer Begriff, aber die daraus entstehenden Gesundheitsbeschwerden sind ein Grund für eine Krankschreibung (z.B. mit ICD-Code F43.0 bei akuter Belastungsreaktion).
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