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Bei welchen Krankheiten zahlt die Berufsunfähigkeitsversicherung?

Gefragt von: Frau Dr. Natalia Winter  |  Letzte Aktualisierung: 5. Oktober 2026
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Es gibt keine abschließende Liste anerkannter Krankheiten für die Berufsunfähigkeit (BU), da jede Erkrankung, die den Beruf wesentlich beeinträchtigt, anerkannt werden kann, aber häufige Auslöser sind psychische Leiden (Depression, Burnout, Angststörungen), Erkrankungen des Bewegungsapparates (Rückenleiden, Arthrose) und Krebs. Auch Herz-Kreislauf-Probleme (Herzinfarkt, Schlaganfall) und Unfälle sind Hauptursachen. Ob eine BU anerkannt wird, hängt stark von der Schwere der Krankheit und der Auswirkung auf den konkreten Beruf ab.

Welche Erkrankungen können zu Berufsunfähigkeit führen?

In den meisten Fällen ist eine psychische Erkrankung der Grund für den Eintritt einer Berufsunfähigkeit. Auch Krebs, Erkrankungen des Bewegungsapparates, Herz- und Gefäßerkrankungen sowie neurologische Erkrankungen können eine Berufsunfähigkeit auslösen.

Bei welchen Krankheiten keine Berufsunfähigkeitsversicherung?

Schwere chronische Erkrankungen wie Multiple Sklerose, Krebs, HIV, schwere Diabetes-Formen und fortgeschrittene Autoimmunerkrankungen (z.B. Morbus Crohn, Rheuma) führen oft zur Ablehnung einer Berufsunfähigkeitsversicherung (BU), da das Risiko für den Versicherer zu hoch ist; auch bestimmte psychische Leiden können problematisch sein, aber oft gibt es Lösungen durch Risikozuschläge oder spezielle Tarife, weshalb eine ehrliche Risikovoranfrage bei vielen Anbietern ratsam ist. 

In welchen Fällen zahlt die BU nicht?

Die Nichtzahlung der Berufsunfähigkeitsversicherung kann verschiedene Gründe haben, wie beispielsweise die unzureichende Beantwortung der Gesundheitsfragen, die Nichterfüllung der Bedingungen für eine Berufsunfähigkeit oder die Ablehnung der Versicherungsgesellschaft aus anderen Gründen.

Welche Krankheit kann zu Berufsunfähigkeit führen?

Der Grad der Berufsunfähigkeit muss häufig mindestens 50% betragen. Dies kann z.B. dann vorliegen, wenn man seinen ausgeübten Beruf oder seine ausgeübte berufliche Tätigkeit nicht mehr für 8 Stunden am Tag ausüben kann, sondern nur noch für 4 Stunden oder weniger.

Schwere Krankheiten Versicherung - Eine Alternative zur Berufsunfähigkeitsversicherung?

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Welche drei Krankheiten werden als Berufskrankheit anerkannt?

Was sind typische Berufskrankheiten?

  • Allergien der Haut oder der Atemwege durch Berufsstoffe.
  • Lungenkrankheiten durch Asbest.
  • Schwerhörigkeit durch Lärm am Arbeitsplatz.
  • Silikose durch Quarzstaub.

Welche Diagnosen muss man bei BU angeben?

In jedem Fall bei der BU angeben sollten Sie alle psychischen Erkrankungen und Symptome, sofern sie in den letzten fünf Jahren aufgetreten sind. Neben psychischen Erkrankungen müssen Sie im Antrag zur BU auch Psychotherapien, stationäre Behandlungen, die Einnahme von Psychopharmaka sowie Suizidversuche angeben.

Wie lange ist man krank bis zur Berufsunfähigkeit?

Per Definition bist du berufsunfähig, wenn du deinem bisher ausgeübten Beruf voraussichtlich für mindestens 6 Monate auf unbestimmte Zeit hin nicht mehr nachkommen kannst. Ob du deinen Beruf nicht mehr ausüben kannst, wird mit der 50-Prozent-Regel beurteilt.

Wann greift eine Berufsunfähigkeitsversicherung nicht?

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt nicht, wenn die gesundheitliche Einschränkung den geforderten Grad (meist 50 %) nicht erreicht oder nur vorübergehend ist, bei Verletzung der vorvertraglichen Anzeigepflicht (z.B. falsche Angaben zu Vorerkrankungen), bei Simulation/Übertreibung (Aggravation) oder wenn der Versicherungsfall (BU) gar nicht eintritt. 

Welche Nachteile hat eine Berufsunfähigkeitsversicherung?

Nachteile der Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) sind hohe Kosten, besonders für Risikogruppen, die komplexe Gesundheitsprüfung mit möglichen Ablehnungen oder Risikozuschlägen, die Gefahr nachteiliger Klauseln (z. B. abstrakte Verweisung, lange Prognosezeiträume) und der Verlust der Beiträge bei Nicht-Eintritt, da es sich um eine Risikoabsicherung handelt; auch können die Vertragsbedingungen schwer verständlich sein, was zu Fehlentscheidungen führen kann. 

Welche Krankheiten führen zu Dienstunfähigkeit?

Welche Erkrankungen können zur Dienstunfähigkeit führen?

  • Psychische Erkrankungen (z.B. Depressionen, Burnout, Angststörungen, Suchterkrankungen)
  • Krebserkrankungen und Tumore.
  • Neurologische Erkrankungen (z.B. Multiple Sklerose, Parkinson)
  • Erkrankungen des Bewegungsapparates (z.B. Bandscheibenvorfall, Rheuma)

Wann wird man von einer Berufsunfähigkeitsversicherung abgelehnt?

Diese Gründe können zur Ablehnung der BU führen: Medizinisch nicht den Status ‚berufsunfähig' erreicht. Verletzung der vorvertraglichen Anzeigepflichten. Fehler in der Antragstellung und Erbringung der Nachweise.

Bei welchen Krankheiten ist man erwerbsunfähig?

Beispiel-Krankheiten für Erwerbsminderungsrente

  • Bandscheibenvorfall.
  • Hüftdysplasie.
  • Skoliose.
  • Arthrose.
  • Rheuma.
  • Sklerodermie.
  • Wirbelsäulenversteifung.

Welcher Arzt entscheidet über die Berufsunfähigkeit?

Die Entscheidung, ob du berufsunfähig bist bzw. zu welchem Grad trifft dein behandelnder Facharzt. Ob du die BU-Rente dann auch ausgezahlt bekommst, entscheidet der Gutachter der Versicherung oder sogar ein Sachverständiger.

Was sind die 10 häufigsten Krankheiten?

Deutsche gehen oft zum Arzt. Hier finden Sie die zehn häufigsten Krankheiten

  1. Rückenschmerzen. ...
  2. Bluthochdruck. ...
  3. Fehlsichtigkeit. ...
  4. Fettstoffwechsel/Cholesterin. ...
  5. Grippe/Influenza. ...
  6. Nichtentzündliche Krankheiten der Vagina. ...
  7. Bauch- und Beckenschmerzen. ...
  8. Akute Bronchitis.

Welche Krankheiten führen zu einem Ausschluss von der Berufsunfähigkeitsversicherung?

Schwere chronische Erkrankungen wie Multiple Sklerose, Krebs, HIV, schwere Diabetes-Formen und fortgeschrittene Autoimmunerkrankungen (z.B. Morbus Crohn, Rheuma) führen oft zur Ablehnung einer Berufsunfähigkeitsversicherung (BU), da das Risiko für den Versicherer zu hoch ist; auch bestimmte psychische Leiden können problematisch sein, aber oft gibt es Lösungen durch Risikozuschläge oder spezielle Tarife, weshalb eine ehrliche Risikovoranfrage bei vielen Anbietern ratsam ist. 

In welchen Fällen zahlt die Berufsunfähigkeitsversicherung nicht?

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt nicht, wenn die gesundheitliche Einschränkung den geforderten Grad (meist 50 %) nicht erreicht oder nur vorübergehend ist, bei Verletzung der vorvertraglichen Anzeigepflicht (z.B. falsche Angaben zu Vorerkrankungen), bei Simulation/Übertreibung (Aggravation) oder wenn der Versicherungsfall (BU) gar nicht eintritt. 

Was prüft die Berufsunfähigkeitsversicherung?

Jede Versicherung basiert auf dem Prinzip der Risikobewertung. Der Versicherer muss das Risiko abschätzen, das er eingeht, wenn er eine Person gegen Berufsunfähigkeit absichert. Er muss bewerten, wie hoch das Risiko ist, das die versicherte Person während der Vertragslaufzeit BU wird und er Leistungen erbringen muss.

Kann der Hausarzt berufsunfähig schreiben?

Es gibt keine „Diagnose Berufsunfähigkeit“.

Diese Diagnose kann Ihr Hausarzt oder ein entsprechender Facharzt stellen. Ein solcher ärztlicher Nachweis ist Grundvoraussetzung, um überhaupt als berufsunfähig anerkannt zu werden. Der Arzt kann auch entscheiden, ob Sie deshalb akut arbeitsunfähig sind.

Ist man bei 50 Prozent Arbeitsunfähigkeit berufsunfähig?

Wer eine Berufsunfähigkeitsrente erhalten will, darf die zuletzt ausgeübte Tätigkeit zu mehr als 50 Prozent nicht mehr ausüben können.

Wie lange darf ein Arzt am Stück krankschreiben?

Ein Arzt darf einen Patienten normalerweise für maximal zwei Wochen am Stück krankschreiben, in Ausnahmefällen (z.B. bei schweren Erkrankungen) auch bis zu einem Monat. Bei längerer Krankheit muss der Patient zur Verlängerung die Praxis aufsuchen, wobei auch eine telefonische Krankschreibung für maximal 5 Tage möglich ist. Es gibt keine absolute Höchstgrenze, aber der Arzt muss den Zustand regelmäßig prüfen.
 

Bei welchen Krankheiten keine BU?

Es gibt leider Vorerkrankungen, wie bspw. Diabetes, die es uns nicht möglich machen, Ihnen eine Berufsunfähigkeitsversicherung anzubieten, da das Risiko in diesem Fall für die Versicherungskollektiv zu hoch ist. Bei einer solchen Vorerkrankung müssen wir den Antrag leider ablehnen.

Welche Erkrankungen gelten als Vorerkrankungen?

Eine Vorerkrankung ist jede körperliche oder psychische Krankheit, Verletzung oder gesundheitliche Beschwerde, die bereits vor dem Abschluss eines Versicherungsvertrags bestand, ärztlich diagnostiziert oder behandelt wurde und einen relevanten Einfluss auf die aktuelle Gesundheit hat. Sie umfasst chronische Zustände wie Diabetes, Asthma oder Bluthochdruck, frühere Operationen, Allergien, psychische Erkrankungen wie Depressionen sowie Unfallfolgen. Wichtig ist die wahrheitsgemäße Angabe bei Versicherungsanträgen, da Routineuntersuchungen meist ausgenommen sind, aber auch vergangene Behandlungen gemeldet werden müssen.
 

Wie kann ich meine Berufsunfähigkeit nachweisen?

Um Berufsunfähigkeit nachzuweisen, benötigen Sie eine ärztliche Diagnose, die Ihre Einschränkung in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit (mindestens 50 %) feststellt und deren voraussichtliche Dauer (oft 6 Monate bis dauerhaft) prognostiziert. Dieser Nachweis erfolgt durch eine lückenlose Dokumentation, Ihr genaues Tätigkeitsprofil (Stundenplan), Funktionsgrade und gegebenenfalls Tagebücher, eingereicht beim Versicherer, der oft ein eigenes Gutachten einholt.