Bei welchen Autos muss man abgastest machen?
Gefragt von: Johann Noll | Letzte Aktualisierung: 23. Oktober 2026sternezahl: 4.5/5 (28 sternebewertungen)
In Deutschland müssen alle zulassungspflichtigen Kraftfahrzeuge, also Autos, Motorräder und Wohnmobile, zur Abgasuntersuchung (AU), die alle zwei Jahre als Teil der Hauptuntersuchung (HU) fällig ist, wobei Ausnahmen für Oldtimer (Benziner vor 1969, Diesel vor 1977) gelten. Neuwagen sind erstmals nach drei Jahren dran, während schwere Wohnmobile (über 3,5t) jährlich zur AU müssen.
Welche Fahrzeuge brauchen eine Abgasuntersuchung?
Neuwagen sind nach drei Jahren erstmalig zu Gast bei der AU. Die meisten anderen Fahrzeuge haben alle zwei Jahre einen Termin beim TÜV oder anderen Prüfstellen. Bei Wohnmobilen und anderen Kraftfahrzeugen über 3,5 t zulässigem Gesamtgewicht ist die Abgasuntersuchung jedes Jahr fällig.
Welches Baujahr braucht keine Abgasuntersuchung?
Seit dem 01.01.2018 ist die Abgasuntersuchung mit Endrohrmessung für alle Autos in Deutschland Pflicht, vorher waren Fahrzeuge ab Baujahr 2006 von der Endrohrmessung befreit. Mittlerweile gibt es für die AU auch keine gesonderte Plakette mehr, da sie seit 2010 fester Bestandteil der Hauptuntersuchung (HU) ist.
Welche Fahrzeuge keine AU?
Diese Fahrzeuge müssen nicht zur AU
Zur AU müssen grundsätzlich alle zulassungspflichtigen Kraftfahrzeuge mit Otto- bzw. Dieselmotor, also alle Pkw, Lkw, Motor- und Leichtkrafträder, Trikes, Quads usw.
Ist die Abgasuntersuchung beim TÜV Pflicht?
Die vom Gesetzgeber vorgeschriebene UMA (Untersuchung des Motormanagement- und Abgasreinigungssystems), früher bekannt als Abgasuntersuchung oder AU, ist in Deutschland für jedes Kraftfahrzeug Pflicht.
Neue Regeln beim Abgastest
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Welche Autos müssen keinen Abgastest mehr machen?
Bei den Codes B03, B04, B5a, B5b, B6a, B6b, B6c, B6d, A04, A05 oder A07 ist keine Abgaswartung erforderlich. Personenwagen und leichte Nutzfahrzeuge bis 3,5 Tonnen Gesamtgewicht mit Dieselmotor: Keine obligatorische Abgaswartung, wenn die Fahrzeuge mindestens der Abgasnorm Euro 4 entsprechen.
Welche Fahrzeuge sind von der Abgasuntersuchung befreit?
Oldtimer sind teilweise von der Pflicht zur Abgasuntersuchung befreit. Oldtimer mit Benzinmotor müssen nicht zur Abgasuntersuchung gebracht werden, wen sie vor dem 1. Juli 1969 zugelassen worden sind. Dieselfahrzeuge müssen keine Abgasuntersuchung absolvieren, wenn die Erstzulassung vor dem 1. Januar 1977 liegt.
Wie viel kostet die Abgasuntersuchung beim TÜV?
Die Kosten für die Abgasuntersuchung (AU) beim TÜV variieren je nach Region und Prüforganisation, liegen aber meist zusätzlich zur Hauptuntersuchung (HU) bei etwa 30 € bis 40 €, sodass die Kombi-Prüfung (HU+AU) für einen PKW (bis 3,5 t) insgesamt zwischen 120 € und 160 € kostet, wobei der Preis für Krafträder günstiger ist (ca. 75 €).
Wird beim TÜV die AU mitgemacht?
Da die AU zusammen mit der Hauptuntersuchung durchgeführt wird, findet sie im gleichen Rhythmus statt. Neuwagen müssen erstmals nach drei Jahren zur HU und AU, danach ist der „TÜV“ alle zwei Jahre fällig.
Welche Fahrzeuge müssen nicht zum TÜV?
Ausgenommen sind unter anderem folgende Fahrzeugtypen und -modelle:
- Stapler und selbstfahrende Arbeitsmaschinen.
- motorisierte Krankenfahrstühle.
- Leichtkraftfahrzeuge mit vier Rädern.
- Kleinkrafträder mit zwei oder drei Rädern.
- Leichtkrafträder.
- elektronische Mobilitätshilfen.
Wie lange ist eine Abgasuntersuchung ohne TÜV gültig?
Was ist die Abgasuntersuchung (AU)
Dies gilt übrigens auch für den Fall, dass Ihr Fahrzeug nicht erfolgreich durch die Hauptuntersuchung kommt: Die AU bleibt in jedem Fall 2 Monate lang gültig und Sie müssen sie bei einer Nachprüfung in diesem Zeitraum nicht erneut vornehmen lassen.
Was passiert mit Oldtimern nach 2035?
Für Oldtimer ändert sich durch das geplante EU-Verbrenner-Aus ab 2035 nichts Grundlegendes: Bereits zugelassene Oldtimer behalten ihren Bestandsschutz, dürfen weiter gefahren, gehandelt und betankt werden, da das Verbot nur für neue PKW-Zulassungen gilt. Auch wenn die EU-Kommission die Regeln gelockert hat, um auch Neuwagen mit E-Fuels zuzulassen, bleibt der Bestandsschutz für bestehende Fahrzeuge bestehen. Allerdings könnten Kraftstoffpreise und die Verfügbarkeit von Tankstellen langfristig ein Thema werden.
Was passiert, wenn man die Abgasuntersuchung nicht besteht?
Wer die AU 2 bis 4 Monate überzieht, kommt mit einem Bußgeld von 15 Euro vergleichsweise glimpflich davon. Bei 4 bis 8 Monaten kostet die Nachlässigkeit bereits 25 Euro. Ab acht Monaten müssen Sie mit einem Punkt in Flensburg und 60 Euro Bußgeld rechnen.
Kann man einen TÜV ohne Abgasuntersuchung machen?
Die HU kann auch ohne die AU erfolgen, da die Abgasuntersuchung zwar seit 2010 ein Teil der Hauptuntersuchung ist, jedoch separat von einer anerkannten Werkstatt durchgeführt werden kann. Allerdings darf die AU zum Zeitpunkt der HU maximal 1 Monat zurückliegen.
Welche Motorräder dürfen 2025 nicht mehr zugelassen werden?
Welche Motorräder dürfen 2025 nicht mehr zugelassen werden? Ab dem 1. Januar 2025 dürfen nur noch Motorräder neu zugelassen werden, die der Euro 5+ Norm entsprechen.
Ist eine AU Pflicht?
"AU Pflicht" bezieht sich meistens auf zwei Dinge: die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) für Arbeitnehmer, die seit 2023 digital und verpflichtend für Arbeitgeber ist, und die Abgasuntersuchung für Fahrzeuge, die als Teil der Hauptuntersuchung (HU) alle zwei Jahre fällig ist und die Einhaltung von Abgasnormen sicherstellt. Arbeitnehmer müssen ihre Arbeitsunfähigkeit unverzüglich melden, während die AU für Autos die regelmäßige Prüfung der Abgaswerte vorschreibt, um Umweltstandards zu erfüllen.
Welche Fahrzeuge sind von der AU ausgenommen?
Von der Abgasuntersuchung (AU) befreit sind unter anderem Oldtimer (Benziner vor 1969, Diesel vor 1977), Neufahrzeuge in den ersten Jahren, zwei-/dreirädrige Kraftfahrzeuge (Motorräder), mopeds, Kurzzeitkennzeichen-Fahrzeuge, Land-/Forstwirtschaftliche Zugmaschinen und bestimmte Arbeitsmaschinen; zudem müssen reine E-Fahrzeuge keine AU absolvieren, da sie keine Abgase haben. Generell unterliegen alle zulassungspflichtigen Fahrzeuge der AU, die jedoch ein Teil der Hauptuntersuchung (HU) ist.
Bei welchen Mängeln bekommt man keinen TÜV?
Kein TÜV gibt es bei erheblichen Mängeln (EM) oder verkehrsunsicheren Zuständen (VU), die eine direkte Verkehrsgefährdung darstellen, wie z.B. defekte Bremsen, zu geringe Reifenprofiltiefe, starker Rost an tragenden Teilen, gravierende Mängel an Beleuchtung oder Achsen, die nicht genehmigte Anbauten, sowie fehlende oder abgelaufene Ausrüstung (Verbandskasten, Warnweste). Bei geringen Mängeln (GM) gibt es die Plakette meist, aber Sie müssen die Mängel zeitnah beheben.
Wie lange darf man TÜV und AU überziehen?
TÜV SÜD erhebt keine Strafe. Jedoch verlangt der Gesetzgeber, dass wir – wie alle technischen Überwachungsinstitutionen – eine vertiefte Prüfung durchführen, sobald die HU mehr als zwei Monate überzogen wurde (auch „Ergänzungsuntersuchung“ oder „erweiterte HU“ genannt).
Was ist billiger, TÜV oder DEKRA?
Die Preisdifferenz zwischen TÜV und DEKRA liegt meist bei 5-20 Euro pro Hauptuntersuchung. Größere Unterschiede findest Du oft bei zusätzlichen Leistungen wie Gutachten für Unfallschäden oder Oldtimer-Bewertungen. Regionale Preisunterschiede sind oft ausschlaggebender als die Wahl zwischen TÜV und DEKRA.
Was kostet eine Abgasuntersuchung bei ATU?
Hauptuntersuchung Kosten
Bitte erfragen Sie den für Sie gültigen Preis in Ihrer A.T.U Filiale. Wird die Hauptuntersuchung mehr als 2 Monate nach dem Vorführtermin durchgeführt, erhöht sich die reine HU-Gebühr um 20% ihres Wertes. Die Abgasuntersuchung können wir selbst für Sie durchführen. Sie kostet ab € 29,-.
Was kostet ein TÜV mit Abgasuntersuchung 2025?
Lässt man beide Prüfungen für einen Pkw gleichzeitig machen, liegen die Kosten in Deutschland im Jahr 2025 aktuell zwischen 143 Euro und maximal 163,6 Euro bei Pkw bis 3,5 Tonnen – also einem herkömmlichen Auto.
Wo finde ich die Abgaswerte im Fahrzeugschein?
So findest du deine Schadstoffklasse
Die Emissionsschlüsselnummer steht in deinem Fahrzeugschein: Im alten Fahrzeugschein in Feld 1 (Punkt „Schlüsselnummer – zu 1“) und bei neueren Modellen in der Zulassungsbescheinigung Teil I in der Mitte des Dokuments in Feld 14.1.
Kann eine Werkstatt eine Abgasuntersuchung machen?
Seit 2010 ist die Abgasuntersuchung Teil der Hauptuntersuchung (HU). Vor wenigen Jahren hat das Bundesverkehrsministerium weitere Vorgaben erlassen: Nur Kfz-Werkstätten mit einer Akkreditierung nach ISO 17020 dürfen amtliche Fahrzeuguntersuchungen und damit auch die Abgasuntersuchung (AU) durchführen.
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