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Bin ich Suechtig?

Gefragt von: Hans-Joachim Weise B.Eng.  |  Letzte Aktualisierung: 6. Februar 2026
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Ob Sie süchtig sind, lässt sich nicht mit einem einfachen Ja oder Nein beantworten, aber typische Anzeichen sind starkes Verlangen (Craving), Kontrollverlust (nicht aufhören können), Dosissteigerung (Toleranz), Vernachlässigung von Pflichten, anhaltender Konsum trotz negativer Folgen und Entzugserscheinungen (Unruhe, Zittern, Angst), wenn Sie pausieren; wenn mehrere dieser Punkte zutreffen, ist professionelle Hilfe wichtig, z.B. durch eine Suchtberatung.

Woher weiß ich, dass ich süchtig bin?

Sucht-Symptome umfassen einen starken Drang (Craving), den Kontrollverlust, Toleranzentwicklung (mehr braucht man für den gleichen Effekt), Entzugserscheinungen (Unruhe, Zittern, Schwitzen), die Vernachlässigung von Hobbys, Beruf und Familie, Persönlichkeitsveränderungen sowie das Verheimlichen und Verharmlosen des Konsums, oft begleitet von Schuldgefühlen und einem Leben, das sich nur noch um die Sucht dreht, selbst wenn schädliche Folgen bekannt sind. 

Wann zählt man als süchtig?

Ein unbezwingbares Verlangen zur Einnahme und Beschaffung des Mittels, eine Tendenz zur Dosissteigerung (Toleranzerhöhung), die psychische und meist auch physische Abhängigkeit von der Wirkung der Droge, die Schädlichkeit für den einzelnen und/oder die Gesellschaft."

Was sind die 7 Suchtkriterien?

Sowohl die ICD-10 als auch die ICD-11 beschreiben das Abhängigkeitssyndrom anhand der folgenden sechs Kriterien:

  • Starker Konsumdrang.
  • Kontrollverlust.
  • Toleranzentwicklung.
  • Körperliche Entzugssymptome.
  • Vernachlässigung anderer Interessen zugunsten des Substanzkonsums.

Wie erkenne ich, ob jemand drogensüchtig ist?

Zu den häufig vorkommenden Symptomen gehören:

  1. Schlafstörungen.
  2. Gewichtsverlust bzw. Fehl- und Mangelernährung.
  3. Starke Stimmungsschwankungen (Reizbarkeit und Aggressivität)
  4. Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen.
  5. Verwirrtheitszustände, Halluzinationen, Psychosen.

Können wir Süchte ausschalten? | 42 - Die Antwort auf fast alles | ARTE

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Was sind die 5 Suchtkriterien?

Starkes Verlangen oder eine Art Zwang, die Substanz zu konsumieren. Verminderte Kontrolle über den Substanzgebrauch, d.h. über Beginn, Beendigung oder die Menge des Konsums. Einengung auf den Substanzgebrauch. Anhaltender Substanzgebrauch trotz eindeutig schädlicher Folgen.

Wie sehen Augen aus, wenn man Drogen genommen hat?

Drogen. Wenn wir unter Drogeneinfluss stehen, beeinflusst dies die Größe sowie die Reaktionsgeschwindigkeit der Pupillen. Alkohol verengt die Pupillen. Konsumieren wir hingegen harte Drogen wie Amphetamine, Kokain oder LSD, so weiten sich die Pupillen bis zu sechs Millimeter aus.

Was ist ein typischer Suchtverlauf?

Ein typischer Suchtverlauf entwickelt sich meist schleichend über Phasen: vom Kennenlernen und Experimentieren zum sozialen Konsum, in dem sich der Konsum verselbstständigt, gefolgt von einer kritischen Phase mit Kontrollverlust, zunehmender Abhängigkeit und ersten negativen Folgen. In der chronischen Phase dominiert die Sucht den Alltag, führt zu schweren psychischen und physischen Schäden und kann nur durch intensive Hilfe durchbrochen werden, wobei auch Suizidgedanken auftreten können. 

Wie erkenne ich, ob meine Tochter Drogen nimmt?

Diese Anzeichen helfen Eltern, Cannabiskonsum zu erkennen:

Veränderungen im Wesen: starke Stimmungsschwankungen, unangemessen aggressives, unruhiges, aber auch depressives und zurückgezogenes Verhalten. neue Gewohnheiten: Vernachlässigung von Schule oder Arbeit, Hobbys und Körperpflege, dafür ein neuer Freundeskreis.

Was sind drogentypische Auffälligkeiten?

Drogentypische Ausfallerscheinungen sind zum Beispiel gerötete Augen, Lidflattern oder starkes Zittern. In der Regel wird dem Betroffenen nach einer Drogenfahrt die Fahrerlaubnis entzogen. Dies kann während einer Verkehrskontrolle durch die Polizei oder auch danach durch die Fahrerlaubnisbehörde geschehen.

Welche Droge macht am süchtigsten?

Heroin ist die Droge, die am schnellsten abhängig macht, körperlich sowie psychisch. Schon nach ein bis zwei Wochen regelmässigen Konsums ist man süchtig. Der Körper entwickelt eine Toleranz, das heisst: Die Süchtigen brauchen immer mehr Heroin, um keine Entzugserscheinungen zu haben.

Welche Menschen neigen zur Sucht?

Ursachen der Sucht

- Psychologische Faktoren: Menschen mit psychischen Erkrankungen wie Angststörungen, Depressionen oder posttraumatischen Belastungsstörungen (PTBS) neigen eher zu Suchtverhalten. Die Sucht kann als Selbstmedikation verwendet werden, um mit unangenehmen Gefühlen oder Stress umzugehen.

Welche Sucht ist am schwersten zu bekämpfen?

Es gibt nicht die eine schwerste Sucht, da die Schwierigkeit von Substanz (z.B. Nikotin hat höchstes Suchtpotenzial, Heroin, Crack sind extrem schädlich) und Person abhängt, aber Alkohol-, Heroin-, Kokain- und Nikotinsucht gehören zu den am schwersten zu bekämpfen, oft wegen der starken körperlichen und psychischen Abhängigkeit, hohem Rückfallrisiko und tiefen gesellschaftlichen Verankerung (Alkohol, Tabak). Auch Verhaltenssüchte wie Spielsucht oder Handysucht sind sehr hartnäckig. 

Wo fängt eine Sucht an?

ein starkes Verlangen oder Zwang, eine Substanz zu konsumieren. verminderte Kontrolle darüber, wann, wie lange und wie viel konsumiert wird. Entzugserscheinungen, wenn die Substanz abgesetzt wird. eine Toleranzentwicklung, sodass immer mehr konsumiert werden muss, um die gleiche Wirkung zu erzielen.

Wie fühlt sich Suchtdruck an?

Suchtdruck (Craving) fühlt sich an wie ein überwältigendes, drängendes Verlangen oder ein innerer Zwang, eine Substanz zu konsumieren oder ein Verhalten auszuführen, begleitet von starker Unruhe, Nervosität und oft auch körperlichen Symptomen wie Schwitzen, Zittern und Magenproblemen, weil das Gehirn die gewohnten „Glückshormone“ vermisst und die Gedanken sich nur noch um das Suchtmittel drehen. Es ist ein intensiver Kampf, der das Leben zunehmend dominiert und die Kontrolle über das eigene Handeln verlieren lässt, auch wenn die negativen Folgen bekannt sind. 

Welche Menschen sind anfällig für Sucht?

Sucht ist weder eine Erbkrankheit noch ein unabwendbares Schicksal. Dennoch spielt die „Veranlagung“ eine gewisse Rolle. Zum Beispiel sind sehr impulsive oder besonders extrovertierte Menschen eher gefährdet. Ebenfalls ein erhöhtes Suchtrisiko tragen die Kinder von Eltern mit Suchtproblemen.

Was ist ein Verdacht auf Drogenkonsum?

Hautprobleme wie Pickel, Pusteln, trockene und juckende Haut. Vor allem Crystal hinterlässt deutliche Spuren im Gesicht und auf den Armen der Süchtigen. Veränderungen im Dentalbereich wie stark geschädigte oder verfärbte Zähne, Mundgeruch sowie ein zurückgehendes oder blutendes Zahnfleisch.

Welche körperlichen Anzeichen von einer Sucht gibt es?

Körperliche Abhängigkeit

Grundsätzlich gewöhnt sich unser Gehirn an die ständige Versorgung mit bestimmten Stoffen. Bleibt diese aus, treten körperliche Anzeichen wie Schwitzen, Unruhe, Angst, Zittern, Schmerzen oder ein erhöhter Blutdruck auf.

Wie merke ich, ob jemand gekifft hat?

Wichtigste Erkenntnisse

  1. Der charakteristische Geruch von Cannabis bleibt oft an Kleidung, Haaren und der Haut haften und ist durch Terpene unverwechselbar.
  2. Cannabis-Konsumenten haben oft gerötete oder glasige Augen, da THC die Blutgefäße in den Augen erweitert.

Welche 4 Stufen der Sucht gibt es?

Die vier Phasen der Suchtentwicklung, oft nach dem Phasenmodell von Jellinek, beschreiben den Weg zur Abhängigkeit mit voralkoholischer Phase, Prodromalphase (erste Anzeichen), kritischer Phase (Kontrollverlust) und der chronischen Phase (vollständige körperliche/seelische Abhängigkeit). Es gibt auch Phasenmodelle für die Therapie selbst (Entgiftung, Entwöhnung, Nachsorge) oder die Suchtentstehung (Kennenlernen, Experimentieren, sozialer Konsum, problemat. Konsum). 

Was ist ein Alpha-Trinker?

Ein Alpha-Trinker (auch Erleichterungstrinker oder Konflikttrinker) ist ein umgangsschprachlicher Begriff für jemanden, der Alkohol trinkt, um unangenehme Gefühle, Stress oder innere Konflikte zu betäuben und sich psychische Erleichterung zu verschaffen, ohne jedoch initial physisch abhängig zu sein, was aber zu einer psychischen Abhängigkeit und Sucht führen kann. Es handelt sich um einen der von Elvin Morton Jellinek definierten Alkoholikertypen, der typischerweise noch nicht körperlich süchtig ist, aber ein problematisches Trinkmuster entwickelt. 

Welche Krankheiten haben Drogensüchtige?

Weitere mögliche körperliche Drogenkonsum-Folgen sind:

  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
  • Lebererkrankungen.
  • Diabetes.
  • Unterernährung- bzw. Fehlernährung.
  • Chronischer Schlafmangel.
  • Gedächtnis-, Wortfindungs- oder Konzentrationsstörungen.
  • Optisch, körperlicher Verfall (Crystal Meth)

Wie kann man testen, ob jemand Drogen nimmt?

Einige häufige Indikatoren können sein:

  1. Unruhe oder Schlaflosigkeit.
  2. Blutunterlaufene Augen oder verengte oder erweiterte Pupillen.
  3. Plötzlicher Gewichtsverlust oder Appetitlosigkeit.
  4. Geruch von Rauchen oder brennender Substanzen.
  5. Verlangsamte oder verwirrte Sprache.
  6. Zittrige Hände oder Körperzittern.

Bei welcher Droge werden die Pupillen klein?

Cannabis beeinflusst die Lichtreaktion der Pupillen oft nur leicht. Statt auffälliger Veränderungen bleibt die Pupillengröße meist stabil oder wird minimal kleiner – medizinisch wird das als Miosis bezeichnet. THC wirkt drucksenkend auf das Auge, was für Glaukom-Patient:innen interessant sein kann.

Was sind Anzeichen für Drogenkonsum?

Vor allem durch den extrem tiefen Crash bei Wirkungsabnahme!

  • rasch einsetzende High-Gefühle, Glücksgefühle.
  • hohe Dosis wirkt halluzinogen.
  • kontaktfreudig.
  • überschwänglich redselig - Wahrheitsdroge!
  • Missempfindungen auf der Haut: Käferkrabbeln und ähnlich Pupillenweitstellung.